Arbeitsvertrag unterschrieben und vor beginn kündigen?

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6 Antworten

Falls(!) eine Probezeit vereinbart wurde, könntest du den ersten Vertrag mit Zweiwochenfrist (oder eine tarifvertraglich weiter verkürzten Frist) ohne Grund kündigen. Schadensersatzansprüche des ersten Unternehmens gibt es dann natürlich nicht.

Falls du aber beim ersten Unternehmen bleibst und die zweite Stelle nicht antrittst, machst du dich dem Grunde nach schadensersatzpflichtig gegenüber dem zweiten Unternehmen. Ob tatsächlich ein Schaden entsteht, ist nicht konkret vorhersehbar aber durchaus möglich. Kann zum Beispiel dann entstehen, wenn wegen deines Nichterscheinens dringend Bedarf an einer Ersatzkraft besteht und auf dem regulären Markt niemand so kurzfristig zu finden ist - und deshalb etwa über eine Zeitarbeitsfirma eine (natürlich teurere) Ersatzkraft bezogen werden muss. Für den DIfferenzbetrag wärst du dann haftbar zu machen.

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Falls es keine andere Regelung gibt, kannst du Stelle A innerhalb der Probezeit (falls eine vereinbart wird) mit einer Frist von 14 Tagen kündigen. Wenn du Stelle B rechtzeitig antreten wolltest, müsste deine schriftliche Kündigung spätestens am 16.09. bei Arbeitgeber A vorliegen, du hättest also 1 bis 1 1/2 Tage Zeit um festzustellen, ob dir Stelle A gefällt. Danach bliebe dir nur ein Aufhebungsvertrag für Stelle A, falls der AG mitspielt.

Bei Stelle B könntest du nur dann unterschreiben und ggf. wieder absagen, wenn dort nicht ausdrücklich eine Kündigung vor Beginn ausgeschlossen ist.

Grundsätzlich spricht rechtlich gesehen nichts dagegen, beide Verträge zu unterschreiben, du solltest sie dir nur vorher gründlich durchlesen und verstehen.

Schadenersatz wäre dann möglich, wenn du dich vertragswidrig verhältst, wenn du also beispielsweise deinen Vertrag A ohne wichtigen Grund ("die Stelle gefällt mir nicht" ist kein wichtiger Grund!!!!!) fristlos kündigst. Einige Unternehmen sichern sich für so einen Fall mit einer Klausel über eine Vertragsstrafe ab.

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Geht es um einen Arbeitsvertrag oder Ausbildungsvertrag?

Bein Ausbildungsvertrag kann man jederzeit aussteigen.

Beim Arbeitsvertrag sind in der Regel 14 Tage Kündigungsfrist vereinbart. Da kann dein Gegenüber auch eine Entschädigung verlange, wenn Du den Vertrag nicht einhältst.

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Hallo, grundsätzlich kannst Du beide Verträge unterschreiben. Dann den ersten Job beginnen und wenn es Dir gefällt, kurzfristig kündigen und den zweiten beginnen.

Das das eigentlich kein guter Stil ist, denke ich ist Dir klar.

Kündigungsfristen sind in der Regel während der Probezeit 14 Tage zum Monatsende, dass würde knapp werden, jedoch wenn man nach so kurzer Zeit kündigt, kann man meistens dann am selben Tag gehen.

Falls es eine Schadensersatzklausel gibt (was ich nicht glaube) dann muss der "ehemalige" AG dies erst mal geltend machen. Ich denke vor dem Arbeitsgericht (im worth case) kommen die eh nicht damit durch.

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Kommentar von marcussummer
27.07.2016, 08:04

Konkreter Schadensersatz kann auch ohne Klausel geltend gemacht werden! Der Knackpunkt im arbeitserichtlichen Verfahren ist eher die Darstellung der Schadenshöhe und die Bemühungen um eine Ersatzkraft zur Vermeidung des Schadenseintritts.

Lediglich für einen pauschalierten Schadensersatz bedarf es einer ausdrücklichen vertraglichen Vereinbarung.

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Kommentar von DarthMario72
27.07.2016, 08:14

Kündigungsfristen sind in der Regel während der Probezeit 14 Tage zum Monatsende

Das ist falsch. 14 Tage, ohne festes Ende.

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Du kannst in der Probezeit ohne Begründung kündigen.

BEDENKE ABER: Wenn du jetzt Stelle A zusagst, um dann doch bei Stelle B anzufangen, nimmst du damit jemanden anderen, der es ernster meint als du, die Chance auf einen Arbeitsplatz.

Überlege dir daher bitte VOR dem Unterschreiben, was du willst

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Kommentar von Pucky99
27.07.2016, 07:58

Man kann immer ohne Begründung kündigen.

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Du hast in der Probezeit die Möglichkeit ohne Grund und fristlos zu kündigen.


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Kommentar von Messkreisfehler
27.07.2016, 07:55

Unsinn.

Auch in der Probezeit gibts eine Kündigungsfrist. Diese beträgt 14 Tage.

Lediglich in einem Ausbildungsverhältnis kann in der Probzeit fristlos gekündigt werden.

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Kommentar von marcussummer
27.07.2016, 07:58

Probezeitkündigung ist nicht fristlos, sondern mit zweiwöchiger(!) Frist, außer es gibt eine tarifvertraglich anwendbare Verkürzung!

Eine Probezeit muss außerdem ausdrücklich vereinbart werden. Was in den meisten, aber längst nicht allen Verträgen der Fall ist. Aber das lässt sich im Fall der Fragers ja anhand des Vertrages unschwer ermitteln.

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Kommentar von DarthMario72
27.07.2016, 08:15

Blödsinn. Ohne Grund ja, fristlos nein!

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Kommentar von cyborgasm
27.07.2016, 08:18

Ja, hab ich mich halt geirrt, dann brauch hier nicht noch jeder Dödel kommentieren, wenn es schon jemand vor ihm getan hat. Bleibt geschmeidig.

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