Arbeitsrecht: Sind solche Fragen zulässig?

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6 Antworten

Jein, die erste Frage sehe ich als absolut ungerechtfertigt an, lügen ist sogar "amtlich erlaubt"

Zur 2. Frage: Bestimmte Tätigkeiten sind für Behinderte tabu und daher kann so eine Frage durchaus gerechtfertigt sind.

Zur 3. Frage: Sehe ich genauso wie bei 2. Beispiel: Wer unter Epilepsie leidet, sollte nicht gerade einen Anfall bekommen, wenn er auf eine Leiter steht. Es ist also auch für einen Schutz

Zur 4. Frage: Grundsätzlich gehen Vorstrafen dem AG nichts an, wenn du aber wegen Betrug, Diebstahl von Geld usw verurteilt wurdest und sollst ihn einem Bereich tätig sein, wo ein besonders Vertrauensverhältnis herrschen wie Umfang mit Geld, so kann die Frage dennoch gerechtfertigt sein. Aber: schwebende Verfahren müssen nicht angeben werden! Schwebende Verfahren heißen eben nicht verurteilt!

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Abwesenheit - die Frage ist unzulässig

Behinderung/Krankheit

die Frage ist grundsätzlich unzulässig

Die Frage nach der Schwerbehinderung ist nur noch dann zulässig, wenn bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten zwingende Voraussetzung für die berufliche Tätigkeit sind.

Vorstrafen - grundsätzlich zulässig - aber nicht so, wie sie gestellt ist (es muß ganz speziell nach bestimmten, für die Tätigkeit relevanten Straftaten gefragt werden) - daher so unzulässig

aktuelles Gehalt - die Frage ist unzulässig

Alle unzulässigen Fragen dürfen falsch beantwortet werden, da eine Nichtbeantwortung im Regelfall Nachteile im Auswahlverfahren zur Folge hätte.

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Die erste Frage wirst Du wahrscheinlichl wahrheitsgemäss beantworten müssen. (Oder jedenfalls so dass Dir niemand beweisen kannst das Du gelogen hast.)

Bei der zweiten darfst Du m.E. lügen.

Bei drei und vier sollst Du selbst etwas einschätzen; und wenn Du selbst es so einschätzt das die Antwort "nein" lautet, hast Du nicht gelogen.

Außerdem deuten die letzten beiden Fragen darauf hin, das Dein zukünftiger Arbeitgeber dazu keinen Anwalt konsultiert hat, oder das dieser nicht allzu helle ist....

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Die erste Frage kannst Du getrost mit Ja beantworten, denn Du hast Urlaubsanspruch, den kennst Du schon heute und der ist mehr als 2 Wochen .

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Kommentar von Nightstick
04.09.2014, 14:10

Gute Antwort - obwohl natürlich der Kurantrag gemeint ist... (DH)

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Hallo, die Fragen 1-3 sind unzulässig.Wenn eine Behinderung vorliegt,dann gibt man sie doch wohl schon bei der Bewerbung an.... MfG

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Ist halt eine Zwickmühle:

Nicht beantworten = kein Job

richtig beantworten = Chance auf den Job

falsch beantworten = Könnte Ärger wegen falscher Angaben geben

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Kommentar von P1504
04.09.2014, 15:30

Falsch. Du darfst folgenlos lügen, wenn die Frage unzulässig ist.

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