Arbeitsrecht - Überstundenregelung

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Höchstarbeitszeit in Deutschland beträgt 10 Stunden am Tag. Nur wenn der Arbeitnehmer sagt, er kann zeitlich begrenzt mehr arbeiten, ist es erlaubt mit Zeitausgleich. Dem Arbeitgeber ist sehr wohl zuzumuten, jemanden einzustellen, kurzfristig über eine Zeitarbeitsfirma z.B.. Nur bei saisonal kurzfristig überlasteten Firmen ist es eine Ausnahme. Aber bei dir ist es ja der Normalzustand, oder? Ein guter Rat noch. Laut Gesetztgeber muss der Arbeitgeber nur angeordnete Überstunden bezahlen. Freiwillig gemachte also nicht. Wenn ihr euch im Streit trennt, sind vieleicht deien Überstunden futsch. Wichtig also erstmal, eine schriftliche Anweisung für Überstunden, mit einer finanziellen Regelung. Erst dann kann ma dagegen vorgehen. Arbeitsverweigerung kann es nur sein, wenn man die Überstunden verweigert, wenn die Existenz der Firma auf dem Spiel steht.Sonst müsse Überstunden vorher angesagt werden und wenn vorhanden, mit dem Betriebsrat abzusprechen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Larchik
06.05.2009, 20:39

Vertraglich kann ich die ersten 10 Überstunden im Monat nur als Zeitausgleich nützen. Was die anderen Stunden angeht, kann ich es mir aussuchen, ob ich sie ausbezahlt haben möchte oder als Zeitausgleich nehme. Da hab ich noch Glück. Aber das andere Problem das ich habe ist: wann soll ich denn Zeitausgleich nehmen, da immer so viel los bei uns ist?? Seit einem Jahr geht das so (Damals hatten wir noch mehr Leute und zurzeit sind wir unterbesetzt). Also sind meine ersten 10 Überstunden ein Guthaben, denn ich nie verbrauchen kann...

0

Es wäre mir nicht bekannt, dass es irgendwo eine Höchstgrenze für Überstunden gibt, so lange die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden! Nimm da als Beispiel mal den Strassenbau. Die kloppen über den Sommer Überstunden en masse. Arbeiten am Wochenende durch und haben lediglich 6 Stunden Schlafpausen. Und im Winter feiern sie das dann als "Schlechtwetter" wieder ab. Einzig die Möglichkeit das in einem bestimmten Zeitraum wieder abzufeiern muss der Arbeitgeber bieten. Sonst muss er die Zuschläge oder die kompletten Überstunden zahlen. Der Zeitrahmen ist aber tarifabhängig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Larchik
05.05.2009, 20:30

Da gibt es wohl andere Regelungen. Eventuell steht etwas darüber im Kollektivvertrag. Hab gerade bei WKO (=Link von Critter) nachgelesen

0
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Larchik
05.05.2009, 20:27

Zitat: "Die Arbeitszeit darf in den oben angeführten Fällen der Vor- und Abschlussarbeiten über zehn Stunden täglich verlängert werden, wenn

eine Vertretung des Arbeitnehmers durch andere Arbeitnehmer nicht möglich ist und dem Arbeitgeber die Heranziehung betriebsfremder Personen nicht zugemutet werden kann." Das erklärt wohl einiges. Trifft bei uns zu, also können (und müssen) wir weiter Überstunden machen. Danke für den Link!

0

Da kann Dir nur die Gewerkschaft weiterhelfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?