Arthrose mit 19?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, leider wird bei Jugendlichen die Behandlungsdringlichkeit von vielen Ärzten nicht so richtig erkannt oder ernst genug genommen,- bei mir selbst (selbe Probleme) war das Anfang der 80ér schon so und heute ist es noch viel schlimmer....

Heute bin ich (wahrscheinlich weil selbst betroffen) um einiges schlauer und kann somit nur empfehlen, die Ursache für die Knieprobleme aufspüren zu lassen. Dieses macht ein Fuß- und Beintherapeut oder auch manche Privatorthopäden. Die Untersuchung läuft wie folgt ab:

  1. Anschauen des Gangbildes (Beinachse und Abrollverhalten) beschuht und barfuß
  2. Feststellen des psychomotorischen Verhaltes der Fuß und Beinmuskulatur im Normalzustand und bei extremen Belastungen
  3. Abtastsen der (nackten) Knie in allen denkbaren Positionen
  4. Suchen nach dem genauem Schmerzpunkt

Diese Untersuchung dauert sicher mindestens 20 Minuten (die Zeit bekommt der Kassenarzt nicht honoriert und der Blick ins Wartezimmer verrät, warum der Arzt das nicht einfach nebenbei machen kann/will).

Die Chance darauf, dass die Ursache für die Knieprobleme bei dieser "einfachen" Untersuchung gefunden wird, überschreitet die 90% Marke!

Nur wenn die Ursachen für die Knieprobleme abgestellt werden, hat man beste Chancen, das weitere Leben beschwerdenfrei zu "durchlaufen".

Selbst eine Operation beseitigt oder lindert nur den "Ist- Zustand" und das ist so im gesetzlichem Sinne das "medizinisch notwendige".... Die biologisch- logische Therapievariante ist sicher der bessere Weg!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort und auch an alle anderen, danke für eure Mühe! Ich hätte aber im Anschluss noch eine Frage: Kann man Arthrose von außen erkennen oder zumindest erahnen? Ein Physiotherapeut hat sich mein Knie angeschaut und sagte es sähe sehr danach aus, als sei es schon eine Arthrose. Kann man das so einfach sehen und wie sieht das dann aus?? Denn verändert ist mein Knie von außen schon ziemlich... Danke

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@Chastizwerg

Von außen wäre es mir neu, aber ich habe dir oben was aus meinen Erfahrungen über arthrotische Schmerzen geschrieben!

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@Chastizwerg

Man kann eine Arthrose indirekt von außen vermuten. Es gibt gewisse Anzeichen dafür,- etwa Kälteempfindlichkeit bzw. Auftreten von Schmerzen bei feuchtem und kaltem Wetter. Eine Rotlichtbestrahlung wirkt danach wahre Wunder... Ansonsten sucht man nach Schwellungen und macht halt spezielle Bewegungsabläufe mit dem Knie, die man genau beobachtet bzw. abtatstet.

Mit 19 funktioniert der körpereigene Regenisierunsprozess noch sehr gut und somit ist es allerhöchstwahrscheinlich, dass man nach dem Abstellen der Ursache die Knieprobleme schnell und für immer los wird, ohne das operiert wird.

Antwort auf die PM: Im Telefonbuch oder bei Herrn google wird man unter dem Suchbegriff Fuß- und Beintherapeut sicher schnell fündig. Allerdings werben auch manche Fußpfleger(innen) und Podologen mit dem Wort "Fußtherapie",- diese hat aber nichts mit dem Knochenaufbau, Statik etc. gemeinsam, sondern bezieht sich nur auf die Haut und Nägel.

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@Einlagenservice

Vielen Dank, was den Raum Stuttgart betrifft bin ich bei Google und in den Gelben Seiten leider nicht fündig geworden...

Die Methoden wie man es feststellen kann klingen sehr einleuchtend und hilfreich, allerdings frage ich mich wieso man diese dann mir auf drängen noch nicht riet... verwendet man beim Sprunggelenk etwa andere Methoden? Es schmerzt nämlich immer mehr... Knorpelabrieb nach schwerer Sprunggelenksfraktur

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@WheelOfTime

Auch beim Sprunggelenk ist eine ordentliche Untersuchung, die fast nach dem selben Chema abläuft wie die Knieuntersuchung, das A+O vor der Einleitung einer Therapie.

Wer die Therapie nach den biologischen Grundsätzen sucht, wird vom reinen Kassenmediziner sicher keine Hilfe erwarten können.

In der "normalen" Medizin und in der klassischen Orthopädie wird halt der Ist- Zustand behandelt und nicht mehr.

Beispiel Knick- Senkfuß: Der Fuß wird nachdem festgestellt wurde, dass "orthopädische Einlagen" keine Wirkung gezeigt haben einfach operiert (die Gelenke werden versteift). So kann der Fuß zwar nicht mehr einknicken,- das eigentliche Problem der Muskeln, Bänder und Sehnen wird aber außen vor gelassen.

Das Risiko, welches jede OP mit sich bringt, sowie auch Knochen- und Narbenschmerzen etc. wird in kauf genommen.

Mir ist in BW bzw. ganz Süddeutschland niemand bekannt, der die biologisch logische Therapie an Fuß und Bein anbietet. Es bringt halt kaum Geld ein und kostet oft jede Menge Zeit.

Bei meinem letztem Sprunggelenkpatienten habe ich eine Stunde Untersuchungszeit und 9 Stunden Zeit zur Anpassung seiner 3 Paar Therapie- Einlagen gebraucht,- eine Putzfrau hat einen besseren Stundenlohn.....

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Kann auf Grund der Verletzung durchaus sein. Arhtose ist dann quasi vorprogrammiert. Scmal in den gelenkexpander.de rein. Hat einem Bekannten mit ähnlichen Problemen richtig gut geholfen.

Das kann schon sein. Meine Tochter hatte bereits mit 6 Jahren eine Arthrose in den Mittelfußknochen. Grund war eine nicht ausgeheilte Verletzung. Schau mal hier: http://www.deutsches-arthrose-forum.de/

Eine nicht ausgeheilte Verletzung, wie ist es mögich durch so etwas eine Arthrose zu erleiden?

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@WheelOfTime

Mir wurde es so erklärt, dass durch Knochen- oder Knorpelverletzungen Abrieb und Beschädigungen an anderen Gelenkteilen auftreten... Wie bei einer Dysplasie also...

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@Chastizwerg

Das musst du mir mal in ner Mail ausführlicher erklären, würde mich mal sehr interessieren!

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