Arbeitslosigkeit - und dann, was wird aus der Wohnung, Übername der Miete durch H4?

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5 Antworten

Hallo,

Da unterliegst Du leider einem kleinen Denkfehler. Was schon mal richtig ist: Dir wird auch während des Bezuges von ALG I höchstwahrscheinlich Wohngeld zustehen.

Hierfür gibt es im Web eine Reihe an Wohngeldrechnern, die je nach Wohnort unverbindlich, aber grob ausrechnen, ob ein WG-Anspruch überhaupt bestehen könnte.

Das mit den 165€ hast Du allerdings falsch verstanden. Beim ALG I ist das die Zuverdienstgrenze, bis zu diesem Nebeneinkommen keinerlei Anrechnung auf das ALG I erfolgen würde. Was darüber hinausgeht, würde angerechnet werden. ( Wohngeld wäre hierbei nich als anrechenbares Einkommen in dieser Form angesehen werden )

Beim ALG II verhielte sich die Anrechnung von Nebenverdienst etwas anders, aber dass ist momentan uninteressant. Solange Dir ALG I in ausreichender Höhe zusteht, so besteht durch diese "vorrangige Leistung" lein Anspruch auf ergänzendes ALG II. Wohngeld wäre auch auch als vorrangige Leistung angesehen werden.

Also erst zur Wohngeldstelle, wenn Du doch ALG I beantragen mußt.

mfg

Parhalia

Ich habe mich nun noch etwas schlau gemacht, dass ich gar keinen Anspruch auf aufstockendes H4 habe ist stimmt nicht!

Ich habe mal den Hartz4 Rechner auf

http://www.forium.de/rechner-hartz-4.html

bemüht, sind zwar nur ca. Zahlen und unverbindlich, aber hier kommt aber ein bestehender Bedarf von ca, 163 € heraus. Ich habe folgende Eingaben gemacht: Alleinstehend, Keine Kinder, nicht schwanger und nicht behindert, Miete 350 + 35 +35 incl Warmwasser, monatliches Einkommen, dazu zählt auch ALG1!, brutto (hier ergibt sich nun eine RF, Was trägt man da ein, wenn man ALG bezieht?) habe ich das gleiche wie bei netto eingetragen: 865 € und habe die Berechung gestartet.. Hier kommt ein Regelsatz von 163 € raus! Zusätzlich wird ja noch die Miete in voller Höhe, wenn angemessen, übernommen. Werde mich mal in den nächsten Tagen an die zuständige Stelle wenden, mal sehen was die dazu sagen

Mit 850€ ALG1 dürftest du über dem ALG2 Anspruch liegen, wirst also nicht aufstocken können/müssen. rechne einfach mal: Regelsatz (ab 01.01.2013) 382€ plus Pi mal Daumen etwa 380€ KdU macht einen Anspruch von etwa 760€ (plusminus den einen oder anderen Euro). Bei einem Anspruch auf 850€ ALG1 ist dein Einkommen höher als der Anspruch, also keine Aufstockung!

was ALG2 angeht: Die Größe der Wohnung ist angemessen, der preis könnte etwas zu teuer sein.

ABER:

Du hast 6 Monate karenzzeit, bis die Arge dich auffordert, dir eine finanziell angemessene Bude zu suchen. und jetzt pass gut auf:

WENN die Arge dich schriftlich dazu auffordert, ist sie verpflichtet, ALLE mit einem umzug verbundenen Kosten zu tragen.

  • Endrenovierung der alten butze (so erforderlich)
  • Wohnungsbeschaffungskosten (Anzeigenkosten, kaution, ggf maklergebühren)
  • Umzugskosten für den eigentlichen umzug
  • Einzugsrenovierung, so erforderlich

All das zusammen kostet regelmäßig um die 2k € aufwärts.

Setz das der möglichen Mietersparnis in 12 Monaten gegenüber!

Also: Mietobergrenze (FIKTIV!) 385€ warm, deine Warmmiete aktuell 420€, ersparnis durch Umzug 35€, mal 12 sind 420€.

Somit ist der geforderte Umzug unwirtschaftlich, du widersprichst dem Ansinnen eben mit dieser Begründung...und darfst in deiner Bude bleiben!

Man wird dir nur den Höchstsatz KdU zahlen, die Differenz wirst du dann vom regelsatz selber zahlen müssen.

Bei ALG 1 kannst du evtl. noch Wohngeld beantragen. Versuch's mal. Viel Glück!!!

Dein Bedarf setzt sich zusammen aus deinem Single- Regelbedarf "zum Leben" 374 € und den max. örtlich angemessenen Unterkunftskosten für 1 Person (die Info gibt's beim zuständigen Jobcenter) plus deinen eventuellen Mehrbedarfen, z.B. bei bestimmten chronischen Erkrankungen. Dann wird dein Vermögen überprüft und geschaut, wieviel anrechenbares eigenes Einkommen (z.B. aus ALG1) du hast, mit dem du deinen Bedarf selber decken kannst. Kannst du deinen Bedarf nicht durch eigenes Einkommen plus ALG2-vorrangige Ansprüche wie Wohngeld decken, hast du (statt Wohngeld) Anspruch auf ergänzendes ALG2 bis zur Bedarfsdeckung.

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