Arbeitsunfall nachhinein eingefallen?

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2 Antworten

Du kannst es (z. B. über den Arzt) als Arbeitsunfall melden.

Das wird Dir aber nichts nutzen, da ein Bandscheibenvorfall nicht plötzlich kommt. 

Er macht sich zwar unter Umständen "schlagartig" bemerkbar, aber die Bandscheiben brauchen eine ganze Weile, bis sie dann entgültig "durchdrücken". Deine Bandscheibe war also in dem Moment, wo Du es bemerkt hast, schon länger "Vorgeschädigt". Lass Dir das am besten mal von Deinem Arzt genauer erklären.

Das sich das jetzt ggf. bei der Arbeit bemerkbar gemacht hat, war mehr oder weniger Zufall. Man nennt das auch Gelegenheitsursache. Die eigentliche Schädigung liegt aber schon länger zurück, bzw. hat über eine längere Zeit stattgefunden.

Und damit kann es kein Arbeitsunfall sein, da ein Unfall im rechtlichen Sinne  ein kurzzeitig auf den Körper einwirkendes Ereignis ist.

Da für den Bandscheibenvorfall aber nun eine längere Belastung auf den Körper erforderlich ist, sind die Bedingungen für einen Unfall nicht erfüllt.

Und die schädliche Belastung kommt bei einem Bandscheibenvorfall gewöhnlich sowohl aus dem privaten, als auch aus dem beruflichen Bereich, und man kann die Ursache meist nicht sauber auf den Beruf eingrenzen. Wenn Du einen Job hast, bei dem Du ständig schwer heben musst, dann käme evtl. eine Berufskrankheit in Frage. Aber da hierzu die (reine) berufliche Ursache rechtlich einwandfrei feststehen muss, muss dies auch meist abgelehnt werden.

Somit bleibes höchstwahrscheinlich bei der Zuständigkeit der Krankenkasse.

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Kommentar von Deviil1986
25.11.2016, 15:58

WoW vielen Dank das war mal sehr Informative

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Auf jeden Fall der BG melden.

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