Arbeitsunfall mit Privatauto - Wer zahlt?

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4 Antworten

Dein AG würde für den Sachschaden nur aufkommen müssen, wenn die Dienstfahrt angeordnet oder zwingend notwendig war.

Das vermag ich nicht zu erkennen, wenn man aus Bequemlichkeit - selbst auf Anregung des Chefs hin - einen FG bildetet, weil man nicht Zug oder Sammeltaxi fahren wollte und kein Firmenfahrzeug oder Leihwagen zum Veranstaltungsort beanspruchte.

Dann haftest du quotal aus leichter Fahrlässigkeit selbst, wenn "deine Bremsen ein Witz sind": Das müssen sie nicht, auch nicht bei einem 20 Jahren alten Golf oder mit angepasstem Sicherheitsabstand, mit dem du jederzeit zum Stehen kommen musst.

G imager761

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Wenn der Unfall auf einer Dienstfahrt passiert ist, haftet der Dienstgeber bzw. dessen Haftpflichtversicherung für den Schaden. Eine Dienstfahrt war es dann, wenn Ausgangspunkt die Betriebsstätte des Dienstgebers war. Wenn Du die Kollegen von zu Hause abgeholt hast bzw. wieder nach Hause bringen solltest, ohne die Betriebsstätte anzufahren, galt die Fahrt nicht als Dienstfahrt in diesem Sinne, sondern als Privatfahrt. In dem von Dir geschilderten Fall (Rückfahrt von einem Außentermin) wird es also davon abhängen, ob Du glaubhaft machen kannst, dass Euer Fahrtziel definitiv die Betriebsstätte des Dienstgebers gewesen wäre.

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Anspruch hast du nicht, aber du kannst es versuchen.

Den Schaden am anderen Auto zahlt deine KFZ Haftpflicht. Dafür wirst du anschließend höher gestuft. Kasko hast du offensichtlich nicht, folglich bleibst du auf den Reparaturkosten sitzen.

Wenn es Personenschäden gibt, werden diese als Wegeunfall vom Arbeitgeber an die Unfallkasse gemeldet. Die Unfallkasse prüft dann, ob nicht noch wer anderes zahlen müßte und holt sich ihr Geld von deiner KFZ Haftpflichtversicherung zurück.

Wenn dein Arbeitgeber dich um einen Gefallen bittet, dann solltest du dich trotzdem absichern. Also im Vorfald abklären, ob er sich an den Kosten eines Schaden beteiligen würde.

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Könntest du die Frage etwas genauer auslegen? Also bezüglich des Unfallhergangs?

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Kommentar von banksy1337
01.02.2016, 00:35

Hallo,
Ich bin gestern zum Arbeiten zu einer Veranstaltung in eine andere Stadt gefahren. Auf Wunsch meines Arbeitgebers habe ich eine Fahrgemeinschaft für Kollegen gebildet damit sich die Fahrkosten minimieren. Unser Arbeitgeber hat uns lediglich den Sprit bezahlt.

Nun zur eigentlichen Sache.. Auf der Rückfahrt kam es blöderweise zu einem Zusammenprall. Er Vollbremsung, ich Vollbremsung. Er 6 Wochen alter Amg. Ich 20 Jahre alten Golf. Ich dem anderen natürlich hinten drauf, weil meine Bremsen im Gegensatz zu seinen ein Witz waren... Mein Auto ist jetzt vorne ziemlich eingedätscht und die Reparaturkosten belaufen sich auf mehrere hundert Euro..
Naja. Ist überhaupt die Frage den reparieren zu lassen oder sich einfach einen neuen preiswerten zu holen, wie auch immer...
Wurden dann Abgeschleppt und sind mit dem Zug nach Hause gefahren. Nun steht mein Auto auf dem Hof des Abschleppers, der pro Tag 50 Euro verlangt.. Werde es aber morgen von ADAC zu nem Kollegen aufn Hof stellen lassen.
Nun zu meiner Frage: Wer kennt sich wirklich gut mit dem Recht in dieser Situation aus? Habe ich Anspruch darauf, es über Arbeitsunfall zu melden und eventuell einen Teil oder sogar alles von meinem Arbeitgeber erstattet zu bekommen? Ich meine er bat mich darum und es wurde extra eine offizielle Fahrgemeinschaft eröffnet. Das zählt doch als Arbeitsweg und ist somit ein klarer Arbeitsunfall?
Bitte wirklich um Beiträge von Menschen die sich sicher sind oder aus eigener Erfahrung sprechen.
Danke

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