Arrangements an Verlag verkaufen?

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4 Antworten

Verlage arbeiten in so einer Sache eher nach dem Prinzip: "Rufen Sie und nicht an! Wir melden uns bei Ihnen." Pop-Arrangements lohnen sich für Verlage tatsächlich aus urheberrechtlichen Gründen sowie aus Gründen der Nachfrage im Verhältnis zu den Produktionskosten oftmals weniger. Diejenigen, die Komponisten oder Arrangeure suchen, arbeiten normalerweise sehr professionell. Die anderen haben ohnehin ihre eigenen Bearbeiter.

Neben Verlagen suchen übrigens auch Produktionsfirmen gelegentlich gute Arrangeure für ihre Bands. Diese Leute werden allerdings eher übers Kontakte-Netzwerk oder über Musikhochschulen hochkompetitiv rekrutiert. Die Arrangeure werden dann auch oft in den ganzen Produktionsprozess eingebunden. Da geht es aber auch extrem professionell zu, weil jede Arbeitsminute im Studio viel Geld kostet. 

Was ich Dir aber empfehlen möchte: Baue besser direkt Kontakte zu Ensembles auf, die so eine Musik singen/spielen wie Du sie schreibst. Ihnen kannst Du deine Arrangements anbieten und maßschneidern. Und so wächst man auch in die Tätigkeit hinein bzw. sieht bald einmal, ob und wie man bei anderen mit seiner Arbeit ankommt. Viele Gruppen haben gerne Unikate als Arrangement. Je nach Qualität und Umfang des Arrangements sowie in Abhängigkeit von deiner Reputation kannst du um €50 bis €250 - oder was eben gezahlt wird -  pro Arbeit verlangen. Möglich sind auch Zusatz-Beträge, wenn ein Stück aufgeführt oder besonders beliebt wird. Der Vorteil bei dieser Strategie: Du bist in direktem Kontakt mit den Aufführenden und musst Dich nicht vorrangig mit Problemen des Urheberrechts befassen, weil die Musiker bzw. die Veranstalter das Stück bei Aufführungen selbst anmelden müssen. Und du hast immer direktes Feedback und hörst dein Werk evtl. auch von der Bühne. 

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Sehr unwahrscheinlich - Verlage planen sowas und haben ihre Leute.

Natürlich gehören dir auch die Kompositionen nicht.

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Die vier großen Verlage in Deutschland sind Universal, BMG und Sony/ATV (alle in Berlin) sowie Warner (in Hamburg). Aber dort gibt es kaum noch Menschen mit profunden Notenkentnissen. Deshalb macht das Einreichen von Noten dort keinen Sinn. Aber auch bei den kleineren Verlagen gilt: Interessant sind dort fast nur fertige Audioproduktionen. Oder aber es werden Leute beauftragt, die schon vieles vorzuweisen haben und persönlich bekannt sind. Aber interessanterweise erfahren Noten zur Zeit gerade eine Aufwertung. Denn bei Musik lässt sich heute fast nur noch im Live-Bereich Geld verdienen. Und die Noten gehören nun mal zum Live-Bereich. Also: vielleicht wird es bald besser!

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Für Arrangements gilt UrhG § 23:

"Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen des Werkes dürfen nur mit Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten oder umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden."

Und mit Einwilligung des Vertragspartners des Urhebers, siehe UrhG § 31 - also meist einer Plattenfirma oder eines Musikverlages.

Aber das erledigt für dich meist dein Musikverlag. Welcher Lust hat, kann ich nicht sagen. Einfach anschreiben und die Leute gleich fragen, wer sonst noch Interesse haben könnte an deinem Material.

Gruß aus Berlin, Gerd

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