Arbeitsvertag endet im urlaub benachrichtigung über nicht verlängerung kam erst nach vertrags ende bei mir an?

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6 Antworten

Nach § 15 Abs.:1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) endet ein kalendermäßig befristetes Arbeitsverhältnis mit Ablauf der vereinbarten Zeit.

Das sollte dir auch bei Beantragung des Urlaubs bekannt gewesen sein, deshalb hast du keinen Grund, dich zu beschweren.

Leider war die Auskunft des Betriebsrats nicht korrekt,oder sie beruht auf einem Missverständnis, denn nach § 15 Abs.5 TzBfG  wird das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Zeit, für die es eingegangen ist,  mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt, so gilt es als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht unverzüglich widerspricht.

Denn nach diesem Paragraphen muss die Arbeit am Tag nach dem Ablaufdatum fortgesetzt werden um die Befristung aufzuheben. Nur, wenn man im Urlaub ausgerechnet bei Ablauf der Befristung ist, dann kann die unbefristete Fortführung des Arbeitsverhältnisses nicht funktionieren.

Der Fehler ist leider nicht rückgängig zu machen, also sieh es als Lehre für die Zukunft an.

Da das Ablaufdatum des befristeten Arbeitsvertrags von Anfang an feststand, ist der Arbeitgber nicht zur Information über den Ablauf und die Nichtverlängerung verpflichtet.

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Der Arbeitgeber ist nicht dazu verpflichtet, Sie in irgendeiner Weise an die auslaufende Befristung zu erinnern (lediglich mit Frist daran, dass Sie sich aktiv um einen neuen Arbeitsplatz bemühen bzw. rechtzeitig arbeitssuchend melden sollten). Im Übrigen finde ich es moralisch sehr fragwürdig, wenn man versucht trotz einer offensichtlich fehlenden Willenserklärung des Gegenübers zu erzwingen, an einem ausgelaufenen Vertrag festzuhalten. 

Was der Arbeitgeber allerdings machen muss, ist Sie an der Wiederaufnahme Ihrer Arbeit zu hindern bzw. deutlich zu machen, dass diese nicht länger gewünscht ist. Was er in Ihrem Fall getan hat. 

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Wenn ein Arbeitsvertrag befristet ist, läuft er einfach aus. Dafür braucht es keine Benachrichtigung, wenn vorher nichts anderes vereinbart wurde.

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Damit wirst du nicht durch kommen. Ein befristeter Vertrag läuft einfach aus. Da muss dir der Arbeitgeber nichts dazu schreiben oder dich darauf hinweisen.

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Nightstick 24.07.2016, 15:28

Grundsätzlich ist das korrekt.

ABER:  Sollte der Arbeitgeber in diesem speziellen Fall den Urlaub (nachweislich) über das Vertragsende hinaus genehmigt haben, hätte er schlechte Karten. Dann könnte ein Arbeitsrichter im Streitfall nämlich zugunsten des Arbeitnehmers entscheiden.

Hat der AG den Urlaub zeitgerecht bis zum regulären Vertragsende genehmigt, kann der AN allerdings nichts machen. Dann ist der Arbeitsvertrag aufrund der Befristung beendet.

Einschlägig ist das TzBfG.

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TeaShirt 24.07.2016, 16:30
@Nightstick

hast du evtl ein paragraphen für mich unter dem ich das finde. könnte nämlich dazu kommen. 

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Nightstick 24.07.2016, 16:38
@TeaShirt

Im Arbeitsrecht gibt es (im Gegensatz zum Sozialrecht) hier in Deutschland kein Arbeitsgesetzbuch.

Die Folge davon ist, dass jeder Fall indivduell betrachtet werden muss, man auf die Rechtsprechung im konkreten Fall angewiesen ist, und daher Prognosen recht schwierig sind.

Einen konkreten Paragraphen gibt es somit nicht.

Wie lange war denn nun der Urlaub genehmigt? Dann kann ich Dir eine Einschätzung der Situation geben.

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Familiengerd 24.07.2016, 17:24
@Nightstick

@ Nightstick:

ABER: [usw.]

Davon ist wohl nicht auszugehen -   https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/befristeter-arbeitsvertrag-beendigung-6-stillschweigende-fortsetzung-des-arbeitsverhaeltnisses-durch-weiterarbeit-15-abs5-tzbfg_idesk_PI10413_HI1722398.html   :

Erhält der Arbeitnehmer hingegen nach dem Ablauf eines befristeten Arbeitsverhältnisses zunächst Freizeit als Überstundenausgleich oder Urlaub und nimmt er danach die Arbeit wieder auf, ist der Verlängerungstatbestand regelmäßig nicht gegeben, sofern nicht ausnahmsweise die übrigen Umstände auf den übereinstimmenden Willen der Parteien zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses hindeuten.

Das dürfte auch auf den Fall hier zutreffen, auch wenn der Urlaub schon vor Vertragsende begonnen, aber jedenfalls über das Vertragsende hinaus fortgesetzt wurde.

In der Konsequenz bedeutet das also, dass der Arbeitnehmer die Arbeit eben nicht nach dem Vertragsende fortgesetzt hat.

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TeaShirt 24.07.2016, 20:46
@Nightstick

für 5 tage wurde der urlaubsschein unterschrieben bis 2 tage nach vertragsende was am mittwoch war. 

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Nightstick 24.07.2016, 22:26
@TeaShirt

Ich würde es nicht auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, bei dem in diesem Fall Dein Prozessrisiko ziemlich hoch ist.

Du solltest Dir lieber einen "guten Abgang verschaffen", und ein gutes Zeugnis mitnehmen (das du hier überprüfen lassen solltest)!

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Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet dich über das Auslaufen des Vertrags zu informieren. Daher ist es egal wann das Schreiben ankam, das ändert nichts am Auslaufen des Vertrages.

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Messkreisfehler 24.07.2016, 15:11

Ich findes es auch immer befremdlich das die Ansicht vertreten wird, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer hinterherlaufen müsse. Der Arbeitnehmer ist hier in der Pflicht aktiv nachzufragen ob es zu  einer Verlängerung des Vertrages kommt oder nicht.


PS Beim Arbeitsamt hättest Du dich schon vor 3 Monaten melden müssen.

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Das der Vertrag an diesem Tag endet war Dir bereits bei Vertragsunterzeichnung bekannt. Wenn Du arbeiten gehst, wird der Arbeitgeber dich wegschicken.

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