Arbeitszeugnis erst nach 6 Monaten?

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6 Antworten

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis bei Beendingung des Arbeitsverhältnisses.

Ein Arbeitszeugnis soll dazu beitragen, dass du schnell wieder einen in den Arbeitsmarkt integriert werden kannst. Wenn das Zeugnis erst Monate später ausgestellt wird, hilft es dir nicht weiter.

Daher ist es nicht zulässig, wenn die Ausstellung eines Zeugnisses solange Zeit in Anspruch nimmt.

Ich laube, das hast Du falsch verstanden. Der Arbeitgeber würde erst ein Zeugnis ausstellen, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate bestanden hat!

So habe ich es jedenfalls verstanden.

Wenn dies so ist, ist der Arbeitgeber allerdings auf dem Holzweg. Gemäß § 109 GewO und § 630 BGB ist der Anspruch vorhanden, der jedoch nachweislich (!) geltend gemacht werden muss.

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@Nightstick

Oh, ich habe verstanden, dass der Arbeitgeber das Zeugnis erst in 6 Monaten ausstellen will. Sorry. Dann ignoriert meinen Kommentar einfach. 

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Was soll ein Arbeitgeber denn nach 2 Monaten groß schreiben? Da hat er dich ja kaum kennen gelernt.

Ein qualifiziertes Zeugnis kannst du da nicht erwarten.

Aber ein einfaches Arbeitszeugnis in Form einer Arbeitsbescheinigung steht mir doch an sich zu oder etwa nicht? Von einem qualifizierten Zeugnis bin ich nicht ausgegangen.

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@LauraLngfld

Dass du von...... bis ...... dort gearbeitet hast, muss er natürlich bestätigen.

Schreib es einfach selbst, und lass es abzeichnen.

Auch deine Krankenkasse kann dir das bestätigen.

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@DerHans

Man sollte grundsätzlich keinem Zeugnisberchtigten raten, sich das Zeugnis selbst zu schreiben, wenn er nicht selbst aus dem Personalbereich stammt - das geht in der Regel schief!

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@Nightstick

Sie soll sich die Arbeitsbescheinigung selbst vorschreiben.

Was soll denn bei einem Zeugnis nach 2 Monaten heraus kommen?

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@DerHans

A) Eine Arbeitsbescheinigung (einen sog. "Dreizeiler", war von ... bis ... als ... beschäftigt) vorzuschreiben, macht überhaupt keinen Sinn. In der Zeit hat die Sekretärin schon den Briefbogen eingespannt!

B) Weiß ich auch nicht - manche Arbeitgeber schreiben (sinngemäß), dass "in der kurzen Beschäftigungszeit keine abschließende Beurteilung möglich war". Dann ist deren Pflicht wohl Genüge getan. Dagegen dann zu klagen, wäre wohl unsinnig.

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Grundsätzlich kann man als Arbeitnehmer immer ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangen. Lt. dem Landesarbeitsgerichts (Urteil vom 30.3.2001 – 4 Sa 1485/00) ist dies aber erst nach einer Tätigkeit von ca. 6 Wochen praktisch sinnvoll, weil man erst da die eigentliche Tätigkeit ausreichend beurteilen kann.

Somit könnte man nach 2 Monaten durchaus ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangen.

Das ist nicht so wichtig, man kann ja im Lebenslauf den Job angeben. Das ist irgendwie gleich gut, wie ein Arbeitszeugniss. Aber Du kannst klagen, das hab ich auch schonmal gemacht. Das kann man beim Arbeitsgericht machen, und Du mußt Dir dafür einen Vordruck vom Gericht mitnehmen, der heißt Prozeßkostenhilfe. Viel Glück!

Zumindest Deine ersten beiden Sätze sind falsch!

Der Beweis für einen Eintrag in den Lebenslauf ist das jeweilige Zeugnis!

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das ist meine ich nicht rechtend

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