Arbeitsmarktsituatin Grafik-Designer

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1 Antwort

Das hat sich ziemlich gewandelt. Früher gab es klassische Werbung, heute ist vieles Online.

1970-1980 Grafikdesigner musste ein gutes Händchen für Layout-Scribbles haben.

1990-2000 Grafikdesigner, die sich dem Computer und den damaligen DTP-Programmen Pagemaker und QuarkXPress versagt haben, haben ihr eigenes Ende besiegelt.

2000-2014 Wer noch mit QuarkXPress rummachte, war old fashioned. Heute muss man mindestens Photoshop, Indesign, Illustrator und auch noch ein Rendering-Programm beherrschen. Und ich würde jedem dringend empfehlen, sich in der Gestaltung von Apps, Pop-Ups, Websites und in der Bewegtbildergestaltung fit zu machen. Außerdem sollte man sich etwas in den Programmiersprachen für Onlinewerbung auskennen. Man muss kein Techniker sei, aber man sollte wissen, was geht und was nicht geht, damit man bei Diskussionen mit den Technikern nicht wie Pik Sieben dasteht.

Na ja, und zuletzt der Spaß an der Sache. Die Werbung hat seit den Siebzigern eine ähnliche Entwicklung genommen wie der Fußball seit 1954 (um einen aktuellen Vergleich zu wählen). Aus Spaß an der Kreativität, einem manchmal fröhlich naiven Herangehen an Probleme und der Möglichkeit, locker im Park oder beim Wein über Lösungen zu brainstormen, ist knallhartes strategisches Planen und Effizienzdenken geworden. Oft steht nicht mehr kreatives Denken im Vordergrund, sondern finanzielle Erwägungen.

Vor allem solltest Du eines beherzigen: Fang niemals in einer Klitsche an, bei der die Kundenberater das Sagen haben, sondern such Dir eine wirklich kreative Agentur aus, die sitzen heutzutage übrigens hauptsächlich in Hamburg und Berlin. Wer z.B. von "Jung von Matt" oder der Agentur "Heimat" kommt, hat 10x so gute Chancen wie einer, der aus einem Laden kommt, in dem – übertrieben ausgedrückt – nur Werbeaufdrucke für Lieferwagen oder Flugblätter für Penny kreiert werden.

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