Arm taub und schmertzt?

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4 Antworten

Ferndiagnosen und "Hobbymediziner" zu fragen sind in etwa genauso sinnvoll wie Google zu befragen. Man ist verunsichert und es kommt nichts Gutes dabei raus. Wenn es nicht besser wird geh zum Arzt. Der wird eine Diagnose stellen.

Hör auf deinen Körper und auf deinen Verstand. Schon mal gehabt? Wenn nein aufpassen und bei anhalten gleich zum Arzt. Ebenso bei Dingen die einen verunsichern.

Es ist dein Körper und deine Gesundheit. Besser einmal zu oft als einmal zu wenig mit einem Arzt darüber sprechen.

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Kommentar von NightFighter14
16.01.2016, 11:07

Danke! Werde dann gleichmal einen Termin ausmachen...geht man da dann am besten zum hausarzt oder gleich ins Krankenhaus???

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Kommentar von vibro3003
16.01.2016, 11:10

In Notfällen und akut Fällen ins KH. Ansonsten Hausarzt. Der wird dich in solchen Dingen ggf. An einen Facharzt verweisen

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Könnte eine Durchblutungsstörung sein oder ein Nerv eingeklemmt. Z.b karpaltunnel syndrom.

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Beim Karpaltunnelsyndrom (KTS, Medianus-Kompressions-Syndrom, andere Schreibweise: Carpaltunnelsyndrom, CTS) liegt eine Schädigung eines Nerven im Handbereich, des Nervus medianus (Mittelnerv), vor. Der Karpaltunnel (auch Karpalkanal genannt) ist der Raum zwischen den Handwurzelknochen und dem darüberliegendem Karpalband (Ligamentum carpi transversum), durch den verschiedene Sehnen und der Medianus-Nerv verlaufen. Dieser Nerv ist für die Empfindungsfähigkeit des Daumens, Zeige- und zum Teil auch Mittelfingers zuständig. Außerdem ist er für die Steuerung bestimmter Hand- und Finger muskeln verantwortlich.

Die Schädigung des Nervens führt folglich zu Symptomen wie nächtlichem Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich von Daumen bis Mittelfinger. Im späteren Stadium können auch Schmerzen beim Greifen auftreten oder sich die Muskeln des Handballens abbauen (siehe Abschnitt "Symptome"). Das Karpaltunnelsyndrom kommt vor allem bei älteren Menschen vor, wobei Frauen drei- bis viermal häufiger betroffen sind als Männer.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein Karpaltunnelsyndrom tritt auf, wenn der Karpalkanal im Verhältnis zum Raum, den die darin enthaltenen Strukturen benötigen, zu eng ist. Da der Raum innerhalb des Karpaltunnels begrenzt ist, steigt dann der Druck innerhalb des Tunnels und damit auch auf den Nerven und die kleinen Gefäße, die ihn mit Blut versorgen. Werden diese Gefäße zusammengedrückt, können sie dem Nerv nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe liefern, wodurch er in seiner Funktion beeinträchtigt ist und langfristig Schaden nehmen kann. Es entstehen Symptome wie Taubheitsgefühl und Schmerzen in Daumen bis Mittelfinger der betroffenen Hand und im fortgeschrittenem Stadium kann es sogar dazu kommen, dass sich die Muskeln im Bereich des Daumenballens abbauen (siehe Kapitel Symptome). 

Ursachen für ein Karpaltunnelsyndrom können zum Beispiel sein:

• Anlagebedingter anatomischer Engpass, zum Beispiel bei bestimmten Varianten eines Handwurzelknochens, des sogenannten Os hamatum
• Schwellungen der Sehnenscheiden (unter anderem durch Überlastungen, bei rheumatischen Erkrankungen, bestimmten Stoffwechselstörungen oder in der Schwangerschaft)
• Brüche der Speiche oder von Handwurzelknochen, die bei ihrer Verheilung zu einer Veränderung der knöchernen Strukturen führen
• Arthrose des Handgelenks mit den durch sie bedingten knöchernen Veränderungen
• Andere raumfordernde Veränderungen im Handgelenksbereich

In seltenen Fällen tritt das meist chronisch verlaufende Karpaltunnelsyndrom auch in akuter Form auf. Es kann zum Beispiel im Anschluss an Brüche und Verrenkungen von Speiche und Handwurzelknochen entstehen oder durch Blutungen im Bereich der Handwurzel.

Die Symptome eines Karpaltunnelsyndroms kann man provozieren: Beugt man das Handgelenk sehr stark (zum Beispiel beim Fahrradfahren oder nachts im Schlaf), verringert dies die Durchblutung. Besteht ohnehin schon ein Engpass, kommt es dann zu Beschwerden, wie dem typischen Kribbeln oder Taubheitsgefühlen. Durch eine starke Belastung können sich außerdem die Sehnenscheiden entzünden, was dazu führt, dass sie sich verdicken und mehr Raum benötigen. Dies kann ebenfalls ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen.

Äußere Einflüsse spielen beim Karpaltunnelsyndrom (KTS) insgesamt nur eine geringe Rolle, es ist fast immer anlagebedingt. Risikofaktoren für ein Karpaltunnelsyndrom sind zum Beispiel Zuckerkrankheit (Diabetes), rheumatische Erkrankungen und eine Schwangerschaft.

 Normale Alltagsaktivitäten wie Schreiben, die B edienung eines Computers oder Sport erhöhen nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Karpaltunnelsyndrom auftritt. Auch die Temperatur hat keinen Einfluss. Starke berufliche Handgelenksbelastungen mit anhaltend wiederkehrendem Abknicken der Hand im Handgelenk (zum Beispiel bei Montagearbeiten) können das Auftreten eines Karpaltunnelsyndroms dagegen fördern. Wer solche Tätigkeiten ausübt, sollte daher auf regelmäßige Pausen achten.

Symptome

Zu Beginn eines Karpaltunnelsyndroms macht sich die Erkrankung durch Beschwerden wie schmerzende oder kribbelnde Finger bemerkbar, die aber nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Teilweise strahlen diese Beschwerden bis in den Arm aus. Für die Betroffenen fühlt es sich an, als seien ihnen Daumen bis Mittelfinger „eingeschlafen“. Es können auch Schmerzen in Daumen bis Mittelfinger, eventuell sogar ausstrahlend bis in den Arm auftreten. Mediziner bezeichnen dies als "Brachialgia nocturna parästhetica". Durch Reiben oder Schütteln der Hand verschwinden die Symptome meist rasch wieder.

Quelle:
http://m.apotheken-umschau.de/Karpaltunnelsyndrom

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Kommentar von NightFighter14
16.01.2016, 11:05

Hallo! Erstmal danke für die schnelle Antwort. Kann es bei diesem Syndrom denn auch sein, dass die GANZE Hand wie "eingeschlafen" ist oder wirklich nur die drei finger? Und irgendwie strahlt die Taubheit auch nicht wirklich in den Arm aus sondern sie ist schon da. also der ganze arm ist taub von der schulter bis in die fingerspitzen  :(

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Aufgreifend:  (Könnte eine Durchblutungsstörung sein oder ein Nerv eingeklemmt. Z.b karpaltunnel syndrom.) 

Wenn Nerven nicht durchblutet werden, sterben diese ab. Stück für Stück für Stück. Eine Reaktivierung ist sehr aufwendig aber notwendig!!

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Bestimmt ein Nerv eingeklemmt.

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