Arbeitsrecht - Überstundenabbau - Krankmeldung?

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4 Antworten

Sorry, ich kann meinen "Vorrednern" nicht zustimmen. Die Antworten sind leider falsch.

Wenn im Arbeits-/Schicht-/Dienstplan keine Arbeit geplant ist weil der AN Überstunden "abbummeln" will/soll, bekommt er während einer Arbeitsunfähigkeit diese Tage/Stunden auch nicht bezahlt.

Hier gilt das Lohn- oder Entgeltausfallprinzip. Danach muss ein AN, sollte er krank werden, so bezahlt werden als hätte er gearbeitet. Die Krankheit muss der ursächliche Grund sein, dass keine Arbeit geleistet werden kann.

Im Fall des Freizeitausgleichs ist aber keine Arbeit geplant, also wird auch kein Entgelt geleistet. Sollte es in einem anwendbaren Tarifvertrag oder im Arbeitsvertrag keine anderslautende Klausel geben (was ich vermute), gilt die gesetzliche Regelung und die Überstunden werden im Freizeitausgleich trotz Krankheit abgezogen.

Urlaub ist eine Ausnahme. Da ein AN während einer Krankheit nicht in der Lage ist Urlaub zu nehmen, werden Urlaubstage dann nicht abgezogen.

http://www.dresdner-fachanwaelte.de/index.php/rechtsgebiete/arbeitsrecht/aktuelle-rechtsprechung/145-ueberstunden-qabgebummeltq-und-krank-geworden-pech-gehabt

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Kommentar von RedBullxxx777
25.08.2016, 07:00

Hallo, danke für die Aufklärung. 

Aber was ist wenn der Arbeitsplan umgeändert wurde, nachdem die Krankschreibung abgegeben wurde und erst im Krankheitsfall die Anordnung kam Überstunden “abzubummeln“ und die Folgebescheinigung eingereicht wird? 

Ein Beispiel um es verständlicher zu machen:

Mo, Di, Mi gearbeitet 

Do Einreichung des Attest bis nächsten Donnerstag, am selben Tag die Anordnung das man für die Tage nach der Krankheit [in dem Fall noch Fr, Sa, Mo, Di und Mi (Austritt)] Überstunden abbummeln wird, aber die Folgebescheinigung 

Darf der AG trotzdem Überstunden abziehen? 

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Kommentar von Ernsterwin
26.08.2016, 06:44

Hallo Hexle2, soweit ich das erkenne, liegt beim Fragesteller genau der entgegengesetzte Fall von dem von Dir zitierten vor. Erst ist der Fragesteller erkrankt, dann wurde der Dienstplan aufgestellt. Also vergleichbar mit dem Normalfall.

Unter diesen Bedingungen müssten die Überstunden bezahlt werden - oder sehe ich das falsch?

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Nein darf er nicht, ich hoffe ihr habt ein ordentliches Arbeitszeitkonto und er hat die Überstunden bestätigt?

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Hallo, liegt dem AG ein schriftliches Attest für die Zeit der Krankheit vor?

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Kommentar von RedBullxxx777
25.08.2016, 02:17

Ja wurde abgegeben

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Hallo RedBullxxx777,

soweit ich weiß, müßtest Du sie bezahlt bekommen.

Du solltest nicht arbeiten, um Überstunden abzubauen. Jetzt bist Du krank. Also müßte der normale Arbeitslohn im Krankheitsfall bezahlt werden sowie die Überstunden, die Du nicht abbauen konntest. Bin aber kein Anwalt.

Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht könnte es Dir genauer sagen. Oder, falls Du drin bist, die Gewerkschaft. Oder der Betriebsrat.

LG

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Kommentar von RedBullxxx777
25.08.2016, 02:20

Wenn ich auf meinen Austritt warte um zu sehen ob mein Arbeitslohn bezahlt bzw ob überstunden abgezogen wuden und dann einen Anwalt aufsuche, wäre es nicht zu spät oder?

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Kommentar von Familiengerd
25.08.2016, 12:31

Bin aber kein Anwalt.

Darum ist Deine Antwort auch (leider) auch falsch - siehe die richtige Antwort und die Kommentare von Hexle2!

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