Arbeitszeungiss Benotung / Beanstanden

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo Robert,

und wieder mal- nur auf Basis von einem solchen Textauschnitt lässt sich keine konkrete, seriöse Gesamtwertung herausarbeiten. Zudem ergibt sich die Aussage eines Zeugnisses nur bedingt aus der Summe der getätigten Einzelwertungen.

Für die sinnvolle Bewertung und Kommentierung eines Zeugnisses benötigt man den vollständigen Text, quasi von der Über- bis zur Unterschrift. Grundsätzlich sollten der zu würdigende Zeitraum, die erlernte bzw.bekleidete Tätigkeit, die Branche und die Unternehmensgröße genannt werden.

Möglicherweise bedarf es in gerade diesem Fall aber auch weiterer Angaben, die einen erheblichen Einfluss auf die in deinem Zeugnis enthaltene Wertung haben können.

Der Text eines Zeugnisses beginnt nunmal mit dem Wort Zeugnis oder einem seiner Verwandten und er endet mit einer Unterschrift. Nur in diesem Kontext lässt er sich halbwegs seriös werten. Fast jede Formulierung in einem Zeugnis kann in einem geänderten Zusammenhang für eine gänzlich andere Aussage stehen. Jede der auf den ersten Blick positiven Aussagen kann durch den ausgelassenen Teil abgewertet werden.

Gleich mal der erste Satz gefällt mir nicht, weil das ja heißen würde das ich nur die Arbeiten erledigt habe die mir zugetragen wurden, obwohl das gar nicht der Fall war.

Das hängt von der von dir bekleideten Position und Tätigkeit ab, üblicherweise handelt es sich um eine allgemeine Leistungsbeurteilung die für sich gesehen für eine diesbezüglich sehr gute Wertung steht. Einen zuverlässigen Rückschluss auf Aussage und Gesamtwertung des Zeugnisses lass dies aber nicht zu.

Des weiteren würde ich gerne wissen wie ihr das Zeugniss beanstanden würdet.

da gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die für deinen Fall richtige Variante herauszufinden müsste man das Zeugnis im Grunde sogar als Originaldokument kennen, also nicht nur den vollständigen Text. Viele form- und sonstige fwehler erschließen sich erst dann.

Es war eine einvernehmliche Kündigung

Eine Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung.

Das widerspricht doch deutlich einer Möglichkeit von Einvernehmlichkeit.

Der Satz "Herr x verlässt unser Haus in beiderseitigem Einvernehmen" deutet auf einen Aufhebungsvertrag hin, welcher zumeist dann geschlossen wird wenn sich ein Arbeitgeber von einem ungeliebten Arbeitnehmer schnellstmöglich und vor allem problemlos trennen möchte.

Grundsätzlich kannst du untersagen dass dieser Satz verwandt wird.

Wir wünschen ihm für die Zukunft sowohl persönlich als auch auf seinem beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg

diese Schlussformulierung steht für die Bestätigung einer zuvor geäußerten, kaum noch durchschnittlichen Gesamtwertung und beinhaltet zudem den Hinweis auf einen tendenziell freizeitorientierten, ehemaligen Mitarbeiter.

Also Robert, stelle dein Zeugnis zumindest als Text entweder hier- oder besser unter http://arbeits-abc.de/forum/arbeitszeugnisse/ anonymisert aber vollständig ein, dann kann auch dir sinnvoll geholfen werden.

Wurde Dir gekündigt oder hast Du einen Aufhebungsvertrag unterschrieben? So fass ich das auf jeden Fall auf mit "beiderseitigem Einvernehmen"

Robert12341 04.08.2014, 13:17

Es war eine einvernehmliche Kündigung

0
DerCAM 04.08.2014, 16:00
@Robert12341

Eine "einvernehmliche Kuendigung" ist, wenn einer sagt: "Ich will nicht mehr" und der andere antwortet: "Na endlich!".

1

"erledigte alle seine übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" - wenn ich mich richtig erinnere, dann wird das, in Noten ausgedrückt, mit einer 1 übersetzt, also besser geht es nicht;)

Um sicher zu gehen, kann ich aber auch noch einmal nachsehen.

XAjanaX 04.08.2014, 13:20

So, ich habe noch mal kurz recherchiert... Meine Aussage ist so weit richtig, der erste Satz hat beinhaltet also die Gesamtnote "sehr gut".

Problematisch ist eher die Stelle mit dem gegenseitigen Einvernehmen. Dazu habe ich diesen Artikel gefunden: http://www.focus.de/finanzen/karriere/bewerbung/tid-17342/arbeitszeugnis-kuendigung-aus-gutem-grund_aid_483297.html Vielleicht schaust du da mal rein? "in beiderseitigem Einvernehmen" wird von zukünftigen Arbeitgebern halt doch gerne mal mit "er ist gegangen worden" übersetzt...

0

Die Kündigung erfolgte einvernehmlich.

Nightstick 05.08.2014, 22:24

Es gibt im Arbeitsrecht keine "einvernehmliche" Kündigung!

Eine Kündigung ist eine einseitige (!) Willenserklärung zur Beendigung eines bestehenden Vertragsverhältnisses - nicht mehr, und nicht weniger.

0

Hi robert,

bis auf kleine sticheleien ist das ein Gutes Zeugniss.

Du solltest damit zufrieden sein.

Einzig was mich stören würde ist der satz::Herr x verlässt unser Haus in beiderseitigem Einvernehmen.

Was war der Grund??

Die Frage kommt bestimt.!

Lg.

erledigte alle seine übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

das ist ne glatte "1"

das was ich lese - es fehlt ja die andere Hälfte - ein sehr gutes Zeugnis - sei zufrieden

Was möchtest Du wissen?