Arbeitsstelle gekündigt und zu viel Urlaub genommen?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wichtig ist hier zunächst mal, was bezüglich der Gewährung von Urlaub in Deinem Arbeitsvertrag steht. Bezieht sich dieser Passus insgesamt auf eine Regelung nach Paragraf 3 BUrlG ( gesetzlicher Mindestanspruch auf Ulaub ), so hast Du ab dem 7. Monat Deiner ununterbrochenen Beschäftigung in diesem Betrieb rechtlich einen Anspruch auf den gesamten gesetzlichen Jahresurlaub, wenn Du seit dem 1.1.2016 dort bereits tätig bist.

Etwas anders KANN es jedoch bei tarifvertraglich geregelten Urlaubsansprüchen sein, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus gehen. ( z.B. ein tariflicher Urlausanspruch von 30 Tagen p.A. statt 20 Tagen p.A. als gesetzliches Minimum )

Hier kann für den tariflichen Anteil der zusätzlichen Urlaubstage nach wie vor noch eine Teilanspruchsregelung geregelt sein. Solltest Du nach dieser Regelung dann wirklich ein paar Tage zu viel Urlaub bezahlten Urlaub bekommen haben, so könnte man diesen Überschuss m.W. dann mit dem letzten Monatslohn noch mindernd aufrechnen. ( also entsprechend der zu vielen Urlaubstage dann Geld abziehen )

Aber die Forderung zur Nacharbeit kann der Arbeitgeber nicht geltend machen, wenn diese Nacharbeit bis zum Zeitpunkt des regulären Ausscheidens aus dem ordentlich gekündigten Vertrag nicht mehr erbracht werden kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von marti4077
30.08.2016, 20:50

Bin seit 01.10.2014 in diesem Betrieb beschäftigt und habe einen Jahres Urlaubsanspruch von 27 Tagen. Im Vertrag steht ( in dem Kalenderjahr, in dem das Arbeitsverhältnis beginnt oder endet, hat der/die Arbeitnehmer für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubes)

0
Kommentar von marti4077
30.08.2016, 21:38

Ok. Mein Arbeitgeber ist der Meinung das ich den zu viel gebrauchten Urlaub abarbeiten muss. Dachte mir aber schon das er damit nicht durch kommt.

0

nach 6 monaten arbeitsverhältnis hast du den vollen urlaubsanspruch und darfst diesen auch nutzen, sofern der arbeitgeber einverstanden ist.

es gibt keine möglichkeit für den arbeitgeber, diesen urlaub zurückzufordern, genauso wenig kann er bei korrekter kündigungsfrist deinerseits ein längeres arbeitsverhältnis fordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von marti4077
30.08.2016, 19:09

Bin seit zwei Jahren bei ihm beschäftigt. inwiefern sollte er einverstanden sein?

0

nein aber dann mußt du unbezahlten Urlaub nehmen bzw bekommst für diese Zeit keinen Lohn

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von floppydisk
30.08.2016, 19:05

das ist schlichtweg falsch.

da bei einem ausscheiden ende september die zweite jahreshälfte bereits erreicht ist, kann der arbeitgeber nichts machen.

0

Geh einfach zum arzt und lasse dich krank schreiben so wie 90% der leute die kündigen ;)
Wiederum weiß ich nicht ob er dann das geld für den zuviel genommenen Urlaub verlangen kann, was meines erachten nach eig auch sein recht sein sollte

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von floppydisk
30.08.2016, 19:07

um dann zum arbeitsmediziner geschickt zu werden, welcher eine vergetäuschte krankheit diagnostiziert und um dann eine konventionalstrafe auferlegt zu bekommen, weil man vorsätzlich den betrieb schädigt? sehr intelligenter vorschlag, an dummheit kaum noch zu überbieten.

0
Kommentar von xxeroxx4
30.08.2016, 19:11

Das ist keineswegs dumm!
Man kann sich sogar wegen mobbing krank schreiben lassen, aber ich glaube das machen dann schon eher therapeuten.

0
Kommentar von marti4077
30.08.2016, 21:43

diesen Gedanken hatte ich auch schon. Warum ich dort gekündigt habe hat auch den Grund das es von Seite des Chefs regelrechte mobbing Attacken gab.

0

Was möchtest Du wissen?