Arbeitsvertrag zustande gekommen?

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4 Antworten

Grundsätzlich besteht für einen Arbeitsvertrag kein Formzwang, er könnte also auch mündlich abgeschlossen werden. Hier wäre es dann eine Frage der Beweisbarkeit. Ich denke es war nur ein mündliches Angebot welches nach Prüfung der Vertragsmodalitäten durch den AN nicht angenommen wurde.

Ein Vertrag kommt durch übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Für Arbeitsverträge ist keine Schriftform vorgeschrieben; die Pflicht zur schriftlichen Fixierung der wesentlichen Vereinbarungen besteht ausschließlich aufgrund des Nachweisgesetzes.

Weicht der Inhalt des Arbeitsvertrages dahingehend von den Vorstellungen einer Vertragspartei ab, dass sie den Vertrag in Kenntnis dieser Regelungen nicht geschlossen haben würde, kann diese Partei den Vertrag wegen Irrtums anfechten.

Arbeitsverträge kann man mündlich schließen. Auf Unterschriften auf dem schriftlichen Arbeitsvertrag kommt es nicht an.

Rechtlich kommt ein Vertrag zustande, wenn sich die Parteien über die wesentlichen Vertragsinhalte, die sog. essentialia negotii, verständigt haben. Das scheint hier der Fall zu sein, so dass ein Arbeitsvertrag besteht.

In der Praxis dürfte es darauf aber kaum ankommen. Der AN hat keinen Anspruch auf Arbeitsentgelt, wenn er nicht arbeitet. Und zur Arbeit kann ihn der AG nicht zwingen, weil die höchstpersönlicher Natur ist und wir keine Zwangsarbeit mehr kennen. Wenn also der AN einfach nicht mehr kommt, dann kriegt er kein Geld, der AG kann nichts anderes tun, als ihn fristlos kündigen und der Vertrag hat sich damit erledigt.

Nein das Arbeitsverhaeltnis ist erst entstanden wenn beide Unterschriften darauf sind. fehlt ein, besteht kein Vertrag.

MasterHower 05.04.2014, 10:24

Aber der Gesetzgeber verlangt keinen schriflichen Arbeitsvertrag.

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