Arbeitsunfall Berufsgenossenschaft

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hoi.

Ohne weitere Infos in diesem Fall kann man nicht sagen, ob Versicherungsschutz bestand oder nicht.

Hier das Urteil des Bundessozialgerichts, dass den Weg zum Mittagessen als versichert ansah:

http://www.bgn.de/8185/34921

"Entscheidend für den Versicherungsschutz ist, dass diese Wege nicht aus privaten Interessen unternommen werden, sondern wegen der versicherten Tätigkeit – mit einer »auf diese Tätigkeit bezogenen Handlungstendenz«. Wenn also ein Beschäftigter in der Mittagspause einen Weg zurücklegt, um außerhalb des Betriebes ein Mittagessen einzunehmen und so seine Arbeitskraft zu erhalten, dann ist das eine versicherte Tätigkeit. Der Ort der Essenseinnahme darf frei gewählt werden. Keiner darf gezwungen werden, die nächstgelegene Nahrungsquelle aufzusuchen."

Daher also erstmal den Unfall bei der BG melden.

Gute Besserung Loki

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

war der Orthopäde ein D-Arzt oder ein normaler Orthopäde der eigentlich keine Arbeitsunfälle behandelt? Die Aussage des Arztes ist ein wenig seltsam, denn es kommt es auf die Schwere der Verletzung nicht an.

Grundsätzlich ist die Antwort von Sabirke jedoch korrekt. IN der Pause besteht im Gegensatz zu den Wegen zur oder von der Pause (s. Antwort von lokicorax) kein Versicherungsschutz als Beschäftigte. Andererseits kann die zuständige BG per Satzung regeln, dass Personen auf dem Betriebsgelände versichert sind (§3 Abs. 1 Nr. 2 SGB VII). Diese Regelung ist jedoch eher für Sonderfälle gedacht.

Locicorax hat jedoch recht, ruhig erst einmal eine Unfallanzeige durch den Arbeitgeber ausfüllen lassen. Herr des Verfahrens ist die BG, nicht der behandelnde Arzt. Also lass die BG den Fall prüfen, zu verlieren hast du ja nichts.

Viele Grüße bknupper

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo! Ich habe eine ähnliche Frage: Ich habe beim Umzug unseres Betriebes eine Umzugskiste angehoben, daraufhin einen Hexenschuss erlitten und bin ohnmächtig geworden (dann kam Notarzt etc). Der Orthopäde meint nun, dies wäre kein Arbeitsunfall. Ist das korrekt? Welche Auswirkungen hat es für mich, ob es als Arbeitsunfall eingestuft wird oder nicht? Vielen Dank für eure Unterstützung!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, die Mittagspause ist nicht versichert, das ist per Gesetz so, da keine versicherte Tätigkeit vorliegt, denn Mittagessen mußt Du auch wenn Du nicht zu Arbeit gehst. Zusätzlich kann es noch sein, dassdie Schädigung auf Grund einer Vorschädigung entstanden sein kann, das wird dann innere Ursache genannt. Du wirst die Schiene wohl selbst bezahlen müssen und kannst die Kosten dann nur bei der Steuererklärung angeben. Tut mir leid Dir nicht weiter helfen zu können

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Alle zusammen, Danke für euere Antwort. Während der Mittagspause befand ich mich auf dem Betriebsgelände, habe auch Zeugen. Aber das ist nicht der Punkt, der Orthopäde fragte nicht mal um welche Uhrzeit es passierte. Er meint, daß die Verletzung sei nicht so schwer und wird nicht als Arbeitsunfall eingestuft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lokicorax
26.10.2012, 12:09

Hoi.

Was für ein Quatsch!

Du solltest den Arzt wechseln, wer weiss, wann der mit der Fackel kommt um die Wunde auszubrennen oder nimmt gleich die Säge um dein Leiden final zu beenden(Holzbeine hat er sicherlich schon auf Vorrat dort liegen).

Im Ernst: geh bitte zu einem sogn. D-Arzt, dass kann auch ein Orthopäde sein. Die sind besonders geschult und kennen sich daher mit Arbeitsunfällen aus.

Die Schwere der Verletzung spielt gar keine Rolle - so ist nämlich auch der Schaden an einer Brille versichert, auch wenn man selbst gar nichts hatte:

§8 Abs.3 SGB VII

(3) Als Gesundheitsschaden gilt auch die Beschädigung oder der Verlust eines Hilfsmittels. (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__8.html)

Ciao Loki

0

Was möchtest Du wissen?