Armenien/Türkei

9 Antworten

Wenn trotz haufenweiser vorliegender Beweise immer noch von der offiziellen Türkei geleugnet wird, daß das Osmanische Reich durch planmäßig durchgeführte, brutale hunderttausendfache Morde an nicht nur Armeniern, sondern auch an (as)syrischen Christen (was wirft man denen eigentlich vor, um die Morde zu rechtfertigen?) schuldig geworden ist, dann ist das für die Nachkommen der Opfer unerträglich, allein dies ist Grund genug, endlich die historische Wahrheit anzuerkennen. 

Deine Frage müsste zum Teil anders formuliert sein: die meisten Armenier von heute haben wenig oder gar kein Interesse an dieser Medien-Sensation. Auch "das Geld", über das hier mehrere Kommentatoren schreiben, ist nur zweitrangig; und die "moralische Verantwortung" zählt in der Politik auch heutzutage und gemeinhin nur dann, wenn das "nützlich" ist. Mein Vorschlag zum Verständnis lautet: zur Zeit des 1. Weltkriegs zählte das Osmanische Reich und der Irak zu den "Mittelmächten", die es anders aufgestellt, zur Zeit des 2. Weltkriegs nochmal gab. Wir erleben heute eine erstarkende und selbstbewusster werdende Türkei; da heisst es: "wehret den Anfängen"; jeden Keim für eine 3. Auflage an Mittelmächten sofort zu ersticken; (s. Kritik an Erdogan); die treibenden Kräfte sind aktuell nicht die Armenier; es sind vielmehr die Enkel und Urenkel der ursprünglichen "Allierten". Unsere Volksvertreter können sich da nur lächerlich machen. Leider ist eine vernünftige Lösung nicht in Sicht.

Zuerst könnte mal heftig darüber gestritten werden, ob die Wanderung der Armenier 1915-1917 ein "Exodus" war, oder eine "Deportation", oder eine Mischung von beidem; die Versammlung auf dem "Musa Dag" bzw. "Djebel Musa" spricht eher für einen "Exodus", den die seinerzeitige armenische Führung selbst gesteuert hat; kaum vorstellbar, dass die Osmanen die Leute auf diesen Berg deportiert hätten; (wenn man die Gegend kennt); auch sonst mangelt es an etwaigen Deportations-Ziele in den türkeifeindlichen Kommentaren. Nach meinem Quellenstudium hatte es direkte Morde kaum, vielleicht gar nicht, gegeben; allerdings sind andere einheimische Völker wohl "knauserig" mit Unterstützung der Wandernden gewesen. Über das, was unterwegs Krankheiten, Unhygiene, evtl. Seuchen angerichtet haben, herrscht Schweigen. Passt nicht in die Propaganda.

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Wenn das mit dem Armeniern in der Türkei anerkannt wird, wird dann auch das was denn Kurden angetan wurde auch anerkannt.
Dann hat die Türkei keine Chance.
Denn die Türkei muss dann den Kurden und den Armeniern für das Blut was sie unnötig vergossen haben vieles zurück zahlen; es kann Lösegeld sein oder etwas Land.
Vielleicht auch beides Geld und Land.

❤️💙💛 hoffen wir das beste ❤️💛💚

Bei zu viel Alkohol: Hände weg vom Handy.

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