arbeitsrecht in der landwirtshaft

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Grundsätzlich muss er nur die im  Vertrag vereinbarte Leistung erbringen.

Also 55 Stunden. Alles was darüberhinaus geht, ist vom Arbeitgeber zu vergüten oder durch Freizeit auszugleichen. Entscheidend ist übrigens auch, dass dein Mann trotz Berufstätigkeit die Möglichkeit erhält, eine angemessene Freizeit zu haben. Das ist hier wohl nicht der Fall.

So dürfen zum Beispiel Überstunden nur im Ausnahmefall vom Arbeitgeber verlangt werden.  Im Arbeitsvertrag muss auch angegeben werden, wann diese 55 Stunden pro Woche abgeleistet werden müssen. Sollte dort eine flexible Arbeitszeit vereinbart sein, sieht das schon anders aus. Dann kann dein Mann jederzeit zur Arbeit herangezogen werden; allerdings nur im Rahmen der vereinbarten Wochenarbeitszeit.. Soweit der Vertragsvereinbarung ein Tarifvertrag zugrundeliegt, gibt es besondere Regelungen über Sonntags und Feirtagsarbeit. Im Hinblick auf die Sonntagsarbeit muss es ebenfalls eine Vertragsvereinbarung geben.

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, einen schriftlichen Arbeitsvertrag vorzulegen. Den solltet ihr anfordern.

Die Angabe der Wochenarbeitszeit spielt auch für die Bemessung des Rentenversicherungsbeitrag eine Rolle. Wenn der Arbeitgeber keinen entsprechenden Freizeitausgleich gewährt oder auch die Zahlung von Überstunden nicht gewährt, so handelt es sich um eine strafbare Verkürzung von Sozailversicherungsbeiträgen.

Wenn diese Überstunden regelmäßig abgeleistet werden, dann handelt es sich auch nicht mehr um bloße Mehrarbeit, sondern um die faktische Wochenarbeitszeit.

Ich würde mich an eurer Stelle von der Rentenversicherung beraten lassen und die Modalitäten des vorliegenden Beschäftigungsverhältnisses klären lassen.

Es mag sich ungewöhnlich anhören, aber schliesst eine Rechtsschutzversicherung ab

Ich weis nicht, ob dein Mann ausgebildeter Landwirt ist. Aber der landwirtschaftliche Tarifvertrag siht für Landwirte einen Ecklohn von über 10 Euro vor.

Grüß mir deinen Mann. Ich bin nicht nur Jurist sondern Berufskollege.

Ihr könnt mich jederzeit kontaktieren.

Also alles Gute.

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vielen dank für deine ausführliche antwort. werde mit meinem mann heute abend alles besprechen.danke für dein angebot, wir werden dich bestimmt nochmal kontaktieren...vielen dank ! Liebe grüsse...

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@resi74

Wie ihr sicher wisst, darf ich in diesem Forum keine Rechtsberatung anbieten.

Jedoch hoffe ich, dass ihr einen Internetanschluss habt. Unter der Adresse www.gesetze-im-internet.de sind alle deutschen Gesetze, also auch die Arbeitsgesetze angegeben. Relevant für euch ist das Arbeitszeitgesetz und das Bundesurlaubsgesetz. Besonders im Arbeitszeitgesetz findet ihr klare Angaben zur täglichen Arbeitszeit, die bei 8 Stunden pro Tag liegt. Dort ist auch Sonn- und Feiertagsarbeit geregelt. Dabei zu beachten ist, dass der Arbeitgeber bis zu zehn Stunden pro Tag verlangen kann, aber unter der Voraussetzung, dass er in einem Zeitraum von 24 Wochen immer noch eine durchschnittliche Arbeitszeit von 8 Stunden pro Tag besteht.

Also schaut auf der angegebenen Internetseite unter Volltextsuche nach den Gesetzen. Gebt alo einmal Arbeitszeitgesetz ein und beim nächsten mal Bundesurlaubsgesetz.

Viele Grüße

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das problem gabs hier auf einem hof auch---obwohl der herdsman am sonntag frei hatte,ist er dann doch hin und hat die kühe gemolken,weil der bauer nicht in die hufe kam und die kühe laut brüllten(der hof liegt direkt neben der DORFKIRCHE)

die frau des herdsman hatte sich durch eine gewerkschaft beraten lassen und mit dem bauern geklärt,wie oft es ein FREIES WOCHENENDE gibt.

Bevor ich es vergesse, es gibt natürlich auch Beschränkungen für die Wochenarbeitszeit. 55 Stunden sind viel zu hoch. Ganz davon abgesehen, dass dein Mann wöchentlich zwischen 60 und und 72 Stunden arbeitet. Ausserdem gibt es einen Urlaubsanspruch von mindesten 24 Tagen pro Jahr.

Feiertage bei 30 Stunden-Woche (6 Stunden an 5 Tagen Mo-Sa)?

Hallo werte Community!

Ich habe zwar schon einige Beiträge zu dem Thema im Netz gefunden, allerdings habe ich bisher keine aussgekräftige Antwort gefunden.

Arbeitnehmer AN ist im Einzelhandel beschäftigt und hat mit Arbeitgeber AG einen Arbeitsvertrag abgeschlossen, in dem es heißt:

"Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden und verteilt sich an den Werktagen Montag bis Samstag auf jeweils fünf Tage mit einer arbeitstäglichen Stundenzahl von 6,0 Stunden. Die konkrete wöchentliche Arbeitszeitverteilung ist dem jeweiligen Dienstplan zu entnehmen, den der Arbeitgeber regelmäßig zur Kenntnis gibt."

Die Frage ist nun, welche Ansprüche der AN in einer Woche mit einem Feiertag (an einem Mo-Sa) hat und welche Arbeitszeiten der AG von ihm abfordern kann.

Denkbare Ansätze:

  1. Da die wöchentliche Arbeitszeit sich (natürlich) nur auf die verfügbaren Werktage verteilt, muss der AN seine 30 Arbeitsstunden leisten und hat den Feiertag frei. Dies wäre m.E. aber ein Verstoß gegen § 2 EntgFG.

  2. Wäre der Feiertag kein Feiertag, hätte der AN normal seine Arbeitsleistung von 6 Stunden erbracht, so dass ihm gem. § 2 I EntgFG die entsprechende Vergütung zusteht und er einen weiteren freien Tag in der Woche hat.

  3. Da der AN regelmäßig an fünf von sechs Tagen (Mo-Sa) arbeitet, werden ihm für den Feiertag 5/6 * 6 Stunden = 5 Stunden Arbeitsleistung angerechnet. Es ist wahrscheinlich, dass er einen weiteren Tag frei hat und an einem Arbeitstag eine weitere Stunde (also insgesamt 7 Stunden) leistet, um seine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden zu erfüllen.

Letzteres scheint mir am ehesten zuzutreffen, allerdings bin ich mir unsicher und freue mich daher über begründete Ratschläge.

Vielen Dank, Chris

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