Architektur in der Zukunft

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6 Antworten

Wenn man heute wüsste, wie sich die Zukunft entwickelte, gäbe es keine Wetten zu dem Thema. Aber es gibt diese Wetten. Wetten sind der sichere Beweis dafür, dass wir Menschen etwas nicht wissen. Die größten Banken der Welt machen hauptsächlich damit ihr Geld, Wetten abzuschließen, wie die Zukunft wohl werden wird. Zu den Unwägbarkeiten der Zukunft gehört auch die Entwicklung der Architektur.

Platzprobleme gibt es nicht. Zumindest nicht global betrachtet. Allerdings gibt es sehrwohl Probleme mit Effizienz. Das Bauen in die Höhe ist äußerst ineffizient, also extrem teuer und energieaufwendig. Eigentlich völlig unwirtschaftlich, wenn da nicht der Nutzen der Angeberei wäre. Jeder will allen zeigen, dass er den größten Turm hat. Deshalb ist es auch super, dass die Dinger so unendlich teuer sind - man kann zeigen, dass man sich so einen Turm leisten kann.

Aber nehmen wir das mal zum Beispiel, um die Sinnlosigkeit dieses Wetten auf zukünftige Ereignisse zu verdeutlichen.

Einerseits könnte man denken, dass diese Ressourcenverschwendung, dieses Turmbauen, aufhört, weil es zu einer Ächtung dieser Verschwendung aus Prestigegründen kommt. Aber das Wahrscheinlichste ist dies auf keinen Fall. Weil Menschen nicht das tun, was das Beste wäre. Ächtungen gibt es zwar, aber die setzen sich nicht durch. Menschen sind irrational. Und deshalb unberechenbar.

Anderes Beispiel: Denkbar wäre z.B. auch, dass es zu extremen Umweltveränderungen kommt, die wir nicht mal erahnen - und das hätte extreme Folgen für den Baustil. Weil Architektur extrem abhängig von den Witterungsverhältnissen ist.

Was du also tun kannst, ist: Sammelt Ideen und Gedanken zum Thema, was unsere Welt, unsere Gesellschaft, unsere Umwelt verändern kann und was das für Auswirkungen auf die Architektur hat.

Einige Themen wären Umwelt, Krieg, Politik, Terrorismus, Ressourcen...

Ein ganz dickes Brett, was du da bohren willst! In einer Studie über zukünftige Architektur, die ich 1971 innerhalb meines Architekturstudiums verfasst habe, lag ich total daneben. Ich hatte damals angenommen, zukünftige Bauformen müssten äußerst variabel und nach wechselndem Bedarf leicht und einfach veränderbar sein. Die Entwicklung ist völlig anders gelaufen. Statt dessen hat sich weitestgehend eine Architektur als Ausdruck der Globalisierung durchgesetzt; die Metropolen der Welt werden austauschbar und beliebig, und auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, ob man in Berlin, Sidney, London oder Vancouver ist (abgesehen von den Altstädten). Eine wirklich schwierige Frage, die du da stellst, und ich glaube nicht, dass diese vor dem Hintergrund der verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Strömungen überhaupt zu beantworten ist. Trotzdem viel Glück!

von der Technik her geht der Trend eindeutig zu einem Null-Energiehaus, dh, es wird soviel Energie produziert, zB durch Photovoltaikanlagen, wie auch verbraucht wird. Da die Isolierung eine immer wichtigere Rolle spielt, werden Häuser auch immer kubischer, weil eine einfache viereckige Form am einfachsten zu isolieren ist. Das ist für die nächste Zukunft, sprich in den nächsten 20 Jahren. Wie es darüber hinaus weitergeht, kann höchstens ein Wahrsager wissen ;-)

anni122 03.07.2014, 15:43

danke :) das mit dem Null-energie haus hatte ich auch gelesen,aber wieder vergessen. Hast mich dran erinnert,werde vllt darauf eingehen :)

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Man wird sicher in die Höhe bauen weil Platzmangel herrschen wird. Ich habe mal irgendwo gelesen das in China jetzt ein riesen Hochhaus gebaut wurde wo alles was man zu Leben braucht drin ist also Schwimmbäder, shoppingcenter und Restaurant und sogar Gärten. So ähnlich wird vielleicht mal die Zukunft sein, man braucht nicht mehr raus zugehen.

Außerdem glaube ich das es mitnichten Massenabfertigungen von Hochhäusern geben wird ohne Individualität.

Aber schön wird diese Zukunft finde ich nicht wenn die so wird wie ich denke. Dann lieber schöne Barockhäuser.

was mir dazu einfällt:

Energieeffizienz (Wärmedämmung und so weiter)

effiziente Nutzung von Raum (wie muss eine Wohnung geschnitten/eingerichtet sein, um möglichst viel in wenig Platz zu kriegen?)

Mit 6.Klässlern würde ich aber eher so Fantasien wie "wohnen auf dem Meeresgrund" und so weiter diskutieren. Das ist spannender und regt die Fantasie an. Architektur in der Zukunft kann sich ja auch im fiktiven Jahr 2314 abspielen ;)

In der Zukunft wird vielleicht sehr auf das Material geachtet, und somit auch auf physikalische Eigenschaften (Wärmespeicherung, Belastung, Gewicht usw.)

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