Arbeitszeugnis als Verkäufer in Teilzeit?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Der Anspruch (!) auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses ergibt sich aus den folgenden Rechtsquellen: § 109 Gewerbeordung (GewO) und § 630 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Dieser Anspruch muss jedoch auch gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden, ansonsten würde dieser i.d.R. nicht aktiv werden, und der Angestellte ginge leer aus. Dies ist in der heutigen Zeit und hierzulande allerdings nicht zu empfehlen.

Möchte der Angestellte statt eines "einfachen" Zeugnisses (xxx war von... bis... als... bei uns beschäftigt) ein "qualifiziertes" Zeugnis (mit zusätzlicher Angabe der Führung und Leistung) haben, muss er dies bei der Beantragung gesondert erwähnen!

Über diese Phasen bist Du offensichtlich schon hinaus. Nun ist es allerdings so, dass der Arbeitgeber (!) das Zeugnis zu erstellen hat, und dies nicht auf den Arbeitnehmer abwälzen darf. Wenn dieser nämlich nicht die entsprechende Sachkenntnis besitzt, und sich ggf. sogar selbst ein schlechtes Zeugnis schrieben würde, hätte er sich damit selbst "ins Knie geschossen". Hierbei ist nämlich auch die immer noch vorhandene "versteckte Zeugnissprache" zu beachten, die unter den Arbeitgebern herrscht.

In Deinem Fall würde ich den Arbeitgeber höflich darauf hinweisen, dass Du keinerlei Erfahrung im Zeugnisschreiben hast, und ihn bitten, das Zeugnis selbst zu verfassen. Wenn Du es dann (spätestens am letzten Arbeitstag) in den Händen hast, empfehle ich Dir, den Text hier vollständig (!) und fehlerfrei einzustellen (Namen und Geburtsdaten durch xxx ersetzen). Dann werden wir es bewerten...

Viel Erfolg!

Auch wenn du "nur" in Teilzeit gearbeitet hast, steht dir selbstverständlich ein Arbeitszeugnis zu.

Hallo Jahrgang92, Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, Dir ein "QUALIFIZIERTES" Arbeitszeugnis auszustellen. Natürlich nur, wenn Du ihn dazu aufforderst. Im Internet kann man sich dann über den Wortlaut der beurteilung schlau machen. Wenn das Zeugnis nicht Deiner Leistung oder Deiner Arbeit als solches entspricht, ist er auch verpflichtet das Zeugnis nachzubessern. Und Vorsicht: Für Dich positiv klingende Sätze müssen in der "Übersetzung" nicht unbedingt auch positiv sein.

Ja das Zeugnis steht Dir zu und du brauchst es auch!

Oft ist das so, dass der Arbeitgeber sagt: Formulieren Sie selbst! (Um Arbeitszeit zu sparen) Ich habe mir selbst schon mehrmals mein Zeugnis selbst geschrieben, aber bei mir ging es mehr sagen wir mal um den fachlichen Überblick, in deinem Fall geht es um die Kopfnoten. Und wenn du es selbst formulierst und keine Erfahrung darin hast, kannst Du dich böse ins Bein schießen, weil Du die Formulierungen nicht kennst!

1) Dir steht es zu, dass er das macht und Zeit aufwendet, das ist das Beste! aber Du musst selbst beurteilen, wie der Chef so tickt! Ist er genervt , dann fällt die Beurteilung vielleicht extra kurz aus, was eine Aussage an sich ist - später als negativ gewertet wird.

2) Rat suchen! (Gewerkschaft, womöglich Bundesagentur oder Jobcenter) oder jemand aus Bekanntenkreis, der sich mit Zeugnissen auskennt

3) Falls das alles aus deinem Befinden heraus nicht geht, und du selbst formulieren musst, dann folgende Muster

http://www.arbeitszeugnis.de/arbeitszeugnis-muster.php?profilid=94&profilname=arbeitszeugnis-muster-verkaeufer-verkaeuferin

@findesciecle

Dass eines der Zeugnisse nicht vollständig und die anderen beiden bestenfalls durchwachsen sind, ist dir aber bewusst, oder?

0
@AanAllein

Nein - danke dass Du darauf aufmerksam machst : Ich habe so gegoogled - dass ich mir sicher war nur sehr gute Noten auftauchen. Ich hab tatsächlich nicht gründlich gelesen

1) dass das zweite unvollständig ist - macht der Text allerdings selbst klar

2) Du hast recht: das erste ist nicht gut - aber die anderen???? das 2. soll eher einen Baukasten darstellen und 3. wird im Forum ja diskutiert und dekonstruiert - dass muss sie natürlich mitlesen

0

Was möchtest Du wissen?