Arbeitsvertrag verlängern

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7 Antworten

Solange Du noch nichts Schriftliches hast, geh zum Jobcenter. Versprechen sind gut, etwas in der Hand zu haben ist besser. Es wurden schon vielen Menschen Versprechen gegeben und danach nicht eingelöst. Du bekommst dann die Sperre vom Amt, nicht Deine Vorarbeiterin.

Wenn Du nach dem Ende des Vertrages weiter arbeiten gehst, hast Du auch ohne einen neuen Vertrag eine unbefristete Beschäftigung. Aber bitte, melde Dich trotz Versprechen beim Amt. Es ist Dein Geld.

Die Aussage Deiner Vorarbeiterin - so ehrlich sie sein mag - ist juristisch nicht von Bedeutung; auf diese Aussage kannst Du Dich im "Ernstfall" nicht berufen.

Entweder fragst Du mit Bezug auf diese Information Deiner Vorarbeiterin direkt beim Arbeitgeber nach (was Du tun solltest: dann hast Du - relative - Sicherheit), oder Du arbeitest über das Ende der Befristung hinaus weiter, dann hast Du sozusagen "automatisch" ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, wenn man Dich nicht nach Hause schickt.

Unabhängig davon, was Du in diesem Fall tust und welche Informationen Du sonst noch bekommtst (es sei denn, Du bekommst die Zusage schriftlich) solltest Du Dich unbedingt jetzt mit Blick auf das Ende der Befristung am 30.04. - denn das ist zunächst einmal der "offizielle" Stand, der im Augenblick rechtlich relevant ist - bei der Arbeitsagentur "arbeitsuchend" melden!

Ich kenne es so, dass es zumindest eine schriftliche Vereinbarung gibt, dass der befristete Vertrag in einen unbefristeten umgewandelt wird. Ich würde mich an Deiner Stelle trotz allem beim Jobcenter melden und denen aber auch gleich sagen, dass Du eine mündliche Zusage hast. Dann hast Du nichts falsch gemacht und falls sie Dir doch keinen Vertrag geben, dann gibt es wenigstens keine Verzögerung beim ALG1.

Wenn du das nicht schriftlich hast, kannst du mit dieser Aussage GAR NICHTS anfangen. Oder hast du unabhängige Zeugen für dieses Gespräch?

Um Nachteile zu vermeiden, kannst du dich doch selbstverständlich auch jetzt schon "arbeitsuchend" melden.

Hallo Kai1963,

soweit ich das überschauen kann sind die Aussagen der Vorarbeiterin nur mündlich gemacht worden. Was nicht heißen soll, das die Aussagen nicht ehrlich gemeint sind.

An deiner Stelle würde ich mir mal einen Termin in der Personalabteilung (bei kleineren Betrieben ist es oft der Geschäftsführer selbst) geben lassen.

Denn ein befristetes Arbeitsverhältnis läuft mit Beendigung der Befristung definitiv aus. Um eine Weiterbeschäftigung, ob fest oder befristet zu erhalten, sollte ein Vertrag geschlossen werden.

Hier ist dann oft so das der befristete Arbeitsvertrag als Grundlage genommen wird und einige Passagen (z.Bsp. unbefristet eingestellt etc.) entfernt werden oder hinzukommen.

Bei Festeinstellung ändern sich meist die sozialen Aspekte, wie Urlaubstage, Stundenlohn, Arbeitszeit usw. (Ist aber nicht immer so).

Wichtig in einem festen Arbeitsverhältnis sind dann Klauseln wie Arbeitsort, Schichtarbeit, Überstunden, Arbeit an Sonn- und Feiertagen und deren Vergütung.

Wenn ein Betriebsrat existiert kann das in einem Satz festgelegt werden. Dort werden die Betriebsvereinbarungen als Grundlage genannt.

Ein Wort noch zum Melden beim Jobcenter . Wenn es, aus welchen Gründen auch immer, mit der Festeinstellung nicht klappen sollte, ist es wohl besser sein gutes Verhältnis zu seinem Betreuer nicht auf Spiel zu setzen und bei einem Gespräch die Eventualität der Festeinstellung zu betonen.

So ist auch gesichert, dass durch die 3 monatige vorherige Bekanntgabe (was du sicherlich schon gemacht hast) des Auslaufens der Befristung, dann ein Arbeitslosengeld gezahlt werden kann.

Alles in allem kann ich nur meine subjektive Meinung zu deinem Problem mitteilen und hoffe dir ein kleines bisschen weitergeholfen zu haben.

Viele Grüße Alexes27

Du solltest Dich erst bei der Arbeitsagentur als nicht mehr arbeitssuchend melden, wenn Du die schriftliche Zusage des Arbeitgebers hast, also, wenn ein Arbeitsvertrag vorliegt.

Machst Du das nämlich nicht, riskierst Du eine Sperrzeit.

Lass Dir auf jeden Fall einen schriftlichen Arbeitsvertrag ausstellen! Wenn es später mal zu Streitigkeiten kommt, hast Du wenigstens einen schriftlichen Vertrag, auf den Du Dich berufen kannst!

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