Arthur Schopenhauer, was meint mit dem Kreis der Form der Natur genau?

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1 Antwort

Ich empfehle das als Lektüre:

http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Natur-Wille/natur-wille.html

Persönlich tue ich mich schwer mit diesem metaphysisch aufgefassten WILLEN. Schon der Begriff ist unglücklich gewählt, weil wir allgemein unter Wille eine menschliche Absichtsform und -kraft verstehen, was von Schopenhauer nicht gemeint ist sondern eher eine metaphysische, wilde Lebens- oder besser Gestaltungskraft. Was den Kampf angeht, hat er sich wohl etwas zu stark von Heraklit leiten lassen, der sagt: Das Leben ist immerwährender Prozess. Das Leben ist immerwährender Kampf. Dabei ist Kampf sicher eine unglückliche Übersetzung. Ich würde sagen: Das Leben ist ein immwährendes miteinander Wetteifern. Das schließt Tricks und Klugheit, Koalitionen und Gegenseitigkeit mit ein. Aber Schopenhauer ist halt Schopenhauer!

Er greift da Vorstellungen der antiken Monisten auf, Parmenides, Heraklit, Epikur. Besonders Epikur hat deutliche Vorstellungen eines evolutionären Prozesses bis hin in die kulturelle Evolution. Wenn man Heraklit und später die Stoa liest mit ihrer Vorstellung des Logos, dann ist Schopenhauers WILLE sehr stark ein ins Vegetative gezogener Logoskontrast, nicht ordnend sondern wild, nicht Geist sondern Urkraft (da schein der vegetative Seelenteil des Aristoteles durch) - das pure Gegenteil seines Hasskonkurenten Hegel mit seinem Weltgeist.

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