ARGE rechnet mein Kindergeld ab , darf sie das?

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6 Antworten

Ja, dürfen sie.

Dein sogenannter "Gesamtbedarf" wird ermittelt und die Arge schießt nur zu, was an Einkommen fehlt. Kindergeld ist auch Einkommen.

Bei der Anrechnung des Kindergeldes muss Dir der Freibetrag von 30,- € gewährt werden, also werden "nur" 154,- € abgezogen. Schau mal in Deinen Bescheid, das wird oft vergessen.

Es gibt Menschen, die machen Kinder, um vom Vater Staat mehr Geld zu kassieren. Aber in dem Falle funktioniert das nicht!

@Brumfussel

Wenn du denkst Kinder machen lohnt sich heute finanziell, befindest du dich im Irrtum und hast auch keine eigenen Kinder, Solche Stammtischsprüche , ich nenne es üblen Auswurf, gehören in die Kneipe zu den Suffköppen, die Parolen aus der Blöd-Zeitung trainerien weil sie mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind und anderen alles neiden, das ist heute Germany-Life, aber wenn dann selbst arbeitlos alles beantragen was geht. Ich habe diese Sorte oft erlebt.

Und solche Parolen hängen mit Bildungsmangel an der Sachlage zusammen. Kinder bekommt man aufgrund eines gewissen Vergnügens, sind sie einmal da, liebt man sie und ist für sie gerne da, so ein Schmarren das dies eine Geldfrage wäre, höchstens dann in den Planungen ob man Kinder sich leisten könne. Mag es so Menschen geben, keinen Ahnung worauf deine Erfahrungen beruhen sollen, sind aber als Pauschalkeule ungeeignet, Irrelevant und unsachlich. Sprich: unsinniger Spam!

Kinder kosten einen Menge Geld, mehr als man mit SGB Leistungen decken könnte, und das KG wird ohnehin zweckentfremdend von Staat verfassungswidrig angerechnet. Denn das Kindergeld war nie dazu angedacht, den Kühlschrank zu füllen, sondern um mit dem Nachwuchs unter anderem auch mal Unternehmungen zu machen, am sozialem und kulturellem Leben teilzunehmen und Unterstützung zum Leben mit den Kindern. So aber, wird die Armut nur gefördert, dies dich offensichtlich nicht interessiert. Bemerkenswert finde ich aber eher, das solche Kommentare, zumindest so formuliert,  Einzug finden dürfen, anderseits zeigen sie deutlich das heutige Gesellschaftsbild und das sollte einem doch bekannt vorkommen, das rege und unsachliche  Interesse an Mitmenschen und deren Einkommen!

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Das Kindergeld wird als Einkommen angerechnet, das ist richtig.

Aber warum ? Es sind doch zwei vollkommen andere sachen. Ich versteh das nicht genau

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es wird als Einkommen gerechnet, ist so, kann man nichts dran rütteln.

Das Kindergeld gehört zu den "sonstigen Einnahmen" (=nicht aus Erwerbstätigkeit)

http://hartz.info/index.php?topic=17.0

und ist kein Einkommen, das priviligiert und damit anrechnungsfrei wäre. Das ist leider (auch in der Öffentlichkeit) ein weitverbreiteter Irrtum, dass es das Kindergeld "extra" gäbe.

Nein dürfen sie nicht

http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg11-050.html Lese dir mal das Bundesverfassungsgesetz durch.

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@Lexy04

Vielleicht wirfst du da etwas durcheinander (oder ich missverstehe dich).Dass das Kindergeld Einkommen des Kindes ist und seinen Hilfebedarf verringert und daher auf seine ALG2-Leistung angerechnet wird (und nur darum geht es ja hier) , gilt nachwievor und ist mWn bisher auch gerichtlicherseits nicht anderweitig beurteilt worden.

Das, was du vermutlich meinst, betrifft "nur" den Kindergeldüberhang (innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft): Wenn das anrechenbare Einkommen des Kindes höher ist als sein Bedarf, wird vom Jobcenter der Teil seines Kindergeldes, den es nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt, als Überhang auf den kindergeldberechtigten Elternteil übertragen und bei diesem als Einkommen auf seinen ALG2-Bedarf angerechnet.

Nach den Änderungen des Unterhaltsrechts ab 2008 ist Kindergeld aber ausdrücklich Einkommen allein des Kindes und dazu gedacht ist, seinen Barunterhaltsbedarf zu decken (so auch das BVerfG im von dir verlinkten Urteil). Damit dürfte die Übertragung eines eventuellen Kindergeldüberhangs auf die Eltern unzulässig sein... was man ggf. im Widerspruchsverfahren angehen müsste.

Aber darum ging es ja hier nicht. Die Frage war, ob "Kind Bubbles" Kindergeld als Einkommen auf seinen/ihren eigenen ALG2-Bedarf angerechnet werden darf. Und ja, das ist nachwievor so ;)

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