Arten des Empirismus

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Grundlegend ist die Suche des Menschen nach Sicherheit, nach sicherer Erkenntnis und nach Wahrheit, möglichst nach absoluter Wahrheit. Rationalisten und Theisten finden beides letztlich in der Idee der Vernunft oder einer göttlichen Vernunft. Empiristen, die ihre Weltanschauung aus der Erfahrung ableiten, sprich aus der als wandelbar, unbeständig sich zeigenden Realität, haben mit diesem Ansinnen ein Problem. So gibt es zwei Sorten von Empiristen.

Die einen, die über allerlei Kniffe aus der Erfahrung sich ständig wandelner Dinge letztlich doch noch eine gültige Wahrheit ziehen wollen (Logischer Empirismus, auch logischer Positivismus oder Neopositivismus, auch Schopenhauer, dessen "Wille" letztlich fast religiöse Züge trägt).

Die anderen, die dieses Ansinnen als unerreichbar einschätzen (dazu zählt sogar Kant, der meint, dass unsere "erfahrbare Welt" nur eine Annäherung an die "Welt an sich" sei.) Zu diesen zählen die Engländer, denn Hume war ein großer Skeptiker, dazu gehört der amerikanische Pragmatismus, dazu gehört Popper und mit seinen Übertreibungen auch der konstruktive Empirismus.

Beiden gemeinsam ist, dass sie diese Welt für real halten und unsere Erfahrung als "echte Spiegelungen" einer realen Außenwelt.

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