Arbeitsunfall jetzt trotz Schmerzen wieder Arbeitsfähig?!

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4 Antworten

Hallo Silvi,

also das ist eine recht verzwickte Sache. Wenn Du "nur" Prellungen erlitten hast, ist es eigentlich eh ein Wunder, dass die BG so lange die Heilbehandlung übernommen hat. Das ist eigentlich ungewöhnlich.

Ich selbst kenne die Duisburger Klinik auch und wurde dort ebenfalls schon mal begutachtet wegen eines Arbeitsunfalls. Die haben sich dort auch nicht so Mühe gegeben, wie die Ärzte in dem zuvor über mehrere Jahre behandelnden Klinikums. Allerdings wurde dabei nichts an meinem MdE gekürzt etc.

Das eine BG-Klinik natürlich geneigt ist zum Wohle der BG zu entscheiden ist schon klar. Wie aber schon gesagt, da Du offensichtlich keinerlei Brüche oder Risse davon getragen hast, ist die Sache nicht so einfach. Und wieso sollten Deine Probleme auf Vorerkrankungen zurück zu führen sein? Sowas machen die Ärzte ganz gerne.

Ich hatte auch mal so einen Fall bei einem Arbeitsunfall. Da wurde zunächst auf Prellung der Wirbelsäule diagnostiziert, da auf dem normalen Röntgenbild nichts zu sehen war (was aber bei einem frischen Bruch nicht unnormal ist). Der D-Arzt bei mir im Ort behandelte mich auch weiter auf die Prellung und verordnete sogar Krankengymnastik. Allerdings wies er mich darauf hin, dass ich nach etwa 6 Wochen nicht mehr über die BG behandelt werden kann. Ich suchte darauf hin eine Hausärztin auf, die mir auch mehrere Untersuchungen bei verschiedenen Spezialisten verordnete. Etwa 2 1/2 Monate nach dem Unfall konnte ich mich in einem Krankenhaus in einer Sprechstunde einfinden und da stellte man dann überrascht fest, dass ich mir bei dem Unfall einen Bruch des 2. Lendenwirbels zu gezogen hatte. Ich wurde umgehend operiert.

Nach der Reha habe ich dann an die Landesärztekammer geschrieben wegen des Behandlungsfehlers des D-Arztes. Sie schrieben ihn an und er wollte sehr gern mit mir sprechen. Ich ging auch dort hin und er setzte ein Schreiben an die BG auf, die daraufhin alle vorherigen Kosten und alles weitere übernahm und sogar eine Rente zahlte.

Das nur mal zur Info bezüglich Einstellung der BG-Behandlung und über Krankenkasse weiter behandeln. Auch bei mir wurde bei den Beschwerden auf Vorerkrankungen der Wirbelsäule diagnostiziert.

Was mir zu Deinem Fall sonst noch einfällt wäre eine neurologische Untersuchung. Ich könnte mir ganz gut vorstellen, dass vielleicht da irgendwo ein Nerv eingeklemmt oder was weiß ich was ist. Das wäre nach meiner Meinung das einzige, was vielleicht eine Ursache für Deine Schmerzen sein könnte.

Ich wünsche Dir noch viel Glück und gute Besserung :-).

LG Tom

Hoi.

Tja, ob das Widerspruch einlegen etwas bringt...

Die BG hat über ein Jahr Heil- und Geldleistungen erbracht. Sie haben dich drei Tage lang von innen nach aussen gedreht. Und sie haben nichts unfallabhängiges mehr gefunden - bis auf eine psychologische Sache, die wohl aber nichts mit dem Unfall zu tun hat.

Alleine die Unfallfolgen, Prellungen an der ganzen rechten Körperhälfte und am Kopf, hätten im Normalfall nicht zu einer so langen Arbeitsunfähigkeit geführt.

Die Ärzte haben in ihren Gutachten, die dir sicher in Kopie vorliegen, klar beschrieben, was Sache ist.

Als Aussenstehender finde ich es schon gut, wieviel Zeit und Mühe die BG investiert hat, um dich wieder fit zu machen. Wenn nun die Ärzte sagen, die Unfallfolgen sind ausgeheilt und die verbliebenen Schmerzen haben damit nichts mehr zu tun - dann zahlt halt jetzt die Krankenkasse alles weitere.

Wenn du dich weiter für berufsunfähig hälst, mußt du jetzt einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen.

Ciao Loki

wenn du Rechtschutz hat sofort zum Anwalt, die wollen nur günstig davon kommen

Ja, Rechtschutz habe ich, nur muss ich erstmal einen Anwalt finden der sich mit Berufsgenossenschaften auskennt

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Widerspruch einlegen!

Ich weiß überhaupt nicht, da auf den Bildern nichts zu sehen ist ob da ein Wiederspruch oder ein Anwalt überhaupt weiterhelfen?!

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