Argeitslosengeld bei Umschulung

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6 Antworten

Was sind die Voraussetzungen um trotzdem die Unterstützung bzw. ALG von der Arbeitsagentur zu bekommen?

Man muss arbeitslos sein und laut einem Sachbearbeiter vier Jahre aus seinem erlernten Beruf sein.

Umschulung - die Gründe

Gründe, eine Umschulung zu absolvieren sind z.B.:

  • eine längere Auszeit (Krankheit, Kindererziehung, etc.),

  • wegen der man im alten Beruf keinen Fuß mehr fassen kann

  • eine Berufskrankheit

  • nicht mehr genügend Nachfrage im alten Beruf

  • der alte Beruf lag einem auch einfach nicht mehr.

http://www.arbeitsagentur.net/Umschulung/umschulung.html


Nun möchte ich evtl. nochmal die Schulbank drücken und Musikschullehrerin werden, da ich hier Menschen etwas beibringen kann und mein liebstes Hobby zum Beruf machen könnte.

Kein Grund um eine Umschulung gefördert zu bekommen.

Muss man dazu erst für den ursprünglich erlernten Beruf arbeitsunfähig sein? (Burnout,...??) Was kann man da machen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten bzw. verschiedene Kostenträger für eine Umschulung

  • Agentur für Arbeit, bei Arbeitslosigkeit oder wenn man die Rentenanwartschaftszeit von 15 Jahren nicht erüllt hat ( bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit für seinen jetzigen Beruf)

  • Der Rententräger, wenn man 15 Jahre gerarbeitet hat und aufgrund gesundheitlicher Probleme sienen jetzigen Beruf nichtz mehr ausüben kann/soll.

  • Die Berufsgenossenschaft, z.B. wegen eines Arbeitsunfalls berufsunfähig

Du brauchst also das Attest eines Arztes, der Dir bescheinigt, dass Du im jetzigen Beruf nicht mehr arbeiten kannst/sollst.


doch bekommt man normalerweise kein ALG mehr, wenn man eine Umschulung beginnt.

Falsch, wenn man Anspruch auf ALG I hat bzw, gerade ALG I bezieht und von der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein bekommt, dann bekommt man:

  • z.B. die zweijährige Ausbildung bezahlt

  • Entweder Fahrtkosten zur Schulungstätte oder die Unterbringung am Schulungsort bezahlt, wenn diese weit vom Wohnort ist.

  • ALG I für die Dauer der Unschlung plus 1 Monat nach Abschluss der Umschulung.

( Wenn man z.B. einen Anspruch für die Dauer von 12 Monaten hat und nach 9 Monaten eine zweijähriege Umschulung macht, so bekommt man ab Beginn der Umschulung für 25 Monate ALG I und man fällt nicht ins ALG II, wie es normalerweise nach 12 Monaten von ALGi Bezug passieren würde.)

MfG

Johnnymcmuff

Eine Umschulung durch das Arbeitsamt erfolgt nur, wenn du in deinem erlernten und ausgeübten Beruf arbeitslos wirst und nicht mehr vermittelbar bist.

Dass du dein Hobby zum Beruf machen willst, kannst du nicht auf Kosten der anderen Beitragszahler.

"Burnout" ist nach Ansicht vieler Ärzte überhaupt keine Krankheit.

Vielen Dank für deine Antwort. Nunja, aber Fragen kostet nix ;-) Es ist nicht so, dass es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fällt: "Ach... trallala, jetzt habe ich grade mal keine Lust mehr auf den Job, ich mach was anderes..", sondern es ist eine Entwicklung über Jahre hinweg mit vielen Überlegungen, Kopfrauchen und Bauchschmerzen.

Es ist einfach so, dass ich so, wie es jetzt seit Jahren ist, nicht mehr weitermachen kann (psychisch gesehen - und ich glaube es wäre in einer anderen Firma nicht besser). Da ist schon eine große Angst dabei, dass es mich über kurz oder lang richtig krank macht (das könnte theoretisch alles möglich sein). Und da kann man noch so sehr versuchen, positiv zu denken, es zu verdrängen und zu denken, ach, es gibt ja Schlimmeres (und ich weiß, das ist definitiv der Fall!!!) und andere wären froh um diese Arbeit und um das Geld, doch ab einer gewissen persönlichen Grenze funktioniert es nicht mehr mit der positiven Einstellung und man muss eine Entscheidung treffen. Vor allem sollte man das tun, solange man noch HALBWEGS "jung" ist - mit Anf. 30 - um nochmal ganz von vorn anzufangen. Mein privates Umfeld hat mir geraten, ich soll doch mal prüfen, ob es nicht diese Möglichkeit gibt mit der Unterstützung für eine Umschulung, da ich schließlich schon über ein Jahrzehnt quasi einzahle und theoretisch auch einen gewissen Anspruch hätte. Aber wie gesagt, habe es schon vermutet, dass es nicht ganz funktioniert.

Werde dennoch versuchen irgendwie meinen Weg zu finden und zu gehen - auch wenn ich das alleine stemmen muss - der Versuch wird es sicher wert sein. Manchmal muss man auch um was kämpfen können :-) Und man wird wieder um eine Erfahrung reicher!

Unter uns - ich bin auch der Meinung, dass das mit dem "Burnout" oft missbräuchlich verwendet wird, aber ich kenne tatsächlich Fälle die wirklich ernsthafte therapiebedürftige psychische Probleme durch zuviel Stress (sowohl beruflich als auch privat) bekommen haben.

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Du hast zwar Anspruch auf ALG aber das Arbeitsamt wird dir keine Umschulung genemigen bzw. dich dabei finanziell unterstützen. Das du in dem Beruf keinen Sinn siehst spielt für das Amt keine Rolle. Ich war mal in einer ähnlichen Situation, nur war ich zu dem Zeitpunkt arbeitslos,und durfte mir da vom Amt sagen lassen das eine Umschulung weder Gesundheitbedingt noch Arbeitsmarktbedingt von Nöten sei.

Zumindest bei uns in der Gegend wurden die Kriterien für eine Umschulung in den letzten Jahren immer strenger. Wenn es die Möglichkeit gibt jemanden in seinem erlernten Beruf zu vermitteln dann gibt es keine Umschulung. Und da du ja noch nicht mal arbeitslos bist sind die Aussichten noch geringer.

Vielen Dank für deine Antwort! Ja das habe ich schon "befürchtet". Man bekommt höchstens was, wenn man sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig macht. Aber dazu muss ich erst die Schule machen, denn so ohne eine wirklich fundierte Ausbildung will ich das nicht.

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Das kannst Du nur selbst finanzieren, wie es viele andere auch tun, wenn sie sich weiterbilden oder umschulen.

Danke, irgendwie werde ich es dann schon hinbekommen..

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deine lage kann ich gut nachvollziehen.....

ich wollte auch nach jahren in einen anderen beruf wechseln.... aber zb. eine "nur" unfähigkeit zum erlenten beruf ist kein grund das einen die arbeitsagentur dann zusätzlich finanziell unterstützt oder umschulung bezahlt! die vermitteln einen dann nur in ähnlich gelernte jobs! wenn du die möglichkeit einer umschulung bekommst mußt du das finanziell allein wuppen.

Gut, dass ich nicht die Einzige bin ;-)) Naja, das werde ich schon irgendwie schaffen, wenn ich das durchziehen will. Wäre auch zu schön gewesen... :-/ Und hast du deinen Beruf gewechselt?

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@Chilicookie

hatte nach dem ernüchternden gespräch mit dem amt, mit etwa 25jahren dann versucht eine reguläre 2.ausbildung zu starten..... doch leider verliefen all meine bewerbungen negativ......!! gab diesen wunsch irgendwann halt auf und 3 jahre später schmiss ich endlich meinen gelernten job für ne spontan interessante stelle in der gastronomie hin.

arbeitszeit, spaß, geld, kollegen wurden besser und so mach ich das bis heutre.....!

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Eine Umschulung ist dein "Privatvergnügen"

Was glaubst du, wie viele sich nicht mit ihrem Job identifizieren können? Frag mal die Zeitarbeiter ..

Wenn du so eine gute Musiklehrin bist, mach dich doch selbstständig.

Aber dann wirst du schnell feststellen, dass es nur um Zahlen und Umsatz geht ...

  1. Verstehe ich nicht, warum du so angriffslustig bist, habe sicher nichts schlimmes geschrieben, sondern will mich einfach nur erkundigen - nichts weiter.
  2. Es geht nicht nur darum, dass ich mich damit nicht mehr identifizieren kann, es steckt viel mehr dahinter - psychisch gesehen. Nur kurz angerissen: es wird immer mehr von einem verlangt, immer schneller, höher, weiter,.. wie lange will man das noch mitmachen?
  3. Bin eben keine "Lehrerin", deshalb brauche ich die Ausbildung.
  4. Sollte ich dann weniger verdienen als jetzt, ist es mir auch recht. Lieber habe ich einen erfüllten Job und ein bisschen weniger, als gutes Geld, aber einen besch.. Job, der mich auslaugt und irgendwann vielleicht richtig krank macht.
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