Arbeitsvertrag nach §14 TzBfG (befristet unter 1Jahr) - Kündigungsfrist?

3 Antworten

Nur wenn im Arbeitsvertrag oder im geltenden TV eine Kündigungsmöglichkeit vereinbart ist dann kannst Du einen Befristeten Vertrag auch kündigen, ansonsten geht es bis zum bitteren Ende.

In meinem Vertrag wird auf gesetzliche Kündigungsfristen verwiesen. Ich glaube mich zu erinnern, dass hier §622 BGB greift, der vor einigen Jahren geändert wurde, so dass man im ersten Beschäftigvungjahr mit einer zwei-Wochen-Frist kündigen kann.

Wenn die gesetzlichen Fristen vereinbart wurden, warum schreibst du das dann nicht gleich? Das ist schliesslich ein fuer die Beantwortung deiner Frage entscheidender Umstand!

Schau doch mal rein in den BGB 622. Findest du ueber Google ganz schnell. Dann wirst du sehen, dass da nirgends was von einer Zweiwochenfrist innerhalb des ersten Jahres steht. Von einer Zweiwochenfrist ist dort lediglich waehrend einer vereinbarten Probezeit von max. 6 Monaten die Rede. Wenn du dich also ausserhalb einer vereinbarten Probezeit befindest, gilt BGB 622 Abs. 1 und somit 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsletzten.

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Befristete Verträge sind grds. nicht kündbar, sondern enden mit Ablauf des vereinbarten Datums. Ausnahme: es ist eine Kündigungsmöglichkeit im Einzel- oder Tarifvertrag enthalten. Wenn du hier aber nach der Frist fragst muss man wohl unterstellen, dass in deinem Vertrag nichts über Kündigung steht. Demnach kommst du aus dem Vertrag nur mit Einverständnis des ArbG raus, indem ihr einen Aufhebungsvertrag schließt.

befristeter arbeitsvertrag mit probezeit

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Meine Frage lautet nun, wie viele Urlaubstage ihr für diese 6 Monate zustehen? Sie würde nämlich gerne den Urlaub zum Ablauf des Arbeitsvertrages nehmen. Sie hat kein Interesse daran, dass man ihr den Arbeitsvertrag für weitere 6 Monate verlängert, da sie bereits für den 01.04.2017 einen neuen Job gefunden hat. Wobei der jetzige Arbeitgeber eine Vertragsverlängerung noch gar nicht erwähnt hat. Ihre Chefin hat mal behauptet, dass sie erst nach 6 Monaten der Beschäftigung Anspruch auf Urlaub hätte. Dies würde allerdings keinen Sinn machen, wenn doch der Arbeitsvertrag ohnehin nur 6 Monate läuft. Als Springerin muss man eben für die feste Belegschaft "einspringen", sollte diese krank sein oder Urlaub haben. Daher würde meine Bekannte, gerne frühzeitig der Chefin ihren Urlaubsantrag einreichen, damit es mit der festen Belegschaft zu keinen Urlaubsüberschneidungen kommt. Sie will ihren Urlaub auch nicht verschenken, da dieser auch nicht ausbezahlt wird, wenn man ihn nicht nimmt.

Für Antworten wäre ich euch sehr dankbar.

Schöne Grüße.

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