Arbeitsrecht - gekündigt oder nicht?

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8 Antworten

Du hast eine schriftliche Kündigung getätigt und die deinem Arbeitgeber zukommen lassen. Damit ist sie eigentlich rechtswirksam.

Du solltest versuchen, wenn du nun doch in diesem Betrieb bleiben willst, den dortigen Chef zu erreichen, um mit ihm auszuhandeln, ob diese Kündigung nicht "ignoriert" werden kann.

Wenn das aber nicht möglich ist, hast du leider Pech gehabt, weil du etwas zu voreilig gehandelt hast.

Sofern deine Kuendigung ueberhaupt zulaessig war (ist bei Ausbildungsverhaeltnissen nur in bestimmten Faellen moeglich), dann ist sie auch zugegangen und somit wirksam. Mit welcher Frist hast du denn gekuendigt und welchen Kuendigungsgrund hast du im Kuendigungsschreiben angegeben?

Der Zugang der Kuendigung liegt offenbar schon laenger als 4 Wochen zurueck. Hast du das Ausbildungsverhaeltnis bis heute fortgesetzt (gehst nach wie vor in den Ausbildungsbetrieb und auch zur Berufsschule) und wird dies vom Ausbildungsbetrieb auch toleriert?

Nein ich wollte die Kündigung ca. 1 1/2 Monaten vorher abgeben. Ich wollte wenn erst am 31.08.17 kündigen aber habe nach diesem Gespräch keine abgegeben. 

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@xXJuiceXx17

Dann war die Kuendigung rechtmaessig und ist auch im Ausbildungsbetrieb zugegangen. Somit ist sie wirksam.

Du kannst den Chef jetzt nur noch bitten, das Ausbildungsverhaeltnis mit dir trotzdem fortzusetzen. Vielleicht laesst er sich ja darauf ein.

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@xXJuiceXx17

Die Ausbildungsleiterin wird den Zugang sicher bezeugen koennen. Ausserdem scheint sie ja auch noch jemanden die Kuendigung vorgelesen zu haben. Der oder die ist dann ebenfalls Zeuge.

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Hallo.

Bei Ausbildungsverhältnissen gilt doch die gesamte Dauer des Vertrages.
Außerdem, wenn du durchfällst hast du unter umständen 6 Monate später
noch Mal zu versuchen.
Aber ob das heute noch gilt, k.A. 

Im Zweifel wird die Kündigung zugegangen sein und damit grundsätzlich erst einmal rechtskräftig. Offen gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass es hier keinen Weg zurück gibt. Zuerst einmal würdigt das offene Gespräch mit der Ausbildungsleiterin suchen. Wenn Sie in Urlaub ist, vielleicht gibt es ja eine E-Mail-Adresse unter der sie erreichbar ist. Du kannst auch versuchen deine eigene Willenserklärung anzufechten. Dies muss zum einen unverzüglich geschehen, zum anderen benötigst du ein Anfechtungsgrund. Wird bei dir eher sehr schwierig werden. Wenn du dir es also wirklich anders überlegt hast suche schnell das offene Gespräch.

Ich poste mal, falls es dich interessiert, einen Link aus dem hervorgeht, dass nach aktueller Rechtsprechung davon auszugehen ist, dass die Kündigung zugegangen ist

http://www.kanzlei-mudter.de/muss-ein-arbeitnehmer-die-kuendigung-entgegennehmen.html

Ich bin mir gerade gar nicht so sicher wie das rechtlich läuft...
Du hast die Kündigung persönlich abgegen und sie ist somit eigentlich gültig ABER da Du die Kündigung wieder zurück bekommen hast gibt es nun keinen Nachweis darüber das Du wirklich kündigen wolltest. Wenn die Ausbildungsleiterin allerdings eine Kopie gemacht hat sieht die Welt wieder anders aus.

Du bist im öffentlichen Dienst? Wenn Du Beamter auf Widerruf bist frage ich mich warum Du kündigen möchtest. Wenn Du gut bist und die Anstrengst kannst Du auch als Beamter gut etwas erreichen aber natürlich wenn Du mehr machst als es der "Dienst nach Vorschrift" vorsieht. Auch wenn die Verdienstmöglichkeiten in der freien Wirtschaft teils wirklich besser sind, so hast Du als Beamter einen sicheren Job. Dies wirkt sich positiv bei Banken etc aus, da man dann weiß das Du sicher am Monatsanfang Dein Gehalt bekommst ^^

Azubi im öffentlichen Dienst nur. An einer Berufsfachschule

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Die Ausbildungsleiterin hat die Kuendigung vorgelesen (wem?). Somit duerfte der Zugang leicht zu beweisen sein. Die Ausbildungsleiterin ist Zeugin und der oder die, dem sie die Kuendigung vorgelesen hat, ebenfalls.

Natuerlich war es dumm von der Ausbildungsleiterin, das Kuendigungsschreiben wieder zurueck zu geben. Eine rechtliche Relevanz hat das aber nicht.

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@DerCaveman

Wenn in dem Raum nur der Azubi und die Ausbildungsleiterin waren steht am Ende Aussage gegen Aussage und der Azubi wird denke ich Recht bekommen.

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@JaBu84

Aber da muss doch noch eine weitere Person anwesend gewesen sein. Naemlich die, der die Ausbildungsleiterin die Kuendigung vorgelesen hat.

 

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@DerCaveman

Wenn man ein Gesrpäch mit der Personalleiterin wünscht, heißt es nicht automatisch das da noch eine weitere Person anwesend war. Vielleicht hat die Leiterin dem Fragesteller die Kündigung einmal vorgelesen... Die Menschen handeln teils wirklich kurios, allein die Kündigung dem Azubi wieder in die Hand zu drücken war unklug ^^

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Geh einfach zur Ausbildung.  Dann wird man das ja sehen.  Ansonsten berufe dich auf deinen mündlich erklärten Rücktritt  von der Kündigung. 

Ein Ruecktritt von einer Kuendigung ist rechtlich voellig unbedeutend. Egal ob muendlich oder schriftlich.

Ausnahme: Die Ruecktrittserklaerung geht zeitgleich mit der Kuendigung zu oder vorher. Ist die Kuendigung aber erst einmal zugegangen, kann sie nicht mehr zurueckgenommen werden. 

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Im öffentlichen Dienst hast Du doch viele Möglichkeiten zur Informationsgewinnung:

- Ansprechpartner Personalstelle

- Ansprechpartner: Örtlicher Personalrat ggf. Jugendvertretung

- Ansprechpartner: Sachgebiets-, Referats- oder Arbeitgebietsleiter (oder wie auch immer der bei Euch heißt)

Ich vermute mal, da die Ausbildungsleiterin Dir die Kündigung zurückgab und nicht an die Personalstelle weitergab (vielleicht mit den Worten: "Schlafen Sie noch einmal darüber!"), dass eine Kündigung gar nicht erfolgt ist. Was steht denn auf Deinem genehmigten Urlaubsantrag wegen des Resturlaubs?

Vermutlich hättest Du bereits ein Schreiben von der Personalstelle erhalten mit dem Tenor:

- Ihr letzter Arbeitstag ist

- Geben Sie folgende Unterlagen/Arbeitsmittel zurück

- Die Arbeitspapiere erhalten nach der Gehaltsabrechnung Ende August 2017.

Nur Mut! Die Ansprechpartner beißen nicht

Backe lieber kleine Brötchen und gehe nach Canossa als das du dich auf eine nicht rechtswirksame Kündigung berufst.

Du kannst der Ausbildungsleiterin schriftlich deine Gründe und deinen Wunsch vorlegen weiter an der Ausbildung teilzunehmen. Dann bittest du um schnellstmögliche telefonische bzw. E Mail Antwort.

Alles sehr freundlich, ehrlich und wahrhaftig.

Bin Azubi im öffentlichen Dienst, da müssen die doch sowas wissen eigentlich. 

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