Arbeitsrecht, Lohnverweigerung wegen unentschuldigten Tagen?

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6 Antworten

 Nun wurde gesagt das ich nur 2 Tage frei bekommen kann

 Teilurlaub erwirbt man nach § 5 BUrlG für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses.

das ich dort 2 Monate bin bzw bald war

Bald bedeutet, Du hast noch keine zwei vollen Monate. Dein Anspruch beträgt also 1/12 des Jahresurlaubs. Das sind 1,66 Tage die auf zwei volle Tage aufgerundet werden.

obwohl ich noch keinen Urlaub genommen hatte, dabei stehen uns 20 Tage zu wovon ich keinen Tag genutzt hatte.

20 Tage wird der Jahresurlaub sein, das ist der gesetzliche Mindesturlaub von vier Wochen bei einer Fünf-Tage-Woche

Den vollen Urlaubsanspruch von vier Wochen erwirbst Du erst nach sechs Monaten Wartezeit (§ 4 Bundesurlaubsgesetz) und das auch nur, wenn Du noch bei keinem anderen AG im laufenden Kalenderjahr Urlaub genommen hast, da § 6 BUrlG Doppelansprüche ausschließt.

Ich habe das der Chefin auch gesagt das das eine einmalige Chance ist und ich die Probe Woche durch arbeiten werde.

Was wohl bedeutet, Du hast die zwei genehmigten Urlaubstage genommen und noch drei Tage ohne Genehmigung drangehängt.

Der Betrieb wird Dir Deine geleistete Arbeitszeit bezahlen, die ungenehmigten freien Tage aber nicht.

Mal ganz nebenbei: Schön, dass Du den anderen Job bekommen hast. Für die Zukunft würde ich Dir aber raten Dich an die Regeln im Arbeitsleben zu halten. Eigenmächtige Freistellungen gehören zum absoluten "no go".

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Für Arbeitsleistung die du nicht erbracht hast, besteht kein Anspruch auf Vergütung.

Lohnfortzahlung gibt es für Urlaub und Kranktage. Du hast 2 Tage Urlaub bekommen, nach eigener Aussage und die restlichen 3 gehst du einfach nicht hin.

Dafür bezahlt dich natürlich dann auch keiner.

Wenn deinem Arbeitgeber dadurch ein Schaden entsteht bist du ggf. zum Schadenersatz verpflichtet. Das würde dann aber vermutlich vor dem Arbeitsgericht geklärt.

Bei einem normalen vertrag kann  nur das einbehalten werden wen du dann  nicht gearbeitet  hättest zb die  3 tage wen du eine 5 tage Woche hättest!Außerdem nach  2 Monaten stehen dir   noch keine 7 tage Urlaub zu!sonder nur 2-4!

Die Stunden, die Du geleistet hast, muss Dir Dein Arbeitgeber auszahlen.

Für gewöhnlich gibt es auch keinen Urlaubsanspruch während der Probezeit. Wenn er dennoch gewährt wird ist das schon ein großes Entgegenkommen der Firma.

Wobei es an sich natürlich schon etwas dreist ist, während der Probezeit 1 Woche Urlaub zu erfragen und dazu noch mit der Begründung, in einer anderen Firma arbeiten gehen zu wollen. ;)

Denn generell kann Dir Dein AG sogar das Arbeiten in einer anderen Firma sogar verbieten, vor allem während des Urlaubs, weil damit der Urlaub entgegen dem eigentlichen Sinn und Zweck genutzt wird.

Ich kenne deine Vertragsgestaltung nicht, deswegen kann ich nur auf die gesetzlichen Mindestregelungen eingehen.

Wenn du weniger als sechs Monate bei dem Arbeitgeber warst, hast du eh nur Anrecht auf anteiligen (aliquoten) Urlaub.

Das sind 20 / 12 * 2 = 3 Tage.

Für Fehltage ohne AU-Bescheinigung oder Urlaub hast du keinen Lohnanspruch. Für diese Tage kann dir der Lohn grkürzt werden. Aber nicht darüber hinaus, also auch kein ganzes Monatsgehalt.

LouPing 30.06.2017, 08:26

Hey Mojoi

Aber nicht darüber hinaus, also auch kein ganzes Monatsgehalt.

 Langsam,langsam. 

Ich durch das rücksichtslose Verhalten des FS der Firma ein Schaden entstanden kann das u.U. viel mehr kosten als ein Monatsgehalt. 

Der FS hat hier deutlich die Vertragsbedingungen/Anweisungen ignoriert/missachtet-der AG hätte vor dem Arbeitsgerich gute Karten. 

Das Verhalten ist dreist und hätte bei mir die sofortige Kündigung zur Folge-so stände die Lohnfortzahlung für den ganzen Monat nicht meht zur Debatte. 

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Mojoi 30.06.2017, 12:08
@LouPing

Der Schaden ist nachzuweisen und muss durch das - unentschuldigte - Fehlen des Arbeitnehmers unabwendbar gewesen sein. Das heißt, niemand anderes im Unternehmen konnte die liegengebliebenen Arbeiten übernehmen und es ist ein bezifferbarer Schaden entstanden, dessen Kausalität mit dem Fehlen nachweisbar sein muss.

Ähm... neuer Mitarbeiter, gerade mal zwei Monate dabei, und bereits so professionalisiert, dass niemand anderes seine Aufgaben zuende führen kann? Und die Aufgaben so brisant, dass ein finanzieller Schaden entstand? Weil er drei (resp. fünf) Tage fehlte?

Gute Karten... Schadensersatzforderungen von Arbeitgebern werden vor Gericht regelmäßig abgeschmettert.

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Noch keine 2 Monate gearbeitet und schon Urlaubsansprüche stellen? Da lachen ja die Hühner. In der heutigen Arbeitswelt ist nichts unmöglich.

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