Arzt hat Mutter krank gemacht - wie rechtlich vorgehen?

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6 Antworten

Naja blöde Situation. Wenn der Arzt deiner Mutter schließlich die richtigen Medikamente gegeben hat ist das absolut ok. Nebenwirkungen können immer auftreten - auf Risiko des Patienten. Die Verschreibungsdauer, also wie lange er sie ihr gibt, ist da schon was anderes. Wenn durch zu langer Behandlungsdauer (die der Arzt nach seinem eigenen Ermessen festlegen muss)  eine entzündliche Reaktion entsteht, trägt natürlich er die Verantwortung davor. Also eine zwiespältige Situation. Auf jeden Fall mal bei der Äztekammer melden und informieren, und wenn finanziell möglich mit einem Juristen/Rechtsbeistand austauschen. Die Ärztekammer ist ja nicht für Patienten sondern für Ärzte da.

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Hallo

tut mir leid, aber den Zahn muss ich dir ziehen. Herceptin ist ein Antigen für / gegen den Brustkrebs. Die Behandlungsdauer ist nicht zwingend festgelegt.  Der Arzt wird nicht sagen, dass er es zu lange gegeben hat, warum auch. Dass deine Mutter unter so schwerwiegenden Folgen zu leiden hat ist schlimm, natürlich und tut mir für euch auch leid. Es kann gut möglich sein, dass es eine Folge der Herceptingabe ist, das müsste erst auch bewiesen werden. Selbst dann, aber die NW wurden sicherlich mit deiner Mama besprochen und sie hat in die Therapie eingewilligt. Den "schwarzen Peter" hat deine Mutter. Ich meine das nicht böse, bitte nicht mißverstehen. Auch ich leide unter den NW von Herceptin, aber ich wurde darüber aufgeklärt.

Einem Arzt einen Fehler nachzuweisen ist unglaublich schwer und ich sehe in eurem speziellen Fall, zumindst was du schreibst, überhaupt keine Chance.

Ihr könnte euch aber natürlich bei einem Fachanwalt für Medizinrecht beraten lassen. Gut wäre es, wenn ihr eine Rechtsschutzversicherung hättet.

Alles Gute für Euch. - ich meine es wirklich nicht böse.

LG

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Die Idee mit dem Anwalt finde ich wirklich überdenkenswert. Die Ärztekammer wird da nicht weiterhelfen.

Leider ist es ja in Deutschland bei Ärzten so, daß eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Da kann der Arzt noch so einen Mist bauen, Du wirst niemanden finden, der Dir das schriftlich bestätigt. Da müssen Gutachten erstellt werden, dann gibt es wieder Gegengutachten, und irgendwann kommt jemand auf die Idee und findet ein Haar in der Suppe, danach ist Deine Mutter dann selbst an allem schuld. Da Recht zu bekommen, ist mehr als schwierig. Nicht jeder, der Recht hat, bekommt es auch.

Es hat zwar in den letzten Jahren einige Ärzte gegeben, die man angeklagt hat, aber Du könntest Dir in jedem Fall viel Ärger und Streß ersparen, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hättest, die die Anwälte bezahlt. Selbst wenn der Arzt Dir gegenüber seinen Irrtum zugegeben hat, schriftlich wirst Du diese Aussage sicher nicht bekommen oder es heißt dann, Du hättest Dich verhört.

Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute und sag mal, was Du erreicht hast.

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Ruf am besten mal einen Anwalt an. Gibt im Internet Anwälte die kostenlose ersteinschätzung anbieten, anderweitig gibt es auch welche die dir für ein paar cent pro minute eine kurze hilfestellung geben wie du am besten rangehst. Sehr nützlich, hat mich auch geholfen!

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Hallo,

einen fachlich erfahrenen Rechtsanwalt würde ich deiner Mutter empfehlen, wenn sie etwas erreichen will. Auch wenn ich deine Aufregung verstehe aber es nützt nichts einen Arzt zu beleidigen, auch wenn er Fehler gemacht hat. Um Schadensersatzansprüche geltend zu machen müsste deine Mutter dem Arzt eine Fehlbehandlung nachweisen, in dem er z.B. falsche Medikamente verabreicht hat. Das von dir angegebene Medikament Herceptin wird aber speziell bei Brustkrebs zum Abtöten von Krebsmetastasen verschrieben. Es ist deshalb abzuwägen was schlimmer ist, Metastasen oder Begleiterkrankungen. Wichtig wäre erst einmal festzustellen, ob per MRT oder CT verdächtige Stellen erkannt wurden und / oder mittels Tumormarker die Wahrscheinlichkeit von Metastasen festgestellt wurde. Dazu braucht man alle Arztberichte und CT und MRT Aufnahmen.

Konnte die Bauchspeicheldrüsen-Entzündung behandelt werden und geht es deiner Mutter wieder besser?

Ansonsten empfehle ich deiner Mutter MRT Ganzkörper-Untersuchung verschreiben zu lassen. Das MRT arbeitet ohne Strahlenbelastung und kann kleine verdächtige Stellen im ganzen Körper sichtbar machen. Denn nur bei Früherkennung von Metastasen besteht die Möglichkeit den Tumor zu entfernen bevor er zu groß geworden ist und es zu spät ist.

Das beste für deine Mutter ist eine gute Ernährung und Bewegung in frischer Luft und ganz besonders braucht sie Lebensmut durch Freude und Lachen statt Aufregung und Streß. Deine Mutter möchte sicher nicht für den Rest ihres Lebens in mitleidige oder verärgerte Gesichter schauen. Ein lächeldes Gesicht ist ihr bestimmt lieber. Hild deiner Mutter so gut wie du kannst.

Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können dem Körper Abwehrkräfte zu geben, damit er sich selbst helfen kann. Aloe Vera als Trinkkur oder unter 35 Grad getrocknetes Obst und Gemüse in Kapseln geben dem Körper Kraft. Es gibt auch eine Pflanze, deren Blätter und Stengel im Reagenzglas chemotherapie-resistente Krebszellen abtöten konnte, leider wurden keine groß angelegten Studien am Menschen bisher gemacht, Siehe hierzu folgenden Link:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/19/krebs-heilende-tropenfrucht-ist-wirksamer-als-chemotherapie/

LG

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Das tut mir leid was da passiert ist. Meine Cousine braucht durch Behandlungsfehler ein neues Herz :-(  Ihr solltet euch an die Ärztekammer wenden. Und diesen Arzt dort melden. Desweiteren könnt ihr ihn auf Schmerzensgeld verklagen.

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