Arbeitsunfall, riesen Narben, Schadensersatz?

2 Antworten

Hoi.

Es ist schon einiges zu beachten:

Erst einmal begrenzt das Gesetz deinen Anspruch.

§ 104 SGB VII Beschränkung der Haftung der Unternehmer

(1) Unternehmer sind den Versicherten, die für ihre Unternehmen tätig sind oder zu ihren Unternehmen in einer sonstigen die Versicherung begründenden Beziehung stehen, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen nach anderen gesetzlichen Vorschriften zum Ersatz des Personenschadens, den ein Versicherungsfall verursacht hat, nur verpflichtet, wenn sie den Versicherungsfall vorsätzlich oder auf einem nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 versicherten Weg herbeigeführt haben. Ein Forderungsübergang nach § 116 des Zehnten Buches findet nicht statt.

(2)

(3) Die nach Absatz 1 oder 2 verbleibenden Ersatzansprüche vermindern sich um die Leistungen, die Berechtigte nach Gesetz oder Satzung infolge des Versicherungsfalls erhalten.

Daher zahlt der Unternehmer nur dann Schmerzensgeld, wenn er mit Vorsatz gehandelt hat - das vermute ich hier mal nicht. Das musst du ihm sonst nachweisen.

Sonst lass dich nochmal anwaltlich beraten, aber viel Geld wirst du auch nicht erwarten können.

Beispiel: verschiedene Prellungen - 600 Euro, Schleudertrauma - 1.500 Euro. Davon darfst du dann noch deinen Anwalt bezahlen...und jedes Gericht entscheidet anders! Keine Siegesgarantie!!

http://app.olg-ce.niedersachsen.de/cms/page/schmerzensgeld.php?sort=h_verletzung

und wenn du bisher Angst vor Rache hattest - die bekommen ja deine Anschrift mitgeteilt...lohnt sich das ganze?

Ich würde abwarten, ob die ärztliche Behandlung dir noch was bringt wegen der Narben.

Ciao Loki

Wende dich an einen Anwalt.

Davor will ich aber noch hier Meinungen hören, da mir das Thema komplett neu ist.

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@Unfallfrage100

Du bist hier in einem Laienforum. Mit den 3 Sätzen die du geschreiben hast, kann das hier niemand beurteilen. Es geht hier auch um mehr als nur Schadenersatz. Z.B. sollte überprüft werden, ob die BG eingeschaltet wurde und die Gewerbeaufsicht informiert werden.

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Arbeitsunfall nachträglich melden (ohne Verbandsbuch)?

Letzte Woche Mittwoch (07.03) habe ich einen Hebelordner dessen Hebel geklemmt hat, fest mit dem Finger zugedrückt es ist nichts passiert. Einige Minuten später hatte ich einen Druck im Finger und dachte eben, dass es von der "Überbelastung" kommt.

Erst am Montag (12.03) als der Druck immer noch da war bin ich einfach mal vorsichtshalber zum Arzt der meinte, dass es nichts halbes und nichts ganzes sei und ich einfach mal noch abwarten soll.

Mittwoch (14.03) bin ich dann nochmals zum Arzt und es stellte sich heraus, dass der Finger entzündet ist und er verschrieb Antibiotika.

Heute (16.03) war ich nochmals zur Kontrolle - die Entzündung ist raus zurück bleibt eine Eiteransammlung im Finger, die ich übers Wochenende mit Zugsalbe versuchen soll raus zu bekommen. Wenn das nicht geht muss ich am Montag zum Chirurgen es rausschneiden lassen.

Soviel mal zum Hergang. Noch ein paar Anmerkungen:

  1. Das ist während der Arbeit passiert. Ich habe aber nichts ins Verbandsbuch eingetragen, da ja nichts ersichtlich war, kein Verbandsmaterial benötigt wurde und auch im Grunde wie mein Arzt sagte "nichts halbes und nichts ganzes war".
  2. Ich war auch bisher nicht krankgeschrieben - denke, wenn es am Montag geschnitten wird, wird sich das ändern.

Nun meine Frage: Kann ich das überhaupt noch im Betrieb melden bzw bei der BG? Habe ja wie gesagt nichts eingetragen und der eigentliche Unfall war ja im Grunde schon am 07.03 und somit lange her.

Der zuständige Mitarbeiter meiner Firma ist momentan nicht im Haus deshalb wollte ich vorab wissen ob jemand von euch sich da auskennt.

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