Arbeitsvermittler wechseln!?

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4 Antworten

Also er kann nicht von dir Verlangen dich bundesweit zu bewerben, wenn du in einer so großen Stadt wie Dresden wohnst. 5 Bewerbungen im Monat kann er allerdings locker verlangen. Das können sogar noch deutlich mehr werden. Wenn du mit der Selbstständigkeit nicht genug verdienst, dann musst du dich bemühen dir einen Job zu suchen durch den du dich und dein Kind finanzieren kannst. Da kann auch das rumreisen zum Problem werden, da du dich unter der Woche Zeit- und Ortsnah aufhalten musst.

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Er sah sich den Kindergarten im Netz an und bemängelte das dieser nur bis 16:30 geöfnet habe, ich müsse mir einen anderen suchen. Darf er das?

Was die Sachbearbeiter reden, ist für dich letztlich nicht ausschlaggebend. Man muss ja nicht alles essen, was einem auf den Teller gepackt wird . Egal, ob Forderungen, Zustimmungen oder Ablehnungen ihrerseits: Immer alles schriftlich geben lassen, mit Nennung der Rechtsgrundlage. Die Rechtsgrundlage dafür , bestimmen zu können, welchen Kindergarten dein Kind besucht oder nicht besucht, dürfte interessant werden... - Du hast das Recht darauf, zu jedem Termin/Vorsprechen beim Jobcenter ein Begleitperson als Beistand mitzubringen. Auf dieses Recht solltest du nicht verzichten ! In der Regel sind die Sachbearbeiter auch schon etwas vorsichtiger mit ihrer Wortwahl, wenn eine mitgebrachte weitere Person anwesend ist.

Am Boden zerstört habe ich dan die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben und bin gegangen

Außer eine Empfangsquittung für Bargeld muss man beim Jobcenter nichts sofort unterschreiben. Man kann alles mit nach Hause nehmen und zunächst in Ruhe überprüfen (lassen). Eine Eingliederungsvereinbarung /EinV ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag .. aus dem man unter Umständen nur schwer wieder herauskommt. Eine EinV muss man nicht unterschreiben - und die Nichtunterschrift ist auch nicht mit Leistungskürzung sanktionierbar ! Ggf. bekommt man den Inhalt dann stattdessen als "Verwaltungsakt" /VA zugeschickt.. und gegen einen Verwaltungsakt kann man ggf. Widerspruch und Klage einreichen (was bei einer EinV nicht möglich ist!). http://hartz.info/index.php?board=3.0

Darauf meinte er ich solle mich mal mit seiner Kollegin Unterhalten, die arbeitet 40 Stunden, hat drei Kinder und eins davon ist behindert..

Mag sein, dass das tatsächlich so ist. Solche Sprüche werden aber anscheinend -so oder so- recht häufig abgelassen bei den Jobcentern. Gerade alleinerziehenden Müttern kann man mündlich (!) ordentlich Druck machen - wenn sie es sich gefallen lassen ;) Seine (angebliche) Kollegin muss dich nicht interessieren und hat auch ihm wurscht zu sein,wenn es um deine Angelegenheiten geht. Er hat sich nach deinen persönlichen Voraussetzungen und nach deinem Profil zu richten. Bei anderen Müttern gibt es vielleicht völlig andere Voraussetzungen... mithelfende Verwandtschaft , einen entlastenden Kindesvater , Nachbarschafts-Babysitter, tolle Betreuungseinrichtungen usw. - die mit deiner Situation (und mit dem Betreuungsbedarf deines Kindes) möglicherweise überhaupt nicht vergleichbar sind.

Du könntest beim Dienststellenleiter höchstens die Zuweisung eines anderen Sachbearbeiters beantragen , mit Hinweis auf § 17 SGB X wegen Besorgnis der Befangenheit. Ob dabei viel herumkäme (vor allem, wenn du keine Beistands-Zeugen für "befangene" Sprüche des Sachbearbeiters hast) , wäre eine andere Geschichte. Aber es dürfte möglicherweise zumindest dabei herumkommen, mal im Beisein des Team-oder Dienststellenleiters ein "angeleitetes" Gespräch mit dem jetzigen SB zu führen und Probleme zwischen Euch abzuklären.

Ansonsten siehe aber VirtualSelfs Antwort:

Eine Onlinebewerbung dauert etwa 10 min. (..) Dein Vermittler muss und darf deine Selbständigkeit nicht bedingungslos tolerieren, wenn du nicht einmal im Ansatz ausreichendes Einkommen generierst.

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Solange Du Gelder von Ämtern beziehst mußt Du deren Vorgaben erfüllen und Du hast nicht die freie Auswahl welchen Berater/Vermittler Du haben willst...

solltest Du irgendwas zu bemängeln haben, kannst Du Dich mir einer Beschwerde an den Vorgesetzten wenden.

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" Wie soll ich das bitte schaffen, ich bin fast jedes Wochenende auf nem Markt, habe ein Kind und muß Ware zum Verkaufen Produzieren, mal abgesehen von meinem Haushalt..."

Und spätestetens an dieser Stelle fühlte sich dein Vermittler verar$cht.
Eine Onlinebewerbung dauert etwa 10 min. Und du willst keine 50min im Monat dafür übrig haben? Also bitte.!

Was kann ich tun?

Nichts! Dein Vermittler muss und darf deine Selbständigkeit nicht bedingungslos tolerieren, wenn du nicht einmal im Ansatz ausreichendes Einkommen generierst.
Der Gesetzesauftrag lautet: lösen aus der Hilfebedürftigkeit ... und dafür hast du letztendlich alles Zumutbare zu tun (§ 1 SGB II) Dein Vermittler verlangt also nichts, was nicht absolut legitim UND legal ist. Ich sehe nicht einen einzigen Grund für einen Wechsel des Vermittlers.

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