Archäologie Studium - wer kann mir Tipps geben?

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Die erforderlichen Sprachkenntnisse sind der Studienordnung zu entnehmen, die du im Internet finden kannst, das ist von Uni zu Uni unterschiedlich.

Generell hat die Archäologie keine so hohe Durchfaller-Quote wie Jura oder Medizin, aber insbesondere aufgrund der neuen Systeme (Bachelor/ Master) hat auch hier das Studium deutlich angezogen, Scheine = Punkte sind nun häufiger als früher mit Klausuren verbunden, statt wie früher über Mitarbeit, Referat oder Hausarbeit zu laufen.

Der wirkliche Überlebenskampf kommt in der Archäologie erst nach dem Studium. Engagement und Leistung sichern einem nicht zwangsläufig einen Arbeitsplatz, es gehören auch Ausdauer, Frustrationstoleranz und ein ordentliche Quentchen Glück dazu.

Projektbezogene Arbeit im Ausland ist nichts, wovon man in der Archäologie wirklich leben kann. Die meisten Auslandsgrabungen oder sonstige Tätigkeiten laufen über Universitäten oder das DAI (Deutsche Archäologische Institut), untergebracht werden da v.a. feste Mitarbeiter oder mal Studenten o.ä. für kurze Zeiträume von wenigen Monaten.

Die Berufsaussichten hinterher sind alles andere als rosig, das Thema haben wir hier schon oft genug durchgekaut. Feste Stellen sind mehr als rar, die einzige Ausnahme bilden Grabungsfirmen. Der Lohn dort ist allerdings extrem niedrig, und insbesondere außerhalb der Grabungssaison werden viele Mitarbeiter ausgestellt. Ansonsten besteht die Welt nach der Uni für viele aus befristeten Aufträgen oder Stellen (Volontariate, Erfassungsarbeiten etc.), die meist ins Nichts führen. Auf die Handvoll Stellen, die jährlich ausgeschrieben werden, bewerben sich Dutzende oder gar Hunderte von Absolventen. Als Freiberufler (so wie ich z.B.) verdient man verhältnismäßig gut, aber man trägt das gesamte Risiko selbst, bezahlter Urlaub oder Krankheitstage, sowas ist schwer zu realisieren.

Insofern erfordert das Leben als Archäologe einen hohen Grad an Flexibilität, denn du kannst dir nach dem Abschluß kaum aussuchen, was du arbeiten möchtest. Dazu brauchst du ordentlich Frustrationstoleranz; ich kenne kaum jemanden, der nicht schon einmal mit vollem Elan auf etwas hingearbeitet hätte und dem das Projekt dann nicht doch noch geplatzt wäre.

Der Arbeitsmarkt ist bisher gar nicht auf Bachelor eingestellt, und ganz ehrlich, Archäologie ist so ein weites Feld, da stehst du nach 3 Jahren Studium noch ganz am Anfang, insbesondere für praktische Arbeiten ist man kaum qualifiziert. Leider gibt es viele Uni-Abgänger, die sich mit ihrem Abschluß für den König der Welt halten, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung von der realen Arbeitswelt im Fach zu haben. Selbst für Master sieht die Situation nicht wesentlich besser aus, da selbst bei schlecht bezahlten, zeitlich befristeten Stellen (z.B. Volontariat am Museum am Ende der Welt) oft schon zumindest eine laufende Promotion erwartet wird. Selbst wenn nicht, gibt es dann doch neben den Mastern/ Magistern eine Vielzahl höher qualifizierter Bewerber.

Das Studium fand ich damals sehr schön, allerdings hatte man im alten Magisterstudium auch noch viel mehr Möglichkeiten, sich seinen eigenen Stundenplan zu basteln.

Letzten Endes ist nur eines zu raten: Sammel vor und während des Studiums soviel praktische Erfahrung wie möglich. Arbeite bei Grabungsfirmen mit, mach Museumspraktika, verlass dich nicht nur auf das Angebot der Uni, denn das bereitet dich weder auf die reale Welt vor, noch hast du eine Chance, Kontakte zu knüpfen, und die sind in der Archäologie besonders wertvoll.

Mit den Vorstellungen und den Voraussetzungen bin ich fast geneigt dir zu raten, überleg dir das noch mal.

Latein habe ich auch erst während des Studiums nachgeholt, aber ich konnte zu dem Zeitpunkt schon fünf moderne Fremdsprachen, die auch wirklich brauchte. Am Ende meiner Magisterarbeit war ich bei 15, die ich lesen und verstehen konnte. Ohne eine gewisse Sprachaffinität kommt man in der Archäologie nicht weit.

Der eigentliche Überlebenskampf beginnt nach dem Studium. Und dagegen ist das Rechtswissenschaftsstudium ein Scherz. Du wirst schneller aus Projekten rausgemobbt, als du überhaupt Puh sagen kannst, wenn du "nette" Kollegen hast. Projektbezogene Tätigkeiten im Ausland kannst du knicken. Die haben eigene Leute, die holen sich in der Regel nicht auch noch Fremde ins Land.

Du wirst schneller aus Projekten rausgemobbt, als du überhaupt Puh sagen kannst, wenn du "nette" Kollegen hast.

Genau. Das können vorher noch Freunde gewesen sein, wenn die meinen, du hast die bessere Position und sie wollen sie, ist eine Freundschaft schnell vergessen, so kuschelig an der Uni noch alles gewesen sein mag.

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