Arbeitsunfall und Krankengeld?

...komplette Frage anzeigen So sieht es bei uns überall aus - (Krankengeld, Arbeitsunfall)

4 Antworten

Nach 6 Wochen zahlt die Krankenkasse im Auftrag der BG daqnn Verletztengeld.

Hier gibt es User die haben keine Ahnung und füttern Dich mit falsche Infos.

Hier mal was über die Höhe von Verletztengeld:

https://dejure.org/gesetze/SGB_VII/47.html

LG

johnnymcmuff

Wenn du mehr als 6 Wochen arbeitsunfähig bist und dies nachweislich aufgrund deines Arbeitsunfalls, dann wird die Berufsgenossenschaft der Krankenkasse den Auftrag erteilen, dir Verletztengeld auszuzahlen. Dieses holt sie sich dann später von der Berufsgenossenschaft zurück.

Bezüglich der Arbeitssicherheit könnt ihr euch auch jederzeit an die Aufsichtsperson der zuständigen Berufsgenossenschaft wenden und um Beratung zum Thema Arbeitssicherheit bitten oder dass die Aufsichtsperson sich das vor Ort anguckt und dem Arbeitgeber mitteilt, wie er welche Mängel zu beheben hat. Notfalls mit der Bitte um Anonymität.

Hoi.

Sollte es eine Differenz beim Geld geben, kannst du keinen Schadensersatz vom Arbeitgeber verlangen:

§ 104 SGB VII Beschränkung der Haftung der Unternehmer

 

(1) Unternehmer sind den Versicherten, die für ihre Unternehmen tätig sind oder zu ihren Unternehmen in einer sonstigen die Versicherung begründenden Beziehung stehen, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen nach anderen gesetzlichen Vorschriften zum Ersatz des Personenschadens, den ein Versicherungsfall verursacht hat, nur verpflichtet, wenn sie den Versicherungsfall

vorsätzlich

oder auf einem nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 versicherten Weg herbeigeführt haben. Ein Forderungsübergang nach § 116 des Zehnten Buches findet nicht statt.

 

Zwar könnte ein Verstoß gegen den Arbeitsschutz/Unfallverhütungsvorschrift vorliegen, aber davon hast du keinen Vorteil. Die BG aber könnte ein Bussgeld gegen deinen Arbeitgeber erheben.

§ 209 SGB VII  Bußgeldvorschriften

 

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

 
1. einer Unfallverhütungsvorschrift nach § 15 Abs. 1 oder 2 zuwiderhandelt, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist,

...

(3) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 3 mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2 mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu zweitausendfünfhundert Euro geahndet werden.

Ciao Loki

Nein die Berufsgenossenschaft zahlt. Sei ganz entspannt. Die Differenz is extrem gering, man bekommt fast das gleiche wie netto Gehalt.

Was möchtest Du wissen?