Arbeitslosengeld1, wieso versteuern die das?

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4 Antworten

Ja das Arbeitslosengeld ist auch als Einkommen anzusehen. Natürlich hört sich für viele 2000 EUR viel an, allerdings wissen wir nicht welche Ausgaben sie tatsächlich mtl. haben. Da kann dieser Betrag relativ wenig sein. Außerdem mit 8000 EUR mtl. weniger wirtschaften muss man erst lernen und so einfach ist das nicht. Ich wünsche Ihnen viel Glück für einen neuen Job und viel Kraft bis dahin.

Für die Gewährung von Arbeitslosengeld gilt die Beitragsbemessungsgrenze (Bruttoverdienst), die in 2012 für die Renten- und Arbeitslosenversicherungen bei 67.200 EUR/Jahr = 5.600 EUR/Monat = 186,67 EUR/Tag betrug; der darüber hinaus gehende Verdienst wird nicht berücksichtigt.

Von dem auf dieser Basis (Verdienst der letzten 12 Monate, in den grundsätzlich auch sozialversicherungspflichtige Einmalzahlungen wei Weihnachts-, Urlaubsgeld, Boni usw. einfließen - anders als von stelari behauptet) errechneten Bruttoarbeitslosengeld werden anteilig die Steuern entsprechend der letzten Steuerklasse und die Versicherungsbeiträge abgezogen.

2000 € Arbeitslosengeld sind schon üppig, aber aufgrund des niedrigeren Ansatzes wegen des Bemessugnsgrenze gegenüber dem ursprünglichen Verdienst bringt das natürlich - wenn man bisher anderes gewohnt war - schon erhebliche finanzielle Beschränkungen mit sich!

Wenn du wirlich 10.000 verdienst, solltest du eigentlich wissen, dass du damit weit über der Beitragsbemessungsgrenze liegst.

Und AlG 1 ist steuerfrei unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Aber das sagt dir wahrscheinlich nichts.

Also spar die die Antwort ruhig und trolle weiter

Familiengerd 28.01.2013, 22:10

"Also spar die die Antwort ruhig und trolle weiter"

Warum so garstig, DerHans?

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Arbeitslosengeld I unterliegt der Sozialversicherungspflicht und dem Progressionsvorbehalt zur Einkommensteuer und beträgt bei ohne Kind 60% vom letzten Netto der letzten 12 Monate und 67% wenn Kinder vorhanden sind.

Es zählen also nicht die 20 Jahre sondern nur die letzten 12 Monate an Gehalt und das ohne Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. So mancher würde sich über 2000€ ALG I freuen - dafür wird der Fall in ALG II um so schmerzhafter auf 382€... 2.000 hatte ich nicht einmal in meinen besten Zeiten jemals netto im Monat gehabt!

Ich finde es ehrlich gesagt etwas dreist hier zu jammern wenn man schon zu den "Reichen" zählt... der kleine Mann hat gelernt mit wenig zu leben, der Reiche motz weil er nicht mehr reich ist... WILLKOMMEN IN DER REALITÄT IN DEUTSCHLAND

Spitlashes 27.01.2013, 18:46

Willkommen in der Realität ist gut ...

Wer 10.000 verdient, gibt 10.000 aus, und die fixen Ausgaben hören nicht mit dem Verlust des Arbeitsplatzes auf.

Danke für Zeile 1-5, der Rest war ein wenig unnötig.

Klar scheint es Überheblich, sich über 2000 Euro zu beklagen, wenn jedoch die Kinder, Wohnung und Nahrung 4500€ im Jahr übersteigen, hat man allen Grund zur Sorge.

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Familiengerd 27.01.2013, 19:10

Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie sonstige sozialversicherungspflichtige Einmalzahlungen werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze entgegen Deiner Aussage mitberechnet!

Natürlich sind 2000 € Arbeitslosengeld viel - aber man muss gerechterweise bei der Beurteilung (oder Verurteilung, wie man bei Deiner Antwort meinen könnte?) auch berücksichtigen, welche brutalen Einschränkungen das bedeutet, wenn man ganz anderes gewohnt war und sich darauf eingestellt hatte.

Von daher gebe ich Spitlashes in seinem Kommentar zu Deiner Antwort durchaus Recht!

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DerHans 28.01.2013, 18:48
@Familiengerd

Wenn er tatsächlich 10.000 € Gehalt hätte, würden die Sonderzahlungen NICHT berücksichtigt, da er ja längst über der BBMG liegt.

Jemand mit diesem Gehalt weiß das auch, und würde eine solche Frage gar nicht stellen.

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VirtualSelf 28.01.2013, 18:53
@DerHans

Vielleicht hatte er einen Manager, der sich um alles kümmerte ^^

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Familiengerd 28.01.2013, 22:05
@DerHans

Wir reden von "Einkommen" - und da gehören Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld auch zu!

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Familiengerd 28.01.2013, 22:06
@VirtualSelf

Ist das Schadenfreude - aus Neid geboren?

Etwas weniger Häme wäre schon angebracht in diesem Forum!

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petrapetra64 28.01.2013, 10:14

Natuerlich koennen die meisten von 2000 Euro Einkommen nur traeumen im Monat, aber man muss hier einfach beruecksichtigen, dass der Absturz von 10 000 auf 2000 doch sehr extrem ist und dass man ja oft auch entsprechende Fixkosten hat, basierend auf seinem Einkommen, die man mit 2000 Euro einfach bei weitem nicht mehr zahlen kann und die lassen sich nicht so einfach von jetzt auf gleich reduzieren. Das darf man hier einfach nicht vergessen.

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Familiengerd 28.01.2013, 22:12
@petrapetra64

Richtig!

Und darum kann ich hier einige hämische Kommentierungen auch nicht nachvollziehen (es sei denn, die Frage wäre ein Fake).

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