Arbeitsrecht - Beförderung ohne Änderungsvertrag?!

4 Antworten

Wenn du die Ausweitung deiner Verantwortung/Befugnis ablehnst, kannst du auch gleich kündigen. Du solltest spätestens 3 Monate nach der Beförderung ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen. Da solltest du dann genaue Vorstellungen haben, was deine Stelle an Geld wert ist. Im Hintergrund musst du immer damit rechnen, dass du u. U. deine Fähigkeiten dann anderswo einbringen musst.

Arbeitsrechtlich hast du keinen Anspruch auf eine höhere Vergütung. Moralisch aber natürlich schon. Mach dir in aller Ruhe Gedanken, welche neuen Aufgaben, Verantwortugen etc. bekommst und mach dir eine Liste und geh zu deinem Chef. Sprich ruhig und höflich mit ihm, dass du deine neue Verantwortung die du jetzt hast auch entsprechend vergütet haben möchtest. Schau mal im Internet nach, was jemand in deiner Position auf dem Markt verdient, dann hast du eine bessere Verhandlungsposition gegenüber deinem Chef.

Ein neuer schriftlicher Vertrag ist für die Beförderung nicht notwendig.

Dir wird nur eine geringe Gehaltserhöhung angeboten? Du kannst selbstverständlich mehr fordern, musst dich aber auf Verhandlungen einstellen. Letztlich müsstest du sagen: "Wenn ich nicht mindestens X Euro mehr brutto bekomme, lehne ich eine Beförderung ab."

Wenn du dich später bei anderen Arbeitgebern bewerben willst, muss dein jetziger Arbeitgeber auf deinen Wunsch ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen. In diesem Zeugnis steht natürlich nicht die Tätigkeitsbezeichnung aus dem alten Arbeitsvertrag sondern eine Beschreibung deiner tatsächlichen Tätigkeit. Dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet.

Mein Rat: Lass dir jetzt auch ein Zwischenzeugnis über deine bisherige Tätigkeit ausstellen und strebe mehr Verantwortung an. Über eine weitere Gehaltserhöhung kannst du auch noch nach deiner Einarbeitung als "Vize-Abteilungsleiter" verhandeln, wenn du bewiesen hast, dass du die Position ausfüllst.

rückwirkend Änderungsvertrag wegen Mindestlohn erhalten, muss ich den unterschreiben?

habe im Februar einen Änderungsvertrag zu meinem bestehenden AV per Post, rückdatiert auf den 01.01.2015 erhalten, in dem mein Chef neben Stundenkürzung noch andere zusätzliche Befugnisse für sich eingebaut hat. Ist das rechtens ? Kommt bei nicht unterschreiben automatisch die Kündigung und gibt es überhaupt eine Frist wo ich auf dieses Schreiben reagieren muss ? Danke für Euren Rat vorab.

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Was wenn ich nicht unterschreibe?

HALLO! (muss kurz ausholen!) vor nicht ganz 2 jahren ging der damalige Betrieb an meinem jetzigen Arbeitgeber über.. unsere Arbeitsverträge sind bis heut unverändert ich arbeite in der Gastronomie und als koch eingestellt... der Übergang zum neuen Betrieb brachte dennoch Änderungen mit sich(zb Arbeitskleidung wird nicht mehr gewadchen. Die putzfirma von früher sind wir jetzt :-D aber auch tagesumsatz muss zur bank gebracht werden und wird nicht mehr geholt)... seis drum... nach plötzlicher Krankheit meines damaligen Restaurantleiters und dessen Kündigung hingen seine aufgaben nun an mir und der anderen Köchin.. auf meine Aussage zu meinem regioleiter dass ich mich freue dass ich von meinem immens hohen Gehalt meinen sprits unter Verwendung meines autos 3 mal die Woche zur bank fahren darf um meinem armen chefs geld hinzubringen... bekam ich nur ein :ihr braucht es nicht umsonst zu tun zu hören... fast 2 monate später im Briefkasten ein dicker umschlag... .... erste seite: .... Änderung zum Anstellungsvertrag Zwischen firma... abc (im folgenden "Arbeitgeber") und hr xyz (im folgenden "Arbeitnehmer") wird folgende Änderung zum Anstellungsvertrag vom 06.06.2014 Mit Wirkung vom 01. Oktober 2018 erhält der Arbeitnehmer eine monatliche Filialleiterprämie von 300,00 Euro brutto Die Zahlung dieser Prämie ist zeitlich begrenzt (bis ein neuer Filialleiter seine Tätigkeit aufnimmt) und kann jederzeit widerrufen werden. Die beiliegende Delegationsvereinbarung ist Bestandteil dieser Vertragsänderung Die übrigen Vereinbarungen bleiben unverändert

.... aha.... hm.... weiter gehts.... nächste Seite :....

Delegationsvereinbarung

Mit Wirkung vom 01.10.2018 (brief kam erst später) gehören folgende Tätigkeiten zum Aufgabenbereich... vorübergehender Filialleiter... er ist befugt und beauftragt... trägt die Verantwortung... gesetzlichen Anforderungen in seinen Tatigkeitsbereichen. ist verpflichtet... nötigen Kenntnisse... bzw. entsprechende Erkundigungen einzuholen... Verantwortung Der Arbeitnehmer hat zur Erfüllung dieser Pflichten insbesondere folgende Aufgaben Erreichung der betriebswirtschaftlichen Zielvorgaben, Planung Umsatz, Waren Stunden allgemein Betreuung von Gästen und Kunden, sowie Aufbau von Stammkundschaft, Kundenbin- dung !jetzt mein lieblingsteil! Controlling, Gesamtbetriebswirtschaftliche Verantwortung ollte es bei den dem Arbeitnehmer obliegenden Verantwortungen und Sorgfaltspflichten z behördlichen Beanstandungen kommen, so tritt der Arbeitnehmer als Verantwortlicher für den Arbeitgeber auf, so z. B. als Lebensmittelrechtlich Verantwortlicher

ich habe nicht vor das zu unterschreiben... zumindest nicht so... aber was könnte passieren?

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Wer ist disziplinarisch Vorgesetzter?

Guten Morgen

Folgendes: In einem Unternehmen gibt es Geschäftsführer, Bereichsleiter, Abteilungsleiter, Teamkoordinatoren und Mitarbeiter. Die Stelle der Teamkoordinatoren ist der Stellenausschreibung nach rein fachlich und nicht disziplinarisch. Geschäftsführer,Bereichsleiter u.Abteilungsleiter sind disziplinarische Vorgesetzte und haben den Teamkoordinatoren disziplinarische Aufgaben erteilt. Dazu gehört unter anderem die Genehmigung und das versagen von Urlaub oder Freizeitausgleich. Besser noch sie nehmen den größten Teil der Aufgaben des Abteilungsleiters wahr. Sicher wird in den Antworten auch das Direktionsrecht auftauchen, aber das möchte ich an dieser Stelle ausschliessen das es sich hier um Aufgaben dreht wo die Teamkoordinatoren nicht geschult sind und Verantwortung übernehmen über dessen Konsequenz sie sich nicht im klaren sind. Rechtlich gesehen kann das für die TK nach hinten losgehen.

Jetzt meine Frage(n): Dürfen die Teamkoordinatoren diese Führungsposition anhand von fehlenden Schulungen diese Aufgaben wahrnehmen? Das Gesetz gibt an der Stelle nicht viel her, darum möchte ich alle Arbeitsrechler hier bitten ihre Meinung dazu zu schreiben.

Bitte möglichst sachlich vernüftige Antworten.

Viele Grüße, dog

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Beschwerde über den Chef?

Kurz zur Situation:

  • es handelt sich um ein großes Unternehmen
  • ich bin seit einigen Monaten der Stellvertreter vom Abteilungsleiter
  • der Abteilungsleiter hat seine Position bereits einige Jahre
  • unser Vorgesetzter ist neu an unserem Standort und kennt uns beide nur von einem Kennenlern-Treffen

Die gesamte Abteilung beschwert sich über die Arbeitsweise und Einstellung vom Abteilungsleiter. Er besitzt, meiner Meinung nach, keine Führungskompetenz und wurde, so wie ich das aus den Erzählungen meiner Mitarbeiter sehe, vom ehemaligen Vorgesetzten immer in Schutz genommen. Es gab bereits mehrere Stellvertreter und früher oder später wurde sich immer wieder über ihn beschwert. Es werden jedes Mal aufs neue die gleichen Punkte angesprochen und bisher hat er es immer geschafft seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Da ich es untragbar finde Mitarbeiter unter solchen Bedingungen arbeiten zu lassen habe auch ich nun den Schritt "gewagt" und mich beschwert. Unser Vorgesetzter ist zu einem Gespräch bereit, aber im Vorfeld sollte ich den Abteilungsleiter mit der Kritik konfrontieren. Es kam wie es kommen musste - er versuchte abermals die Schuld von sich zu schieben, in einigen Punkten gab er mir die Schuld und versucht mir jetzt scheinbar anzuhängen dass ich die Mitarbeiter aufgehetzt habe, weil ich sie privat getroffen habe um gemeinsam die Kritikpunkte zusammenzutragen.

Da ich wenig Lust habe wie ein "Stimmungsmacher" da zu stehen, wüsste ich gern ob jemand Tipps hat wie ich in dieser Situation Kontra geben kann?

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Personaldienstleister will nachträglich Entgeltgruppe ändern?

Hallo zusammen,

ich bin als Fachkraft für Lagerlogistik mit abgeschlossener 3jähriger Ausbildung bei einem Personaldienstleister mit der Entgeltgruppe 3 und Berufsbezeichnung "Lagerist" im Arbeitsvertrag eingestellt worden.

Da ich mehr als 1 Jahr in der Entgeltgruppe 3 tätig war, bin ich wie im Tarifvertrag BAP/DGB vorgesehen in die Entgeltgruppe 4 hochgerutscht.

Nun wurde mir aber vom Personaldienstleister ein Änderungsvertrag vorgelegt, in welchem ich auf die Entgeltgruppe 2 herabgestuft werden solle, was für mich in Zeiten der Nichtbeschäftigung eine Differenz von mehr als 2€ Stundenlohn ausmacht.

Die Begründung des Personaldienstleisters war, das es ein Fehler ihrerseits war mich mit Entgeltgruppe 3 einzustufen, und das die von mir tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten (Kommissionieren,Einlagern,Stapler fahren) nur als Helfer-Tätigkeiten zu verstehen sind welche die Eingruppierung in die Entgeltstufe 2 rechtfertigen.

Mündlich wurde mir zugesagt das mir die Differenz des Stundenlohns welcher auf dem Zeitarbeitskonto ist ausbezahlt wird....

Mir wurde nahegelegt das ich den Änderungsvertrag unterschreibe, da ansonsten eine Änderungskündigung nötig sein wird, nun ist für mich die Frage halt was versteht man als Helfer-Tätigkeiten im Lager und ist das überhaupt zulässig was der Personaldienstleister hier nachträglich erreichen möchte.

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