Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung krankenkasse

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8 Antworten

Hallo,

es gibt verschiedene Punkte, die wichtig werden können:

1) Auf der Bescheinigung ist ein Vermerk "bei verspäteter Vorlage droht Krankengeldverlust". Die Frist beträgt 1 Woche (§49 SGB V). In den meisten Fällen zahlt der Arbeitgeber für 6 Wochen das Entgelt weiter, so dass eine verspätete Meldung keine Auswirkungen. Wenn die Erkrankung aber in der Vergangenheit bereits aufgetreten ist, kann der Arbeitgeber Zeiten mit der gleichen Ursache addieren und ggf. keine Entgeltfortzahlung leisten. In den ersten 4 Wochen eines neuen Arbeitsverhältnisses braucht der Arbeitgeber laut Gesetz überhaupt keine Entgeltfortzahlung leisten. Die Krankenkasse wüede in diesen Fällen erst ab Tag der Meldung zahlen.

2) Wenn der Arbeitgeber prüfen möchte, ob Arbeitsunfähigkeits (AU)-Bescheinigungen die gleiche Ursache haben, fragt er bei der Krankenkasse an. Wenn dort keine Bescheinigungen mit Diagnose vorliegen, kann der Arbeitgeber ggf. bis zur Klärung die Entgeltfortzahlung verweigern.

3) Wenn man selber später eine Zusatzversicherung, Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung abschließen möchte, hat man alle bisherigen Erkrankungen anzugeben. Da kann es vorteilhaft sein, wenn die Daten bei der Krankenkasse gespeichert sind. Vergessene Angaben gefährden den Versicherungsschutz in der Privatversicherung.

http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Formulare-der-Privaten-Krankenversicherer-Diagnose-unklar-1669604-1669862/

Gruß

RHW

RHWWW 06.07.2011, 18:30

Danke für den Stern!

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Ich habe vor einigen Jahren folgendes erlebt (und muss zugeben das es etwas peinlich ist): Ich hatte eine längere Krankheit mit vielen Krankmeldungen im 14-Tage Rythmus. Irgendwann rief eine Mitarbeiterin der Krankenkasse an und hat mich gefragt wo denn meine Kopien der Krankmeldungen der letzten 2 Jahre für die KK wären. Ich hatte diese leider nie an die KK geschickt. Allerdings habe ich dadurch auch keine Nachteile bei der KK gehabt. Vielleicht ist dass aber von KK zu KK verschieden. Bin bei der DAK versichert.

ixijoy 05.07.2011, 10:50

das liegt nicht an der krankenkasse, sondern am kleinlichen arbeitgeber. habe ich auch erlebt, als es um die 6 wochen lohnfortzahlung eines mitarbeiters ging. da hat so eine alte treue mitarbeiterin extra bei der krankenkasse angerufen, weil ihr einfiel, dass der mitarbeiter doch schon mal wegen dieser krankheit einen tag fehlte und sie wollte die 6 wochen um diesen tag zum wohle der firma kürzen.

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wenn ich genau weiß, dass ich auf gar keinen fall länger als 6 wochen wegen dieser sache krank sein werde leg ich es bei mir zuhaus ab. wenn du aber doch länger als 6 wochen krank bist, dann gibt es kein krankengeld von der krankenkasse. ansonsten dient der krankenkassenzettel nur statistischen zwecken - jeder arbeitnehmer war im jahr 2011 durchschnittlich 6 tage krank, damit hat sich der krankenstand aufgrund der guten konjunktur gegenüber 2010 um 2 tage erhöht-. das kommt dann in den nachrichten.

Da es sein kann, dass Du für länger krank geschrieben wirst, muss es auch die Krankenkasse wissen. Die Krankenkasse zahlt nämlich nach 6 Wochen Krankheit das Krankengeld, der Arbeitgeber keine Gehalt mehr.

Ich glaube es kann dann sein, dass du kein Krankengeld bekommst wenn du über 6 Wochen krank bist. Die können es dann nicht feststellen, wie lange genau du schon krank bist. LG

die Krankenkasse zahlt nach 6 Wochen Geld. Um zu sehen, wann die 6 Wochen beginnen, brauchen sie die Scheine. Wenn Du aber nur 1-2 Tage krank bist kannst Du auch darauf verzichten.

wenn länger krank auch wegen dem krankengeld

weil die KK es für ihre Unterlagen braucht

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