Arme Jugend von früher?

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3 Antworten

In der europäischen Geschichte galten bis zur Aufklärung alle Kinder mit 7 Jahren als Erwachsene und mussten auch die entsprechende Arbeit leisten - als Bauernkind auf dem Feld/im Stall, mit 7 Jahren wurden Kinder der besseren Gesellschaft in die Lehre (7 Jahre (siehe Märchen: 7 Entwicklungsjahre), die Eltern mussten dafür bezahlen), in eine andere Familie (als Page) oder ins Kloster/in die Schule geschickt.

In der Aufklärung wurden Kinder zwar als Kinder wahrgenommen (mit 14 galt man als erwachsen), die Zeit, mit 7 das Haus zu verlassen, ist aber bis heute geblieben (Schuleintritt mit 7 Jahren), ebenso wie die 7 Jahre "Lehrzeit" (mit 14 Konfirmation oder Jugendweihe).

In der Industrialisierung ist Kinderarbeit etwas ganz Normales, teilweise aber schon von 4-Jährigen, was neu war.

Jugendlich zu sein und gepampert zu werden ist eine sehr moderne Erfindung des 21. Jahrhunderts (seit den 70er Jahren), die aber nur in den westlichen Industriestaaten vorkommt. In allen anderen Ländern der Welt gilt, dass man schon früh zum Lebensunterhalt der Familie beitragen muss, das wird als ganz normal empfunden.

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Holz hacken, Kamine fegen, Kartoffeln lesen, Beeren pflücken, Wasser vom Brunnen oder Bach holen, zur Sonntagsschule gehen, Bibel lesen, spielen, Stall ausmisten, Äpfel aufsammeln, Garten gießen, ...

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