Arbeitszeit der Beamten, egal welche Behörde: Angeblich sehr viele Überstunden?

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5 Antworten

Also aus meinem Erfahrungskreis - Gericht - kann ich sagen, dass die Belastung in den letzten Jahren sehr zugenommen hat.

Ja, es gibt auch noch Kollegen, die eine halbe Stunde vor Dienstende beginnen sich auf den Feierabend vorzubereiten, aber das sind wenige. Die meisten haben Mühe, die Arbeit in der zur Verfügung stehenden Zeit zu schaffen. Erstmal unterliegen wir (außer die Richter) auch den Arbeitszeitvorschriften, d.h. mehr als 10 Stunden (plus Pausen) ist normalerweise nicht zulässig und außerdem dürfen wir maximal 20 Überstunden haben, alles darüber wird am Monatsende gestrichen- bezahlt werden Überstunden grundsätzlich nicht, sondern müssen "abgefeiert" werden, was aber schwer ist, wenn immer viel zu tun ist. Dadurch wird der Stress immer mehr und das führt zu hohem Krankenstand, der wieder mehr Arbeit für die verbleibenden Kollegen bedeutet.

Und ja, das führt natürlich einmal dazu, dass die Verfahren alle länger dauern und dass die Fehlerquote steigt. Immerhin sollen jetzt wieder mehr Mitarbeiter eingestellt werden, aber die Ausbildung dauert natürlich. 

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auch beamte müssen sich an die gesetzliche vorgeschriebenen ruhezeiten zwischen dienstende und erneutem dienstbeginn sowie maximale dienstdauer halten. ich glaube nicht, dass vater staat als dienstherr hier die augen zu drücken würde.  dein Arbeitgeber macht aber etwas falsch wenn er dir 14h-schichten und nur 6h ruhezeit aufdrückt.  es gibt aber auch ausnahmeregelungen die mir jetzt nicht alle bekannt sind. müsstest du mal im arbeitszeitgesetz nachlesen.

wie das mit den überstunden aussieht, kann ich nicht beurteilen. aber ich gehe davon aus, nicht anders als in der freien wirtschaft auch. bei einem finanzbeamten oder beamten in der verwaltung glaube ich eher nicht an übermäßige überstunden.

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Kommentar von tommy40629
17.11.2016, 11:06

Klar gibt es Gesetze wie sich daran gehalten wird, das zeigt ja sehr gut die Gastronomie.

Vor kurzer Zeit habe ich erst in einem Polizistenforum gelesen, wie heftig es in einigen Wachen zugeht. So ein Polizist kann anscheinend nicht einfach zum Dienstherrn sagen:"Hey, ich hatte gerade 10 Stunden Dienst und wenn ich in 8h wieder Dienstbeginn habe, dann ist das nicht rechtens."

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Arbeitslose Polizeibeamte gibt es aber nicht.

Selbst wenn jetzt der Staat 10.000 Leute sofort zusätzlich einstellen würde, müssten diese ja erst einmal eine mindestens 3-jährige Ausbildung durchlaufen. Diese Ausbildungskapazität ist aber gar nicht vorhanden.

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Kommentar von tommy40629
17.11.2016, 11:02

Habe ich doch auch nicht geschrieben, dass es arbeitslose Polizeibeamte gibt.

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Im Arbeitsvertrag sind Ruhezeiten geregelt..in meinem Arbeitsvertrag ist vom Dienstende bis Dienstbeginn eine Ruhezeit von 11 Std einzuhalten. Mehr als 10 Std werden im Zeitkonto nicht erfasst.. 

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Haha, lernt doch mal ein paar Beamte, v.a. im Ämtern kennen. Da gibt es einige, die wissen nicht mal was Stress bedeutet. Andere hingegen arbeiten so viel, bis sie irgendwann im Burnout versinken.

Im Finanzamt ist  das noch ziemlich egal. Wenn der nen falschen Bescheid etc. ausstellt dann kann man den ohnehin bekämpfen, für den Mitarbeiter hat  das keine Konsequenzen.

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Kommentar von DerHans
17.11.2016, 10:49

Man kann aber keinen Beamten vom "Wohnungsamt" morgen als Streifenpolizist einsetzen.

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