Arbeitszeitänderung durch Chef

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7 Antworten

Durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag kann Überstunden verlangt und geregelt werden. Existiert so etwas nicht, so was nicht, so kann der AG in Notsituationen oder unvorhersehbaren Situationen Mehrarbeit verlangen, verweigert ein AN diese mehrfach (aber nicht einmal), so kann man das als Arbeitsverweigerung ansehen, was zur Kündigung führen kann. Nochmals: Es muss eine besondere Ausnahmesituation herrschen!

Auch müssen die Belange der AN berücksichtigt werden, wer Kinder im Kindergarten o. ä hat, kann schlecht zur Mehrarbeit verdonnert werden oder soll man die Kinder einfach auf die Straße stellen?

Außerdem muss der AG das Arbeitszeitgesetz beachten. 8 Stunden pro Tag sind erlaubt, die können auf bis zu 10 Stunden ausgedehnt werden, aber innerhalb von 6 Monaten muss ein Durchschnitt von 8 Wochen sein, heißt also es muss auch wieder weniger gearbeitet werden. Wurde diese Grenze überschritten, so darf man folgenlos die Arbeit verweigern.

Mir scheint, dein AG macht sich das allzu leicht und so leicht wie er sich es vorstellt, ist es nicht.

Tawilli 04.09.2014, 08:55

Vielen Dank!Da hast Du voll Recht.Er macht sich das alles zu leicht und denkt:Mit euch kann ich es ja"Jeder bei mir auf der Arbeit macht gerne Überstunden und ist berreit Mal länger zu bleiben.Man hat aber auch schon Mal andere Termine und da setzt er einen unter Druck(Drohung mit Kündigung).Das ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung.

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Zunächst einmal gilt die im Arbeitsvertrag bzw. in einem anwendbaren Tarifvertrag vereinbarte Arbeitszeit.Wenn ein Betriebsrat besteht, kann es auch eine entsprechende Betriebsvereinbarung geben.

Eine Verlängerung der vereinbarten Arbeitszeit kann in einem Notfall eingefordert werden, darf aber nicht zu einem Dauerzustand werden. Außerdem sollte eine gerechtfertigte Arbeitszeitänderung rechtzeitig,in der Regel vier Tage vorher,angekündigt werden.

Nein, er muss eine Arbeitszeit - verlängerung vorher ankündigen. Dieser muss man, wenn sie über die vertraglich vereinbarte Zeit geht nicht entsprechen, ausser es ist eine Notlage entstanden, die nicht vorhersehbar war. (Wasserleitung geplatz und Schaden begrenzen)

Tawilli 04.09.2014, 08:47

Vielen Dank!Ich denke ja auch,dass er nicht einfach so bestimmen kann.Man bleibt ja auch schon Mal länger.Aber er übertreibt.Und die anderen Kollegen sind auch betroffen.Kann man den gekündigt werden oder sollte man sich vielleicht Mal mit dem nächsthöheren Chef unterhalten?

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Überstunden sollten im Arbeitsvertrag geregelt sein. Wenn das nur gelegentlich aufgrund von spontanen Arbeitsanfalls passiert, wie du es schilderst, freu dich doch über das zusätzliche Geld.

Tawilli 04.09.2014, 08:38

Vielen Dank für die schnelle Antwort!Das passiert aber nicht gelegentlich,sondern zu oft(nach der Laune des Chef`s).Und man hat ja auch andere Termine.

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Eine bestimmte Menge Überstunden kann angeordnet werden. Natürlich muß das auch bezahlt oder als Freizeit wieder gegeben werden.

Mephisto2342 04.09.2014, 08:31

Überstunden können nur EINSEITIG angeordnet werden, wenn das vertraglich so vereinbart ist. Eine entsprechende allgemeine Ermächtigung z.B. per Gesetz existiert nicht. Ansonsten bedarf es zuvor einer solchen Vereinbarung, also der Zustimmung des Arbeitnehmers...

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Wenn ein Auftrag erledigt werden muß, JA. Wenn Du NEIN sagst , ist das eine Arbeitsverweigerung. Eine Stunde kann man mal dransetzen. Wenn Du Dich mehrere male wiedersetzt, hat Dein Chef Dich auf dem Kieker. Also immer schön locker bleiben.

Tawilli 04.09.2014, 08:43

Danke,für die Antwort!Ja,man kann eine Stunde ranhängen.Aber einmal und nicht fast immer bzw. nach Laune des Chef`s.Hier geht es nicht um anfallende Arbeit,sondern wirklich um Launen und das :Ich setze mich Mal durch.Das macht er aber mit den anderen Kollegen auch.

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Das steht in Deinem Arbeitsvertrag bzw. im zugrunde liegenden Tarifvertrag. Hier kann das niemand wissen...

magni64 04.09.2014, 08:27

Sachen wie Überstunden sind nicht nur in Tarifverträgen oder arbeitsverträgen geregelt...

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