Arbeitsunfall wegen fehlender Schutzausrüstung was muss ich beim melden beachten?

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6 Antworten

Deine Pflicht ist es einen Arbeitsunfall SOFORT und VOR ORT zu melden. 

Auch ist es deine Pflicht wenn zu einem sog. Durchgangsarzt zu gehen und auch hier musst du als Arbeitsunfall gemeldet sein. 

Das Rückwirkend einzureichen kann schwierig werden, weil du musst nun klar beweisen das der Vorfall tatsächlich auf Arbeit passierte. 

Der Arbeitgeber meldet den Unfall dann der Berufsgenossenschaft und die prüfen die Arbeitsbedingungen und Sicherheitsbestimmungen. Da gibt es strenge Vorschriften. Eine BG-Versicherung ist für uns Arbeitgeber sehr kostspielig. 

Hast du oder hat der Arbeitgeber grob fahrlässig gehandelt gibt es Ärger für den Arbeitgeber. Üblicher Weise müssen Arbeitgeber eine Strafe zahlen. 

Für dich hieße es,das dein Unfall nicht anerkannt wird und deine Behandlungskosten gehen auf die GKV über. 

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Kommentar von Jo3591
25.04.2016, 08:10

Sehr gute Antwort!

Wir hatten in der Fa. auch mal einen Arbeitsunfall, den der Mitarbeiter (ihm war ein schweres Eisenteil aufs Knie gefallen) erst am nächsten Tag gemeldet hat, als es unerträglich weh tat. Der Unfall wurde von der BG nicht als Arbeitsunfall anerkannt, der MA war monatelang krank geschrieben und hat dadurch erhebliche finanzielle Einbußen erlitten.

So wie ich es sehe, hätte der AG auch nicht unbedingt Schutzbrillen zur Verfügung stellen müssen, da man nicht damit rechnen kann, daß Verpackungen mit Säure verschmutzt sind. Trotzdem hätte die BG für den Unfall aufkommen müssen.

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Du musst genau angeben was und warum es passiert ist,das geht an die Berufgenossenschaft,und Du musst zuerst zu einem Durchgangsarzt gehen,der ist dafür zuständig,oder Du gehts in eine Augenklinik.

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Hier gibt es ein Problem auch für dich. Du hättest den Unfall sofort deinem Arbeitgeber melden müssen. Also in dem Betrieb vorsprechen in dem du beschäftigt bist und dann der Verleihfirma. Die Verleihfirma ist verpflichtet, diesen Unfall der BG zu melden. Es wird ein sog. Unfallbericht (gelber Bogen) ausgefüllt in dem der Unfallhergang zu beschreiben ist. Es werden auf dem Bericht auch Fragen gestellt, die korrekt zu beantworten sind. U.a. auch die Frage, ob es Zeugen gab. Nicht immer gibt es Zeugen, das ist aber nicht das Problem. Ich rate dir nun, falls die Verleihfirma keinen Unfallbericht an die BG gesandt hat, dass du selber den Unfall bei der Berufsgenossenschaft meldest. Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist Vorschrift, dass bei Arbeiten mit z. B. ätzenden Materialien ein Augenschutz zu tragen ist. Auch wenn andere im Betrieb.bei der Arbeit keine Schutzbrille tragen, wäre der Arbeitgeber verpflichtet darauf zu bestehen, eine solche zu tragen.Macht er das nicht, oder stellt solche persönlichen Schutzausrüstungen nicht zur Verfügung, macht er sich im Falle eines Unfalls, strafbar. Das ist nun mal Fakt. Unterschreibe nur das, was dir verständlich ist. Lasse dir in diesem Fall nicht Fahrlässigkeit unterstellen, weil du keine Schutzbrille getragen hast. Vielleicht hält der Betrieb gar keine vor, wozu er verpflichtet wäre. Wenn du Fragen zu deinem Thema hast, kannst du mich gerne anschreiben. Ich bin ausgebildete Fachkraft für Arbeitssicherheit und kenne mich in den Bestimmungen aus. Ich betreue einige Firmen, auch grosse Firmen als extern Beauftragter.

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Bitte umgehend dem Arbeitgeber melden!

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Nun, im Krankenhaus haben die doch ganz bestimmt einen sogenannten D-Arzt-Bericht geschrieben. Und da hast du doch den Unfallhergang geschildert. Und da hast du auch geschildert, dass dir keine Schutzbrille zur Verfügung gestellt wurde. Dieser Bericht geht an die Berufsgenossenschaft. Damit hast du jetzt gar nichts mehr zu tun. Das geht jetzt seinen Gang. Trotzdem musst du den Unfall natürlich auch beim Arbeitgeber melden. Und wer soll sich da wie "aus dem Staub machen"?

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werden euch denn bei der Arbeit Schutzbrillen bereit gestellt ? 

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Kommentar von hamburger44444
24.04.2016, 22:30

Nein es werden keine Schutzbrillen bereitgestellt , sonst hätte ich eine getragen

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