Arzt 6 Jahre lang falsch diagnostiziert!

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7 Antworten

Hallo!

Leider kommt es immer wieder vor, dass rheumatische Erkrankungen von Hausärzten und Orthopäden nicht richtig erkannt und über Jahre falsch behandelt werden. Das Feld der rheumatischen Erkrankungen ist leider riesig und nur ein guter Rheumatologe kann eine gesicherte Diagnose stellen und danach die - für dich - beste Behandlung einleiten.

Es ist schwer zu sagen, ob du dagegen vorgehen kannst. Stelle deine Frage nochmal im Forum von Rheuma-online.de.

http://www.rheuma-online.de/

Es ist die beste Seite für rheumatische Erkrankungen im Netz und die Community ist riesig. Vielleicht findet sich dort jemand, der dir weiterhelfen kann. Dort findest du sicherlich auch viele Jugendliche mit Rheuma.

Ich wünsche dir alles Gute und noch viele schmerzfreie Tage!

Gruß Lirin

mein exorthopäde hat mich diese 6 Jahre lang falsch behandelt .....dann bin ich zu einem Arzt in eine Spezialeingerichtete Orthopädie Klinik gefahren ...... die Ärzte dort sogar meinen das ich simuliere .... Erst beim keine Ahnung wievielten Orthopäde....

Also hat ja nicht nur EIN Ortho eine Fehldiagnose gestellt sondern mehrere Ärzte..... Da dürftest Du wohl kaum Chancen haben, denn dann war es kaum "grob Fahrlässig" sondern wohl (wie so oft bei Rheuma) keine eindeutige/auffällige Sache.

Klar, dass Du frustriert und verärgert bist - leider ist Rheuma nicht so einfach zu diagnostizieren und Dein Ortho wird Dir wohl kaum aus Bosheit eine Fehldiagnose gestellt haben.

Die Frage ist ja auch:

  • War es eine Fehldiagnose oder war die Diagnose richtig, er hat nur das Rheuma das ZUSÄTZLICH vorlag nicht erkannt?
  • Warum haben auch die anderen (und davon gab es laut Dir ja viele!) das Rheuma nicht erkannt?
  • Warum unterstellen Dir mehrere Ärzte, dass Du simuliert hast?
  • Welches Rheuma hast Du überhaupt und hast Du marker im Blut?

Ich kann nur aus eigener Erfahrung reden: Bei mir stand das Wort "simulieren" nie im Raum. Allerdings habe ich für meine Krankheit oder die Zeit bis zur Diagnose nie einen Schuldigen/Sündenbock gesucht - vielleicht hast Du schon von Haus aus kein gutes Verhältnis zu Deinen Ärzten und sie nehmen Dich deshalb nicht ernst? Das klingt jetzt fieser als es gemeint ist aber ALLE meine Ärzte nehmen mich ernst und wenn ich mal einen neuen habe und es zwischenmenschlich nicht passt, dann geh ich nicht mehr hin... Wenn es zwischenmenschlich passt, dann glauben einem die Ärzte meist auch.

Mein Rat: Konzentrier Dich auf die Linderung der Krankheit und weniger auf Deine "Rache" bzw. darauf, einen Schuldigen zu finden - das führt zu nichts.

Schau auch mal ins Rheumaforum. Dort gibt es erstens viel Tipps, Leute zum Reden und auch einen eigenen Thread zum Thema "Dauer bis zur Diagnose" und da haben andere ebenso lange gewartet! Rheuma ist und bleibt oft schwer zu diagnostizieren. Auch aufgrund der Vorurteile (alte Leute-Krankheit, da muss man Rheuma-Marker im Blut haben und und und)...

Alles Gute! :-)

...vielleicht sollte zunächst einmal die Frage gestellt werden WAS ist Rheuma!

Hier jetzt rückblickend sagen zu wollen: Damals war es von Anfang an Rheuma wird nicht nachweislich möglich sein.

Statt dich jetzt in Problemen zu vergraben bzw. auf der Suche nach Mitleid und Unterstützung, um gegen irgend welche Ärzte vorzugehen wäre die Frage:

Willst du gesund leben?

Dann definiere dein Ziel genau und erarbeite dir mit einem kompetenten Arzt den Weg dort hin!

Es mag sein, dass es für einige hier zu komplex ist - aber sich mit der negativen Vergangenheit zu befassen prägt diese und festigt immer mehr deine negativen Gefühle und möglicher Weise auch deinen Frust. Damit verbaust du dir den Weg in eine gesunde Zukunft!

Dir wünsche ich einen guten Weg mit Blick auf die Zukunft zu finden und dann zu gehen!

Mir hat mein erster Neuro auch gesagt, ich sei ja ein Simulant, solle mich nicht anstellen, wegen bisschen prickeln in Fingern, am Bein usw.

Habs, wegen Dauer-Job-Stress, dann verdrängt, aber mich immer über die gebliebenen 3 tauben Finger gewundert. Als ich später seine berichte ind ei Hand kriegte und meine Diagnose hatte, hab ich mich schon gefragt, wie es sein kann, dass ich nem Facharzt quasi ne Bilderbuchbeschreibung eines Schubs von MS gebe.. und der mich als Simulant abwatscht. Der einzig positive Gedanke: gut dass nicht mehr als nur 3 Finger auf die Kappe von dem Idi.oten gehen.

Naja man hat hier ja ne eher sehr verärgerte und verkürzte Fassung der letzten 6 Jahre, aber wenn man Beschwerden hat, lässt man sich nicht "herumschicken" sondern informiert sich nach fähigen Ortopäden (Facebook-Gruppen und Online-Foren machen es möglich) und vereinbart dort selbst einen Termin...

ich habe überall einen Termin SELBST vereinbart. Ich habe mich auch nach guten Ärzten umgehört, aber die haben es ja anscheind auch nicht rausgefunden!?

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Klar kannst du sie verklagen, aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Schau lieber jetzt nach vorne, bevor du dich mit einem über Jahre dauernden, nervenzermürbenden Prozess kaputt machst.

Manche Dinge in der Medizin sind einfach zu selten, als dass man gleich an sie denkt.

Du schriebst: "Schau lieber jetzt nach vorne, bevor du dich mit einem über Jahre dauernden, nervenzermürbenden Prozess kaputt machst."

Ja darauf spekulieren Ärzte natürlich daß der Patient Aufwand und Kosten scheut. Aber im Ergebnis muß ich francis1505 zustimmen, eine Klage gegen einen Arzt ist langwierig(die Gegenseite gibt garantiert nicht klein bei) und teuer und sollte nur bei klarerer Sachlage gemacht werden. Sofern eine Rechtsschutzversicherung vorliegt könnte man natürlich die Lage vorab mal durch einen Fachanwalt für Medizin abklären lassen.

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