Argumente für Gott widerlegen?

15 Antworten

Hallo DieAnnaa,

Gegenfrage: Woher stammen diese Sätze, und in welchem Zusammenhang stehen sie?

Definition laut Wikipedia: Ein Argument ...... ist eine Aussage, die zur Begründung einer anderen Aussage gebraucht wird .......Argumente können andere Menschen von der Wahrheit oder Falschheit einer Behauptung überzeugen.

Deine zitierten Sätze sind also keine Argumente für die Existenz Gottes, sondern Thesen für eine bestimmte Sichtweise, die bereits voraussetzt, dass Gott existiert. Sie stellen sozusagen die Sichtweise der Schöpfungstexte aus Gen 1 und 2 in moderner Sprache dar: Während das Alte Testament eine Geschichte erzählt, drückt sich der abendländisch-westliche Mensch lieber in Thesen aus.

Wie jemand das Verhältnis zwischen Gott und Mensch sieht, kann man nicht widerlegen. Man kann höchsten seine eigene Sichtweise daneben stellen und die begründen.

(Übrigens, rein grammatisch: Gott gedenkt des Menschen ....(Genitiv!)

Durch Gott wird der Mensch in die eigentümliche Stellung zwischen Gott und der Welt gebracht.

Das ist kein Argument für irgendwas, sondern nur eine Behauptung.

Das Menschsein des Menschen gründet in Gott, deshalb ist Gott nicht mehr wegzudenken.

Das ist eine Frage nach der Definition des Wortes Menschsein. So wie ich das Wort Menschsein benutze gründet es nicht in Gott, sondern beschreibt einfach das was der Mensch ist, ganz ohne die Existenz eines Gottes anzunehmen. Möchte man es aber so definieren, dass es "in Gott gründet", dann wäre danach erst mal zu beweisen, dass das Menschsein überhaupt auf den Menschen zutrifft.

Es ist also eine sinnfreie Definition dieses Wortes, weil es nichts beschreibt was man beobachtet hat, sondern etwas von dem nicht belegt ist, ob es auf den Menschen zutrifft.

Gott gedenkt dem Menschen und nimmt sich seiner an. Dies ist Voraussetzung dass der Mensch an Gott denken kann und an ihn Glauben kann.

Dass das eine Voraussetzung ist, ist wieder einfach nur eine Behauptung. Angenommen sie gilt, dann folgt daraus auch, dass der Weihnachtsmann existiert, denn es gibt ja Menschen die tatsächlich an ihn glauben bzw. denken. Das ist ja nur dann möglich wenn sich der Weihnachtsmann den Menschen annimmt, also muss er existieren.

Man sieht also wie absurd diese Behauptung ist.

Prinzipiell sind alle diese Argumente Zirkjelschlüsse, die innerhalb der Logik strikt abgelehnt werden, was Religiöse aber nicht weiters interessiert.

Diese Argumente funktionieren nur dann, wenn man die Existenz von Gott von vornherein als gegeben annimmt. Am deutlichsten wird das im Argument an. Da wird vorausgesetzt, dass Gott existiert und sich um die Menschen kümmert. Das ist eine Behauptung ohne jeglichen Beleg, die von der Realität sogar eher widerlegt wird, wenn man z.B. an den Holocaust denkt. Aus der Voraussetzung, Gott gäbe es, lässt sich leicht herleiten, dass es Gott gibt.

Konkreter zum 1. Argument: Hier wird ein Problem mit Gott gelöst, das man ohne Gott gar nicht hätte. Sowas nennt man einen Strohmann abbrennen. Dass es sich auch hier um einen Zirkelschluss handelt, sagte ich bereits.

zum 2. Argument: Auch hier wird Gott vorausgesetzt. Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch nicht von Gott geschaffen wurde sondern sich im Laufe der Evolution entwickelt hat, braucht man auch keinen Gott mehr, um die Schöpfung durch Gott zu erklären. Dann reichen die Erklenntnisse der Naturwissenschaften aus.

Die Voraussetzung des 3. Arguments finde ich einfach nur aburd. Wenn man sich die Realität anguckt, gibt es da keine transzendente Kraft, die sich unser annimmt. Jeder Versuch, da irgendeine Wirkung nachzuweisen, dass es Gläubigen, Religiösen oder Betenden in irgendeiner Weise besser ginge als Atheisten, ist zum Scheitern verurteilt. 


Anders Beispiel für die Anwendung von Zierkelschlüssen:

Es gibt ein Spaghettimonster, das alle Nudelsiebe der Welt erschaffen hat. Ich habe ein Nudelsieb zu Hause und da das nur von einem Spaghettimonster stammen kann, ist das Sieb der Beweis für die Existenz des Spaghettimonsters.


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