Argumente: Sozialdemokratie und Kommunismus keine Gegensätze

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Erstmal stehen sich die beiden Begriffe näher als sie voneinander wegrücken. Eine Sozialdemokratie ist eine Regierungsform, Kommunismus eine Ideologie. In einer Sozialdemokratie herrscht ein Wahlsystem, das den größten Teil der Bevölkerung zum Wählen legitimiert. Außerdem ist die Regierung bestrebt darin, den weniger verdienenden Unterstützung anzubieten und damit für einen Ausgleich zwischen Arm und Reich zu sorgen. Der Kommunismus besagt, dass jeder nach seinen Bedürfnissen Anteile am Gesamtwohlstand bekommt. Eine Sozialdemokratie kann Gesetze dazu erlassen, Menschen nach dem Solidaritätsprinzip zu helfen und trotzdem Firmen Autonomie gewähren, aber dennoch kommunistisch eingestellt sein, also im Sinne ihrer Möglichkeiten immer bedürfnisgerecht handeln.

vlt. kannst du mir auch da helfen...Marx sagt ja, der Staat löse sich von selbst auf, wenn es keine Klassenunterschiede mehr gibt... meint er damit nur die Monarchie oder auch die Demokratie... es spricht ja theoretisch nichts gegen demokratische Entscheidungen, wenn alle gleich sind

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@Singvogel97

Er meint damit, dass so etwas wie ein Staat, der den Zweck hat, mittels Normen und Rechten den Menschen anzuordnen, dass sie sich untereinander unterstützen sollten. Bei einem Kommunismus nach Marx müssten es die Menschen nicht mehr tun, da von selbst aus bereit sind, die jeweils anderen zu unterstützen. Er meint damit nicht direkt die Regierungsform sei veraltet, sondern eher die Aufgabe, die der Staat zu erfüllen hat. Dass es immer noch gewählte Vertreter geben kann, um besser auf Dinge aufmerksam zu machen, wie es bei einer Demokratie üblich ist, ist für Marx glab irrelevant.

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Den 3 bisherigen Antworten ist kaum etwas hinzuzufügen. Vielleicht noch, dass die Menschen einfach noch nicht "reif" sind für den Kommunismus, solange der Egoismus nicht überwunden wurde. Andererseits muss man bedenken, dass auch der Kapitalismus nur in einer Aufbauphase(z.B. nach einem Krieg) funktioniert. Sobald dieser erledigt ist, kommt es zum ruinösen Verdrängungskampf, der irgendwann wieder in einem Krieg gipfelt.

Wie mir ein Politiker einmal auf witzige Weiße erklärte, Sozialdemokraten sind ungefähr so wie Bankräuber die kein Blut sehen können und Gewalt verabscheuen (-:

Was er damit meint ist folgendes. Der Kommunismus spricht von gewaltsamer Revolution und der gewaltsamen Umverteilung des Vermögens von reichen Menschen. Was im Prinzip nichts weiter ist als ein Raubüberfall nur mit anderen Worten ausgedrückt.

Der Unterschied ist das Kommunisten bereit sind einen solchen Raubüberfall zu begehen, während die Sozialdemokraten sagen "äh nee... ich weiß nicht... Gewalt und Waffen und Raubüberfall und so, das klingt jetzt alles nicht so gut... können wir nicht auch einfach ohne Waffen in die Bank gehen? Vielleicht geben sie uns ja ihr Geld freiwillig wenn wir sie ganz nett darum bitten?" (-;

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