Arbeitsrecht und Vertrag, Krankfeiern?

2 Antworten

Hallo,

in den ersten 4 Wochen einer neuen Beschäftigung besteht nach § 3 EFZG kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung (Ausnahme: im Arbeits- oder Tarifvertrag ist etwas Abweichendes geregelt).

Die Krankenkasse zahlt Krankengeld nach § 49 SGB V frühestens ab Tag der Mitteilung der Arbeitsunfähigkeit (es besteht eine Woche "Karenzzeit"). Auf jeder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung steht ein fettgedruckter Hinweis "Bei verspäteter Vorlage droht Krankengeldverlust!"

http://www.kbv.de/media/sp/02_Mustersammlung.pdf

-> Muster 1a

Gruß

RHW

 

Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht nach 4 Wochen Beschäftigungsverhältnis. Lag natürlich nicht vor. AUs sind der KK innerhalb einer Woche anzuzeigen, sonst verfällt der Anspruch auf KG. Warum hat deine Frau ihre Bescheinigung denn nicht weitergeleitet?

Weil die Chefin das übernehmen wollte. 

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Sowas macht man doch selbst. Die Chefin sollte die Bescheinigung für die KK auch gar nicht bekommen, da auf dieser die Diagnose steht!

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Ja, so isses: 4 Wochen Wartezeit für Lohnfortzahlung; AU muss an die Krankenkasse und zwar unverzüglich. Ohne Meldung dort gibts auch kein Krankengeld. Da habt ihr wohl Pech.

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@1ZuZu

In Ordnung, dass war uns beiden leider nicht bewusst.
Dann hoffen wir mal, dass die Krankenkasse mit sich reden lässt, ich danke euch!

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Da wird nichts zu machen sein, selbst wenn ihr die Bescheinigung jetzt mit der o.g. Begründung nachreicht. Zu spät ist zu spät!

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