Arbeitszeitrecht

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4 Antworten

Wenn 8 Stunden im Dienstplan stehen, dann muss der Chef auch 8 Stunden bezahlen, unabhängig davon, wann er Dich nach hause schickt.

Die Frage nach den Feiertagen ist so nicht zu beantworten, wenn wir die Regelung in Deinem Arbeitsvertrag nicht kennen, denn grundsätzlich hat ein AN kein "Recht" auf Feiertagsarbeit oder Überstunden.

iodzahl1234 19.06.2011, 17:17

kurz und knapp. Da Sie der erste waren, habe ich ihre Antwort als hilfreichste Antwort markiert.

Also ich dürfte jetzt sozusagen vors Gericht gehen, weil mich der Arbeitgeber jedes mal früher nach Hause schickt, weil ein Leerlauf herrscht?

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Wishmaster69 19.06.2011, 21:15
@iodzahl1234

Genau. Es handelt sich hier um einen klassischen Fall von Annahmeverzug im Sinne des §615 BGB.

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Zunächst einmal Hallo,also ich finde es ja schon mal beachtlich, dass sich jemand darüber beschwert, wenn er nach Hause gehen kann. Normalerweise wird ja immer über Überstunden gemeckert. Wo liegt also das Problem? In der Regel ist es doch so, dass sich die Stunden immer wieder ausgleichen. Und zu Punkt 2 möchte ich anmerken, dass es für einen Arbeitgeber vollkommen gleich bleibt, ob er Festangestellte oder Aushilfen an Sonn- und Feiertagen einsetzt. Weil Sonn- und Feiertagszuschläge nicht sozialversicherungspflichtig sind und ihm somit auch keine weiteren Kosten entstehen als der Grundlohn. Und der dürfte ja wohl bei jedem Arbeitnehmer in eurer Firma gleich sein. Desweiteren sollte man beachten, dass die Zuschläge in der Höhe von Branche zu Branche stark variieren und es seitens des Arbeitgebers auch keine Verpflichtung ist Zuschläge zu zahlen. Außerdem muss Sonn- und Feiertagsarbeit, ebenso wie Wechselschichten im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart sein, weil man an diesen Tagen laut Gesetz nicht zur Arbeit verpflichtet werden kann. Wer also unregelmäßige Arbeitszeiten hat, sollte schon vor Vertragsunterzeichnung darauf achten, was festgelegt ist und auf Gleichbehandlung im Dienstplan schauen. Am einfachsten wäre natürlich ein Dienstplan der "rollierend" ist. D.h. immer wiederkehrende Schichten beginnend im Monat X und immer weiterlaufend. Oder, wenn eine Person den Schichtplan für 2 oder 4 Wochen erstellt, untereinander besprechen wer wann arbeiten möchte und/oder frei haben möchte. Ebenso wie die Urlaubsplanung. Die muß ja auch abgesprochen werden. Ich denke da wo mehrere Leute arbeiten, und dies müsste ja bei Dir der Fall sein, sollte man sich im Team doch absprechen können. So und nun noch die Frage nach der Vorgehensweise. Du kannst es im Guten versuchen, also das Gespräch mit Deinem Vorgesetzten, oder der Person die den Plan erstellt, suchen. Sollte da nichts fruchten, müsstest Du Dich auf das Gleichbehandlungsgesetz berufen. Leider ist es aber so, dass sich die Ansprüche auf Gleichbehandlung nur sehr schwer durchsetzen lassen. Bedauerlicherweise hat sich das Arbeitsniveau und das Verhalten der Arbeitgeber in den letzten Jahren sehr verschlechtert, so dass es Dir vorbehalten bleibt, was Du Dir gefallen lässt und was nicht. Dies wiederum hängt natürlich auch davon ab, was Du Dir leisten kannst und wie sehr Du von Deinem Arbeitsplatz und den daraus erzielten Lohn abhängig bist. Ich persönlich würde mich, wenn es zu keiner befriedigten Lösung kommt, nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen. Wenn ich einen gefunden habe, nochmal das Gespräch suchen und sollte dann noch keine Übereinstimmung zustande kommen kündigen.

  1. Es ist nicht erlaubt, Mitarbeiter bei Arbeitsmangel regelmäßig nach Hause zu schicken UND die nichtangefallenen Stunden als Minusstunden zu behandeln. Wenn Leerlauf herrscht ist das Risiko des AG.

  2. Es gibt kein Recht am Feiertag arbeiten zu dürfen, im Gegenteil, Sonn- und Feiertage sind in der Regel frei. Oder ist in deinem Arbeitsvertrag etwas darüber geregelt?

iodzahl1234 19.06.2011, 17:21

In der Gastronomie muss man manchmal auch am Wochenende arbeiten. Und als Arbeiter bekommt man halt an Feiertage einen Zuschlag, den ich gerne haben möchte. Nur stellt der Arbeitgeber dann die Aushilfen an um somit Geld zu sparen...

Deine erste Antwort habe ich in einem anderen Thread kommentiert.

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Wenn du für 8 Std. dienst eingeteilt worden bist und nach 4 std. nix mehr los is, ich geh mal davon aus das du im Einzelhandel arb. od. Gastronomie, es gibt immer anfallende Arbeiten die erledigt werden können, doch wenn dein Chef dich nach 4 Std. nach Hause schickt muß er dich für 8 entlohnen, so ist das nun mal. Ich entnehme deinen Zeilen das dies schon öfter vorgekommen ist. Vielleicht solltest du dich mal bei einem Anwalt kundig machen , Rechtsberatung bei Gericht - glaube die ist kostenfrei.

Viel Glück emico

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