Arbeitsplatz wegen Feuerwehrdienst verlassen?

7 Antworten

Dann muss dein Freund noch mal mit den Chef darüber sprechen, ev, auch den "Oberfeuerwehrmann" /sorry kenn die Bezeichnung nicht) dazu holen um den Chef davon zu überzeugen, dass es wichtig ist. Ich würde da eher versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten als mit rechtlichen Pflichten zu kommen.

Rechtlich ist es so das der Chef frei zustellen hat und dann beim Träger den Lohnausfall ersetzt bekommt. Eine Kündigung wegen des Verlassens des Arbeitsplatzes zum Feuerwehreinsatz würde jedes Arbeitsgericht kippen und dem Chef gehörig die Meinung sagen. Daher finden die Chefs in aller Regel andere Wege um so einen Mitarbeiter los zu werden.

Ich denke hier wurde aber vorher schon der Fehler gemacht die ganze Frage nicht geklärt zu haben. Vor dem ersten Einsatz sollte geklärt werden, ob und unter welchen Bedingungen der Arbeitsplatz verlassen werden kann. Je nach Größe und Aufgaben in der Firma ist es nicht so einfach einen Mitarbeiter zu ersetzen. Hier geht es nur im Miteinander.

Wenn der Chef dann immer noch Nein sagt ist das halt so. Dann meldet man das dem Träger des Brandschutzes und der muss sich kümmern wie er zu einer leistungsfähigen Feuerwehr kommt. Das kann ein Gespräch mit dem Firmeninhaber sein in dem man dezent auf kommunale Aufträge hinweist oder man überlegt ob man nicht einige FM(SB) in der Kommune anstellt.

Immer dran denken, seine Brötchen verdient man auf der Arbeit nicht bei der Feuerwehr und für die Einsatzbereitschaft ist der Träger zuständig nicht der einzelne Feuerwehrmann.

Es ist ja nicht so, daß ein Mitarbeiter von jetzt auf gleich zu ersetzen ist.

Auch gibt es ja genügend Geschäfte, die nur mit einer Person Personal besetzt sind.

Ich kann mir vorstellen, daß der Ladenbesitzer nicht gerade erfreut ist, wenn sein Mitarbeiter den Arbeitsplatz Hals über Kopf verläßt, den Laden abschließt und die Kunden vor verschlossener Tür stehen.

Oder der Friseur läßt den Kunden Kunde sein und rennt einfach weg.

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