Arbeitsrecht! Brauche dringend rat

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8 Antworten

Einen Anwalt brauchst du beim Arbeitsgericht nicht. Du musst aber gegen die Kündigung innerhalb von 3 Wochen Klage erheben. Das kannst du schriftlich oder zur Niederschrift einreichen.

Wenn du doch einen Anwalt nimmst, musst du den auf jeden Fall selbst bezahlen.

Das mit den Überstunden hängt vom Arbeitsvertrag ab. Also dort nachlesen. Oft steht da drin, dass Überstunden nicht vergütet werden (d.h. man muss sie abfeiern). Oder es steht vermerkt, dass maximal 10h Arbeit am Tag bezahlt werden. D.h. alles was du an dem tag mehr als 10h Arbeitest gilt nicht als Überstunden und verfällt damit automatisch. Ausnahmefälle muss der Chef offiziell und schriftlich genehmigen. Dazu kommt, dass man dir nicht glauben muss, wenn DU dir deine Überstunden aufschreibst. Sowas sollte immer der Vorgesetzte am Ende des Monats gegenzeichnen... werden aber auch die wenigsten machen. Das hängt wirklich vond er Firma ab. Sozusagen hast du damit keinen gültigen Nachweis für deine Überstunden, wenn du nicht stempeln musst.

Wenn du Rechtsschutzversichert bist, würde ich das auf jeden Fall machen. Wenn nicht, kostet ein Beratungsgespräch beim Anwalt auch nicht die Welt und er kann dir sagen, ob und was für Chancen du gegen deinen Arbeitgeber hast. Hast du wenigstens die Überstunden von dem Chef abzeichnen lassen o er Zeugen dafür? Ich hatte mal ein ähnliches Problem und da kam es zu einem Vergleich.

Ich habe ja Arbeitskollegen die genau das selbe problem haben. Denke da wird einer schon sein senf dazu geben. Er hat ja nichtmal im Traum daran gedacht das abzeichnen zu lassen.

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Gg. die fristlose Kündigung solltest du umgehend Kündigungsschutzklage erheben. Ansonsten wird die Kündigung drei Wochen nach Zugang rechtskräftig. In diesem Zuge würde ich den Anwalt gleich mit der Einforderung der Auszahlung der Überstunden und evtl. Resturlaubsanspruch beauftragen. Das lohnt sich in doppelter Hinsicht. 1. fehlt dir ansonsten der halbe März und 2. verzichtest du möglicherweise auf ein weiteres Monatsgehalt durch die Größenordnung der Überstunden. Deine Aufzeichnungen reichen als Anscheinsbeweis, dass du die Stunden erbracht hast.

Bei den Überstunden ists nicht so einfach: Wenn dein Chef die gemachten Überstunden nicht gegengezeichnet hat oder sie durch eine firmeninterne Zeiterfassung (Stechkarten o.ä.) verifiziert werden können wirst du wohl leer ausgehen. Ging mir auch mal so. Trotz Anwalt.

Natürlich das kannst du alles anfechten ... Wenn du in der Industrie arbeitest würde ich sofort die Gewekschaft informieren, falls du mitglied bist

Naja ist nur ein 10 mann betrieb

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Für eine wirkliche Beurteilung fehlen da zu viele Details. Du solltest jetzt ganz ganz schnell eine Kündigungsschutzklage einreiche, also ab zum Fachanwalt für Arbeitsrecht, der kann dir wirklich helfen. Auf den ersten Blick zu deiner Darstellung ist wegen Formfehler und nicht wirklich eingehaltener Fristen die Kündigung schon anzuzweifeln, aber mehr Details wären dazu besser.

Kündigungsschutzklage

Der Kündigungsschutz im Arbeitsrecht wird in Deutschland durch eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht verfolgt. Die Klage muss drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung erhoben werden (§ 4 Satz 1 Kündigungsschutzgesetz - KSchG).

OK Vielen Dank für diese Info Daumenhoch

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Die Klage muss nicht drei Wochen nach Zugang der Kündigung erhoben werden, sondern innerhalb von drei Wochen.

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@lenzing42

@Lenzing42 Im Gesetz steht drin, du hast also recht und ich mich blöd ausgedrück: § 4 Anrufung des Arbeitsgerichtes

Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist. http://dejure.org/gesetze/KSchG/4.html

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Für eine Klage beim Arbeitsgericht hast Du ein Kostenrisiko. Hast Du eine Rechtsschutzversicherung oder könntest Du Prozesskostenhilfe beantragen?

Der AG ist verpflichtet über die Arbeitszeiten Buch zu führen und darf nicht willkürlich die Zeiten wegkürzen.

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