Arbeitsrecht, Kündigung, Vertragsstrafe - Frage

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3 Antworten

Es ist eigentlich immer noch für jeden Arbeitgeber nachvollziehbar, dass die "besseren" Bewerber in einem Vertragsverhältnis stehen.

Außerdem will auch KEIN Arbeitgeber gerne einen vertragsbrüchigen Kandidaten haben. Wer einmal den Vertrag bricht, könnte ja jederzeit wieder auf eine solche Idee kommen. Das solltest du auf keinen Fall ernsthaft ins Kalkül ziehen.

  1. Wenn Firmen in der Stellenausschreibung reinschreiben "ab sofort", so kann das sein, dass sie sehr schnell jemand suchen, meist beziehen Sie aber die Kündigungsfrist mit ein, sie wollen ja qualifizierte Leute und - auch wenn das jetzt fies klingt - nicht den erstbesten Arbeitslosen. Ich würde mich also durchaus auf solche Stellen bewerben. Da schreibt man dann im Anschreiben rein, dass man sich derzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befindet, alles weitere wird im Gespräch geklärt, wenn es dazu kommt.

  2. Wenn du nicht kündigst, dich umschaust und was findest, das du dann schneller antreten sollst, als deine Kündigungsfrist hergibt (was auch obigen Fall mit einschließt), dann geh zu deinem Chef und bitte um einen Aufhebungsvertrag. DIe meisten Chefs handeln nach dem Grundsatz "Reisende soll man ziehen lassen", denn nichts ist schädlicher für den Betrieb, als ein Mitarbeiter, der seine Zeit noch absitzt und keinen Bock mehr hat.

Wenn dein Chef ok drauf ist, dann kannst du ihm ja andeuten, dass du dich umschaust. Dann trifft es ihn nicht unvorbereitet... Und dann ist er vielleicht auch eher zu einem Aufhebungsvertrag bereit.

Was es mit deiner Vertragsstrafe auf sich hat, kann ich nicht beurteilen.

Danke für deine Antwort. Ich habe auch schon an die option gedacht, meinen Chef zu informieren, dass ich weg will, mich umsehe etc. und ob er sich dann mit einem Aufhebungsvertrag zufrieden geben würde. Aber wie genau geht das dann? Ich bekomme dann quasi Gehalt bis zum Ende (anders als bei der Vertragsstrafe) und er schreibt mir einen Vertrag, dass ich gehen kann?

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@biene7755

Ich habe das auch schon gemacht. Man legt einen Termin fest, zu dem dann Schluss ist, meist wenn man schon mehr weiß, also schon einen neuen Job in Aussicht hat. Urlaub und evtl. Überstunden werden noch mit verrechnet. Es gibt dann eine Vereinbarung, dass das Vetragsverhältnis zum soundsovielten in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst wird und alle Ansprüche damit abgegolten sind.

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@tiniwuzz

danke tiniwuzz, aber hattest du vorher die kündigung eingereicht? und den vertrag quasi gemacht um früher gehen zu können, als es eigentlich deine frist zugelassen hätte?

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Könntest doch fristlos kündigen aus wichtigem Grund, es muss ja Gründe geben wenn du da weg willst.

Nein, fristlos kündigen kann ich nicht, da es keinen wichtigen Grund gibt. Ich komme sehr gut mit meiner Arbeitsstelle zurecht, ich wechsele nur aus persönlichen Gründen.

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@biene7755

Hast du Mal versucht mit deinem Vorgesetzten zu reden, wenn du immer ein guter Arbeiter warst wird er es verstehen.

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@LostRocker

Nein, habe ich noch nicht. An die obige Idee mit dem Aufhebungsvertrag habe ich auch schon gedacht, aber weiß ich eben nicht ob sich mein Chef darauf einlassen würde, weil er sich ja schlechter stellt (hat wenigter Zeit Ersatz für mich zu finden).

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